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    Ravensburg Towerstars

    Towerstars verlieren vogelwildes Spiel gegen Rosenheim

    Foto: Kim Enderle
    Towerstars gegen die Starbulls Rosenheim samt Spielszene.
    veröffentlicht am: 02.11.2026
    Autor: Frank Enderle
    Lesedauer: ca. 5 Minuten

    Ravensburg – Der Wunsch, möglichst viele Punkte zu sammeln und mit einem guten Gefühl in die Länderspielpause zu gehen, blieb den Ravensburg Towerstars leider verwehrt. Das Team von Coach Johan Pennerborn unterlag den Starbulls Rosenheim mit 5:7. Eine Aufholjagd nach einem zwischenzeitlichen 1:4 und 2:5-Rückstand blieb am Ende ohne Erfolg.

    Vor 2.593 Zuschauern in der CHG Arena standen bei den Towerstars wie schon am Freitag die beiden Topstürmer Mark Rassell und Odeen Tufto verletzungsbedingt nicht im Aufgebot. Auch Verteidiger Florin Ketterer wird noch einige Zeit ausfallen. Für einen kleinen personellen Lichtblick sorgte die Tatsache, dass Nicolas Schindler vom Kooperationspartner Ingolstadt erstmals in dieser Saison nach Ravensburg entsandt wurde.

    Die Towerstars starteten selbstbewusst in die ersten Wechsel. Der erste Rückschlag folgte allerdings schon nach drei Minuten. Rosenheim ließ die Scheibe selbstbewusst in der Ravensburger Zone rotieren. Jordan Taupert traf schließlich aus der Halbdistanz zum 0:1. Zwar schienen die Towerstars den Dämpfer gut wegzustecken und kamen in den Folgeminuten ihrerseits zu hochkarätigen Chancen, die Gäste aus Oberbayern zeigten sich im Abschluss allerdings effizienter. Knapp zehn Minuten waren von der Uhr getickt, als Jordy Bellerive auf dem rechten Flügel mit hohem Tempo durchbrach und Ilya Sharipov gegen den platzierten Handgelenkschuss ins linke Eck nur wenig Abwehrchancen ließ. Knapp zwei Minuten später hatte Nick Latta jedoch eine erste Antwort parat und traf direkt nach einem von Robbie Czarnik gewonnenen Anspielbully auf der linken Seite. Doch allzu lange währte die Freude über den Anschlusstreffer nicht. Jordan Taupert wurde vier Minuten später sträflich vor dem Tor vergessen und traf konsequent zum Pausenstand von 1:3.

    In der Drittelpause blieb den Ravensburger Cracks Zeit, sich zu sammeln. Doch Rosenheim präsentierte sich weiterhin eiskalt und nutzte selbst kleinste Unstimmigkeiten konsequent aus. Lewis Zerter-Gossage zog aus der Halbdistanz ab. Ilya Sharipov war im letzten Moment die Sicht versperrt und der Puck rutschte durch die Beinschienen. Der entnervte Ravensburger Keeper machte fortan seinem Kollegen Konrad Fiedler Platz. Oftmals wird mit einem solchen Wechsel ein Zeichen gesetzt. Das zeigte prompt Wirkung – allerdings auf beiden Seiten. Nur 39 Sekunden nach dem 1:4 zog Simon Sezemsky direkt an der blauen Linie ab und verkürzte auf 2:4.

    Stadionsprecher Florian Dietrich hatte gerade begonnen, den Treffer anzusagen, da stellte Rosenheim den alten Abstand auch schon wieder her. Drei Treffer in 53 Sekunden – es war und blieb vogelwild. In der 27. Minute zog Towerstars-Youngster Nikita Kessler auf der linken Seite entschlossen durch und überwand Starbulls-Keeper Christopher Kolarz zum 3:5. Nur 47 Sekunden später drückte Thomas Reichel das Spielgerät gar zum 4:5 über die Rosenheimer Torlinie. Die Fans waren begeistert, der Rückstand war bis auf einen Treffer geschrumpft. Doch noch im zweiten Spieldrittel bestrafte Tomas Rubes die Ravensburger Defensive für einen Puckverlust an der gegnerischen blauen Linie. Den fälligen Zwei-gegen-drei-Konter verwertete er trocken zum 4:6.

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    Den Frust über die postwendenden Antworten der Gäste schüttelte das Team von Coach Johan Pennerborn vor dem Schlussabschnitt offensichtlich gut ab. Die Defensive stand nun sicherer und nach vorne wurde viel Druck aufgebaut. Knapp sechs Minuten waren von der Uhr getickt, als ein Schuss von Denis Pfaffengut vor dem Torraum liegen blieb. Nick Latta brauchte nur noch zum 5:6 ins leere Tor einzuschieben. Es folgte ein wahrer Sturmlauf der Towerstars. Die Starbulls waren oftmals in ihrer eigenen Zone eingeschnürt. Den Torjubel bereits auf den Lippen hatten die Fans in der 51. Minute, als Nick Latta aus der Halbdistanz abzog, der Puck aber vom rechten Pfosten zurück ins Spiel sprang. Drei Minuten später stand Fabio Sarto frei im Slot. Doch seinen Schuss aus fünf Metern lenkte Christopher Kolarz mit der Beinschiene am rechten Pfosten vorbei.

    Rosenheim verteidigte auch danach die eigene Zone vehement. Zwar gab es gelegentliche Entlastungsangriffe, das Spiel gehörte aber klar den Towerstars. Für ihren Druck konnten sich die Oberschwaben allerdings nicht mehr belohnen. Als Konrad Fiedler 71 Sekunden vor dem Ende einem sechsten Feldspieler Platz machte, wirkte das Zusammenspiel zu durchsichtig und verkrampft. Hochkarätige Einschussmöglichkeiten blieben aus. 29 Sekunden vor dem Ende machte Lewis Zerter-Gossage mit seinem dritten Treffer ins verwaiste Ravensburger Tor den Deckel endgültig drauf.

    „Den Kampf kann man den Jungs sicher nicht absprechen. Aber wir haben uns zu viele Fehler geleistet und Gegentore kassiert. So kannst du leider nicht gewinnen“, resümierte Towerstars-Coach Johan Pennerborn nach dem Spiel.

    Überschattet wurde das Geschehen vom Ausfall von Verteidiger Simon Schütz, der zunächst von einem Puck und anschließend von einem gegnerischen Schläger im Nacken getroffen wurde. Der Towerstars-Verteidiger musste das Eis verlassen und wurde zur Untersuchung in die Oberschwabenklinik gebracht. Informationen über die Schwere der Verletzung waren am Sonntagabend noch nicht bekannt.

    Die DEL2 legt nun eine knapp elftägige Spielpause ein. Die Towerstars-Spieler können während eines einwöchigen Urlaubs die Köpfe wieder freibekommen und ihre Akkus aufladen.

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    Frank Enderle
    veröffentlicht am
    02.11.2026
    Lesedauer: ca. 5 Minuten
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