Zum Hauptinhalt springen
ANZEIGE
ANZEIGE
Ein Partnerunternehmen der Bildschirmzeitung
Besuch aus der Bretagne rund ums Weinfest

In Kißlegg wird die deutsch-französische Freundschaft an der Basis gepflegt

Foto: US
Darauf freuten sich wieder viele Kißlegger: Frische Austern aus der Bretagne (Archivbild von 2022).
veröffentlicht am: 17.09.2026
Autor: Ulli Stark
Lesedauer: ca. 4 Minuten

Kißlegg – Austern, Galettes, Cidre, Crémant … Spezialitäten aus der Bretagne finden in und um Kißlegg zuverlässig ihre Liebhaber. Deutlich wurde das einmal mehr beim Weinfest am 13. September in der Turn- und Festhalle. Im Kern ging es dem Deutsch-Französischen Gesellschaftskreis Kißlegg (DFGK) sowie dem Partnerschafts-Komitee aus Le Pouliguen als Organisatoren um viel mehr: Die Pflege der deutsch-französischen Freundschaft an der Basis. DFGK-Mitglied Ulli Stark berichtet:

Rund dreißig Franzosen hatten dafür die rund 1200 Kilometer lange Reise ins Allgäu auf sich genommen und die Köstlichkeiten von der Atlantikküste mitgebracht. Während der Musikverein Kißlegg zum Frühschoppen aufspielte, fanden die Austern schon reißenden Absatz. Auch vor dem Stand mit Cidre, Weißwein und dem feinperlenden Crémant bildeten sich Warteschlangen. Nach zwei Stunden waren alle Schalentiere aufgegessen; am späteren Nachmittag gab es auch nichts Flüssiges mehr aus der Bretagne. Was an Galettes und Crêpes übrigblieb, verteilten die Franzosen an die Helfer.

Zur guten Stimmung beim Weinfest hatten außerdem die Leupolzer Hirschbläser mit ihren Alphörnern sowie die Sängerin Claudia Böhm beigetragen, die mit ihren französischen und deutschen Chansons sogar zum Tanzen anregte. Zu guter Letzt hatte die Gumpig-Band für Stimmung gesorgt. Deren Mitglieder Karl-Heinz Meschenmoser und Werner Braun, auch als „‘s kloi Duranand“ (Das kleine Durcheinander) unterwegs, animierten sogar einige Franzosen zu einem kleinen Musikspektakel. Dankbar erinnerte Harald Brugger als DFGK-Vorsitzender daran, dass die Kißlegger Vereine sich bei solchen Gelegenheiten aufeinander verlassen könnten: So sorgten die Landfrauen für frische Salate mit Maultaschen, die Deutsch-Italienische Gesellschaft für Kaffee und Kuchen und die Badminton-Abteilung des SV Waltershofen für Gegrilltes.

„Sich aufeinander verlassen können“

„Sich aufeinander verlassen können“, gerade zwischen Deutschen und Franzosen, darum ging es auch beim Grußwort von Bürgermeister Dieter Krattenmacher. Die Wahl in Sachsen-Anhalt hätte gezeigt, dass „es einige nicht verstanden haben“. Umso mehr schätze er die langjährige Partnerschaft mit Le Pouliguen. Der Besuch in den Tagen rund ums Weinfest zeige, wie intensiv die Freundschaft zwischen den beiden Ländern an der Basis gepflegt werden könne.

Im Zentrum des Besuchsprogramms stand der Hopfenanbau rund um Tettnang. Großen Zuspruch bei Gästen wie Gastgebern fanden die Panoramawanderung bei Sulzberg sowie der Almabtrieb in Immenried. In der dortigen Sporthalle hatten die Tischtennisfreunde Kißlegg zudem ein kleines Turnier ausgerichtet.

Die 50-Jahr-Feier im Blick

Die Partnerschaft besteht inzwischen seit 1978. 2027 ist turnusgemäß das Bierfest in Le Pouliguen vorgesehen. Isabelle Bréerette kündigte als ehrenamtliche Vorsitzende des dortigen Komitees an, dass man sich bereits erste Gedanken für die 50-Jahr-Feier im Jahr 2028 mache.

Bilder vom Besuch aus Frankreich

Um die Mittagszeit war die Turn- und Festhalle gut gefüllt.

Schon zum Frühschoppen sorgte der Musikverein Kißlegg für Stimmung.

Der feinperlende Crémant aus dem Loiretal passt gut zu den Austern.

ANZEIGE

Claudia Böhm begeisterte mit ihren Chansons Franzosen wie Deutsche. Foto: Wolfgang Schuwerk

Begrüßung durch Bürgermeister Dieter Krattenmacher und Harald Brugger (re.). Birgit Wiest übersetzte für die französischen Gäste.

Die Gumpig-Band heizte gegen Ende noch einmal richtig ein.

Karl-Heinz Meschenmoser (vorne links) und Werner Braun (vorne rechts) alias „’s kloi Duranand“ präsentierten ein schräges Musikinstrument in Form einer schwarzbunten Holzkuh und animierten einige Franzosen zu einem kleinen musikalischen Spektakel.

Zwar trinken die französischen Gäste aus Le Pouliguen eher Wein. Dennoch fand die Exkursion nach Tettnang mit der Wanderung auf dem Hopfenpfad großen Anklang. Dabei kam auch zum Ausdruck, dass sich die Arbeiten in den Hopfenfeldern und im Weinberg an einigen Stellen ähneln.

Die Berggipfel des Bregenzer Waldes versteckten sich während der Wanderung in Sulzberg zwar meist hinter Wolken. Doch auch das Licht- und Schattenspiel vermochte die bretonischen Gäste zu begeistern.

Es war ein erster Versuch und könnte auch in Zukunft Teil der Delegationsreisen werden: gemeinsam Tischtennis spielen (hier in der Sporthalle Immenried).

Text und die meisten Fotos: Ulli Stark

ANZEIGE
Ulli Stark
veröffentlicht am
17.09.2026
Lesedauer: ca. 4 Minuten
Beitrag teilen
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
Ein Partnerunternehmen der Bildschirmzeitung
Neueste Beiträge
Ein Partnerunternehmen der Bildschirmzeitung
Diese Anzeige kann aufgrund Ihrer Netzwerkeinstellungen nicht angezeigt werden.