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Salvatorkolleg Bad Wurzach

Marion Weigele wurde als Schulleiterin eingesetzt

Foto: Ulrich Gresser
v.l.: P. Wolfgang, Wibke Tiedmann,Bgm Schiller, Marion Weigere, P. Friedrich, Hans Peter Stoiber, P. Mariusz, Frank Schmuck Konrektor vor dem Plakat des Ordensgründers. Mit den Symbolen der vier Säulen des Schulprofils
veröffentlicht am: 26.10.2026
Autor: Uli Gresser
Lesedauer: ca. 5 Minuten

Bad Wurzach – Marion Weigele leitet seit Schuljahresbeginn bereits die Geschicke des Salvatorkollegs Bad Wurzach. Nun war an diesem Freitag, 23. Oktober, die offizielle Einsetzungsfeier.

Wie immer bei besonderen Festivitäten des Salvatorkollegs wurde die Feier mit einem Gottesdienst, zelebriert von Schulseelsorger Pater Mariusz Kowalski und mit den Schülern in der Turnhalle eröffnet. Für die musikalische Begleitung sorgte dabei der vor wenigen Wochen gegründete Projektchor, bestehend aus Schülern, Lehrern, Ehemaligen und Eltern – u.a. Maximilian Eiden, dem Leiter des Kulturamt des Landkreises Ravensburg – unter der Leitung von Christine Braig. Dieser brachte Auszüge aus der Messe brève No. 7 von Charles Gounod zu Gehör.

„Salz der Erde, Licht der Welt“

Zu dem Gottesdienst, der unter dem salvatorianischen Motto des Ordengründers Pater Franziskus Jordan „Salz der Erde, Licht der Welt“ stand und der Einsetzungsfeier waren viele Gäste aus dem salvatorianischen Umfeld, etwa Provinzial Pater Friedrich Emde und die Provinzleiterin der Salvatorianerinnen Sr. Margret Rolf, gekommen.

In seiner Predigt ermutigte Pater Mariusz alle, sich zu zutrauen, „Salz der Erde, Licht der Welt“ gemäß der Lesung aus dem Evangelium zu werden. Aber auch die ehemaligen Schulleiter und Vorgänger von Marion Weigele, Robert Häusle, Pater Friedrich von Amts wegen als Provinzial und Klaus Amann, sowie die Rektoren der Bad Wurzacher Grundschulen und der weiterführenden Schulen mit dem geschäftsführenden Rektor André Radke waren zu der Amtseinführung gekommen.

Mit die wichtigsten Personen neben Marion Weigele selbst waren jedoch die beiden Geschäftsführer des Ordensschulträgerverbundes Wiebke Tiedmann und Hans-Peter Staiber, die am Ende des Gottesdienstes die offizielle Beauftragung der Schulleiterin durchführten. Sie taten dies mit den Worten: „Im Namen des Ordensschulen-Trägerverbundes und der Schulgemeinschaft des Salvatorkollegs in Bad Wurzach übergeben wir dir den Auftrag, Verantwortung für die Führung und Weiterentwicklung dieser Schule zu übernehmen.“

Im Zusammenhang mit diesem Auftrag brachten sie Marion Weigele noch einmal die vier Grundsäulen des Schulprofils – Personalität, Spiritualität, Solidarität und Universalität – nahe. Wibke Tiedmannn betonte mit Blick auf ihre Verantwortung, die Schule aus ihren Wurzeln weiterwachsen zu lassen: „Du gehst diesen Weg nicht allein, das Salvatorkolleg ist Teil einer größeren Gemeinschaft.“ Der Trägerverbund verbinde unterschiedliche Traditionen und Profile zu einem gemeinsamen Bildungsauftrag.

Nachdem die Schüler in die Herbstferien entlassen worden waren, gab es in der Schulmensa einen kleinen Empfang mit Grußworten, Häppchen und Musical-Hits mit der Gruppe Ad hoc, bei der auch der Ehemann von Marion Weigele zum Geigenbogen griff.

