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Altmannshofen – Es war Mitte März. Unser Reporter Hans Reichert hatte im Bereich Altmannshofen zu tun. Heimgebracht hatte er einige Impressionen. Sie zeigen ein an der Eschach gelegenes Idyll mit Schloss und Kirche.

Die Herrschaft Altmannshofen stand einst im Besitz der Herren von Altmannshofen. Diese sind seit 1201 bezeugt. Die Herrschaft wurde 1478/1539 von den Herren von Landau erworben. Im Jahr 1601 kam die Herrschaft an die Freiherren von Muggental, die sie 1662 an die Truchsessen von Waldburg verkauften. Im Rahmen der Mediatisierung im Jahr 1806 kam die Herrschaft Altmannshofen unter die Landeshoheit des Königs von Württemberg. Das Schloss wurde in der ersten Hälfte des 17. Jahrhunderts erbaut. Aus der Internet-Enzyklopädie „wikipedia“.

Ungewohnte Perspektive: Der Blick hinauf zu den Zinnentürmen des Schlosses. Die Architektur erzählt von vergangener Wehrhaftigkeit, während heute die künstlerische Freiheit in den Räumen Einzug gehalten hat.


Die beiden historischen Ansichten sind dem Buch „Stätten der Herrschaft und Macht – Burgen und Schlösser im Landkreis Ravensburg“, entnommen, herausgegeben von Hans Ulrich Rudolf, Ostfildern 2013, ISBN 978-3-7995-0508-6.

Lebensqualität pur: Seit die Autobahn den Durchgangsverkehr geschluckt hat, gehört der Ortskern wieder den Spaziergängern und Bewohnern. Ein Dorf, in dem es sich spürbar angenehm lebt.

Hoch oben auf St. Vitus: Das Storchennest gehört zum Dorfbild wie die Kirchturmuhr. Hier oben blicken die Adebare auf ein Dorf, das seine Traditionen – wie etwa die Ritte der Blutreiter – stolz bewahrt.

Versteckte Geschichte: Die Dorfkirche, in der einst Alwin Butz die Orgel schlug und seine Kompositionen zum Leben erweckte. Ein Ort, der bis heute durch das Andenken an Pfarrer Paul Engler geprägt ist. Die Kirchengemeinde St. Vitus Altmannshofen gehört zum Dekanat Allgäu-Oberschwaben in der Diözese Rottenburg-Stuttgart.

Leben im Einklang mit der Eschach: Ressourcen heben, gestern wie heute: Während an der Eschach noch die Wasserkraft eines alten Sägewerks genutzt wird, glitzert moderne Photovoltaik auf den Dächern – ein Sinnbild für den sanften Wandel in Altmannshofen.
Zur Geschichte von Altmannshofen
In einer Urkunde Kaiser Karl V. vom 17. November 1525 erhielt Georg III. Truchsess von Waldburg-Zeil für seine Verdienste im Bauernkrieg die Herrschaft Zeil als Reichs-Mannlehen. Darin war die hohe Gerichtsbarkeit über die damalige Ritterherrschaft Altmannshofen inbegriffen. Ungefähr einen Kilometer nördlich des Ortszentrums, auf dem Zeiler Schotterfeld, liegt der 715 m hohe Blutsberg. Dort stand die Burg Blutsberg, von der noch Wall, Graben und Randversteilungen enthalten sind.
Im Jahre 1806 kam die Gemeinde zum Königreich Württemberg, dort in die Schultheißerei Zeil-Zeil und war ab 1820 eine Gemeinde im Königlich-Fürstlichen Amt Waldburg-Zeil und Trauchburg. Das Königl. Fürstl. Amt Waldburg-Zeil und Trauchburg war Bestandteil des Oberamts Leutkirch. Am 1. Juli 1971 wurde Altmannshofen nach Aichstetten eingemeindet. Aus der Internet-Enzyklopädie „wikipedia“.
Verkehr und Infrastruktur heute
In den 1990er-Jahren entstand an der Anschlussstelle an der Autobahn ein Gewerbegebiet, in dem mehr als hundert Arbeitsplätze geschaffen wurden. Dort befindet sich auch ein Mineralöllager, das zur strategischen Ölreserve der Bundesrepublik Deutschland gehört. Innerhalb des Ortes gibt es Straßen wie „Am Waizenhof“, die überwiegend als Anliegerstraßen und Zufahrtswege mit Tempo 30 ausgewiesen sind. Bis Anfang der 1990er-Jahre war die Ort mit dem Durchgangsverkehr der B 18 sehr belastet.

Aus Altmannshofen stammt Irmgard Willburger, Wirtin im Hauerzer „Adler“


































