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Isny – Mehr Parkgebühren und weniger Parkscheinautomaten. Das beschloss der Gemeinderat Isny am Montagabend (28.9.) in seiner öffentlichen Sitzung einstimmig. Dafür gibt es künftig längere Stehzeiten für die Fahrzeuge. Damit wolle die Verwaltung „einen Mittelweg fahren“, sagte Klaus Hägele, der Sachgebietsleiter Ordnungswesen in der Stadtverwaltung dazu.
Per Handy-App oder Isny-Vignette. Wer bisher damit ein Jahr lang auf städtischem Grund überdacht in Isny parken wollte, konnte das für 240 Euro tun. Also für 20 Mark pro Monat. Auf privat vermieteten Stellflächen ließen sich Autos dagegen für 60 bis 60 Euro einen Monat ruhen. So die Zahlen, die Ordnungsamtsmann Klaus Hägele am Montagabend dem Gemeinderat nannte.
Trotz dieser vergleichsweise sehr günstigen Tarife nahm die städtische Parkraumbewirtschaftung zuletzt pro Jahr 290.000 Euro aus Gebühren ein. Ausgaben: 282.000 Euro. Also ein Überschuss von 8.000 Euro. Verglichen mit jetzt anstehenden Unterhaltungskosten der Parklätze – wie Sanierung von Dächern drüber – seien diese 8000 Euro aber nur „ein Tropfen auf den heißen Stein“. Außerdem müsse die knappe städtische Kassenlage im Blick gehalten werden. So Klaus Hägele.
Mehr Einnahmen aus Parkgebühren erhoffe sich die Stadtverwaltung aber nicht allen aus höheren Gebühren, sondern über geringere Kosten. Sprich: Sparen. Nach bisherigem Vorgehen müssten bald 19 neue Parkscheinautomaten angeschafft werden. Stattdessen setze die Stadt künftig mehr auf ihre Handy-App. Folglich müsse sie nur drei neue Parkscheinautomaten anschaffen. Denn an einigen Stellen solle Barzahlung möglich bleiben. Etwa am Festsaal Neutrauchburg.
Wer ab 2027 in Isny unter Dach und auf städtischem Grund ein Jahr lang parken wolle, entrichte dafür 480 Euro. Sprich: 40 Euro pro Monat – oder 1.33 Euro je Tag. Wer nur gelegentlich im „Oval“ (also in der Altstadt) sein Heilix Blechle abstellen wolle, lege dafür für 10 Minuten dann 30 Cent hin.
Isny gelte mit seiner Parkraumbewirtschaftung als vorbildlich, sagte Ordnungsamtsmann Hägele am Montagabend dem Gemeinderat. Hägele habe das Isnyer System schon im Ministerium erläutern dürfen. Demnächst halte er einen ähnlichen Vortrag beim Bund für Umwelt- und Naturschutz Deutschlands (BUND). Alle anwesenden Mitglieder des Gemeinderats hoben zustimmend ihre Hände dazu.
Julian Aicher





