Grußworte

Den Reigen der Grußworte eröffnete dort Monika Benzinger, die den Empfang moderierte, sprach im Namen der Belegschaft. Sie hieß Marion Weigele im Namen der Belegschaft herzlich willkommen. Sie betonte, dass die Schule im September in eine neue Zeit aufgebrochen sei: „Bisher waren die Schulleiter Salvatorianer oder kamen aus den Reihen des Kollegiums.“ Weigele habe sich in den letzten Wochen sehr viel Zeit in das Kenennlernen der Schule investiert, sei es durch Gespräche in den Klassen oder bei den Elternabenden. „Unermüdlich führen sie Kennenlerngespräche mit allen Kollegen.“

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Wibke Tiedmann, die pädagogische Geschäftsführerin des Trägerverbundes, überreichte ihr „zum Einstand“ drei pädagogische Bücher, darunter ein brandneues „Die Bildungsweltmeister“.

Pater Friedrich Emde freute sich als Provinzial und Gesellschafter der Schule, dass mit Weigele eine kompetente Nachfolgerin für Klaus Amann und eine Person gefunden wurde, die das Schulprofil im salvatorianischen Sinne weiterpflegen wird.

Der Bad Wurzacher Bürgermeister, der selbst am Salvatorkolleg sein Abitur gemacht hatte, freute sich, nach dem Outboarding von Klaus Amann in seinen ersten Amtswochen nun auch Marion Weigele als dessen Nachfolgerin beim „Inboarding“ begrüßen zu dürfen. Er schenkte ihr u.a. einen symbolischen Krebs, das Wappentier der Stadt Bad Wurzach. Für ihn geht die enge Verbundenheit zu der Schule weit über seine eigene Schulzeit hinaus: Die Stadt ist auch Mitträger des Schulbetriebes. Und seit kurzem sei man auch Nachbarn, seit die Verwaltung ins Schloss eingezogen ist.

Julia Deyringer sprach im Namen des Elternbeirates von einem großen Konzert in der Schule: Die Lehrerschaft, die versuche, die Dynamik der Schüler organisatorisch im Dreiklang zu halten, die Eltern, die den Takt vorgeben und halten. Dafür gab es vom Elternbeirat ein Überlebenspaket für die Schulleiterin: Eine sehr lange Schnur als Geduldsfaden und Oropax für die manchmal schrägen Töne der Schüler.

Der geschäftsführende Schulleiter der Wurzacher Schulen, André Radke, lud sie ein, Teil des gemeinsamen Schulnetzwerkes zu werden. „Sie werden unsere gemeinsamen Treffen bereichern,“ ist sich Radke sicher. Er zitierte Henry Ford: „Zusammenkommen ist ein Beginn, Zusammenbleiben ist ein Fortschritt, Zusammenarbeit ist ein Erfolg.“

Marion Weigele war es dann vorbehalten, mit ihren Dankesworten den Schlusspunkt hinter die Feier zu setzen. Es sei mutig gewesen, nach vielen Jahren von Köln nach Oberschwaben zu ziehen. „Es ist aber nicht entscheidend welchen Weg du gehst, sondern dass man geht und das Ziel im Auge behält.“ Die im Gottesdienst angesprochenen Begriffe Salz und Licht seien gute Beispiele dafür, „welche Haltung wir brauchen“. Dafür brauche es einen guten Kompass – dabei präsentierte sie das Gerät, das sie einst von einem ihrer Schulleiter geschenkt bekommen hatte – um Schule sichtbar und hörbar zu machen.

„Die Profilelemente dieser Schule sind die Fundamente unserer Gesellschaft, wir stehen in der Verantwortung für die Gesellschaft.“ Sie verglich das Profil mit dem Herkules des Barocktreppenhauses: „Wir alle stehen immer an einer Weggabelung.“ Aufgabe der Schule sei es nicht, den Schülern vorzuschreiben, welchen Weg sie zu gehen haben. „Wir müssen sie so stark machen, dass sie selbst den richtigen Weg finden.“

Dass die neue Schulleiterin – die selbst sehr musikalisch ist – damit die richtigen Töne getroffen hatte, bewies der langanhaltende begeisterte Applaus der Anwesenden.
Bericht und Bilder: Uli Gresser

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