

Kontakt
Redaktion
Anzeigen
Aulendorf – Am Tag der Deutschen Einheit beteiligte sich auch der Sängerbund Aulendorf an der bundesweiten Aktion „Deutschland singt und klingt“. Mehr als hundert Bürgerinnen und Bürger versammelten sich im Schlossinnenhof, um gemeinsam ein Zeichen für Zusammenhalt, Demokratie und Frieden zu setzen.
„Kriege gehören ins Museum!“
Der stellvertretende Vorsitzende des Sängerbundes, Hartmut Holder, eröffnete die Veranstaltung mit bewegenden Worten, die das Publikum gleich zu Beginn berührten. Er verwies auf die große Zahl aktueller Kriege und Konflikte in der Welt und betonte, wie wichtig es gerade in dieser Zeit sei, aufeinander zuzugehen, miteinander im Gespräch zu bleiben und immer wieder Wege des Zusammenfindens zu suchen. Sein klares Fazit lautete: „Kriege gehören ins Museum!“.
Als Zeitzeuge berichtete Lothar Maucher von seinen persönlichen Erinnerungen an die Wendezeit und schlug zugleich den Bogen zu seinen aktuellen Erfahrungen. Damit wurde die Deutsche Einheit nicht nur als historisches Ereignis, sondern auch als persönliche Erfahrung und als Auftrag für die Gegenwart greifbar.
Musikalisch steuerte der Sängerbund drei eigene Lieder bei: „Morgenrot“, „Ein bisschen Frieden“ und „Oh Herr, gib Frieden“. Die Auswahl verband Dankbarkeit, die Bitte um Frieden und die Hoffnung auf einen neuen Aufbruch – Gedanken, die gerade am Tag der Deutschen Einheit besondere Aktualität und Bedeutung entfalten. Umrahmt wurde die Feier von feierlichem Posaunenklang – bis hin zum Deutschlandlied am Schluss.
Der Vorsitzende des Sängerbundes, Prof. Dr. Ernst Deuer, hob die hervorragende Zusammenarbeit mit dem Posaunenchor Aulendorf-Bad Schussenried hervor und verband dies mit einem eindringlichen Appell für Frieden und Verständigung. Dabei erinnerte er an Willy Brandts Leitgedanken von Deutschland als einem „Volk der guten Nachbarn“ – nach innen wie nach außen. Gerade angesichts der aktuellen Konflikte sei diese Botschaft weiterhin von großer Bedeutung: Zusammenhalt und Verständigung innerhalb der Gesellschaft seien ebenso wichtig wie ein friedliches und respektvolles Miteinander der Staaten.
Ein besonderer Dank gilt dem Posaunenchor unter der Leitung von Dierk Jacob für die Initiative zur Durchführung der Veranstaltung sowie der Chorleiterin des Sängerbundes, Valeriia Kizka, für die musikalische Vorbereitung und Leitung. Auch die Stadt Aulendorf und ihre Beschäftigten trugen maßgeblich zum Gelingen der Veranstaltung bei.
So wurde der 3. Oktober in Aulendorf zu einem eindrucksvollen Erlebnis, das Musik und Gemeinschaft in den Mittelpunkt stellte – im Geist von Einheit, Frieden und Hoffnung.































