51 Ehrenamtliche nehmen sich Zeit für Fortbildung, Austausch und Gemeinschaft


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Kißlegg– Ein Kinderfoto hier, ein erstaunter Blick dort, dazwischen herzliches Lachen: Beim zweitägigen Seminar der Hospizgruppe Kißlegg wurde nicht nur gelernt, sondern auch erinnert, erzählt und gemeinsam gelacht. 51 ehrenamtliche Hospizbegleiter machten sich mit Omnibus Strasser auf den Weg ins Bildungshaus Untermarchtal. Im Mittelpunkt stand die Erinnerungs- und Biographiearbeit – und damit letztlich das, was Menschen ein Leben lang prägt.
Wie wichtig es ist, genau hinzuhören, wurde während der Fortbildung schnell deutlich. In Impulsvorträgen der beiden Koordinatorinnen und von Dr. Marlene Lippok erhielten die Teilnehmer neue Anregungen für ihre Begleitung schwer kranker und sterbender Menschen. In Einzel- und Gruppenarbeiten tauchten sie anschließend selbst in die eigene Lebensgeschichte ein.
Was hat mich geprägt? Welche Menschen haben meinem Leben eine besondere Richtung gegeben? Welche Wendepunkte gab es – und an welche glücklichen Augenblicke erinnere ich mich besonders gerne?
Solche Fragen öffneten den Blick für die vielen kleinen und großen Geschichten, die einen Menschen ausmachen. Zugleich wurde deutlich, wie viel Fingerspitzengefühl es braucht, wenn man nach der Lebensgeschichte eines anderen Menschen fragt. Erinnerungen sind kostbar, können aber auch schmerzhafte oder traumatische Erfahrungen ans Licht bringen. Achtsames Zuhören, Respekt und ein behutsamer Umgang mit dem Erzählten sind deshalb unverzichtbar.
Wer ist wer?
Für eine besonders heitere Seite der Biographiearbeit sorgten die Kinderfotos der Seminarteilnehmer. Wer ist wer? Beim gemeinsamen Rätselraten wurde so manches Geheimnis gelüftet – und es wurde herzlich gelacht. Die Fotos machten deutlich: Hinter jedem Gesicht steckt eine eigene Geschichte.
Die Lachmuskeln wurden am Abend ordentlich gefordert: Die „TabuTanten“ sorgten mit „Sie werden lachen – es geht um den Tod“ für einen höchst amüsanten, spritzigen und unterhaltsamen Abend.
Auf vielfachen Wunsch stand außerdem eine Klosterführung mit Schwester Gabriele auf dem Programm. Dabei erhielten die Teilnehmer interessante Einblicke in die Geschichte und das Leben des Klosters.
Ein besonders bewegender Abschluss des zweitägigen Seminars war das gemeinsame Singen von „Großer Gott, wir loben dich“. Begleitet vom kraftvollen Trompetenklang erfüllte der Gesang den Raum und machte das Finale zu einem eindrucksvollen und verbindenden Erlebnis.
So wurde das Seminar zu weit mehr als einer reinen Fortbildung. Es bot Raum, Neues zu lernen, sich selbst und andere besser kennenzulernen, Erfahrungen auszutauschen und als Gruppe zusammenzuwachsen.






























