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Region – Am Donnerstag, 10. September, werden beim bundesweiten Warntag erneut Sirenen und Warnsysteme getestet – ein wichtiger Baustein der Krisenvorsorge. Doch bei Stromausfall, Cyberangriff, Extremwetter oder dem Ausfall wichtiger Infrastrukturen ist ebenso entscheidend, ob Behörden, Einsatzkräfte und Versorgungsunternehmen handlungsfähig bleiben. Diese Phase steht beim BOS-Tag 2026 des Staatsanzeigers für Baden-Württemberg am 19. November im Landratsamt Rastatt im Mittelpunkt. Unter dem Motto „Kritische Infrastruktur schützen“ geht es um Krisenvorbereitung, Entscheidungen unter schwierigen Bedingungen und Zusammenarbeit.
Von der Warnung zur konkreten Krisenbewältigung
In Krisenlagen zählt vor allem, welche personellen, technischen und organisatorischen Fähigkeiten kurzfristig verfügbar sind. Anne Eversheim, Referentin für nationales Ressourcenmanagement beim Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK), beschäftigt sich beim BOS-Tag mit der länderübergreifenden Unterstützung in Krisenlagen. Sie zeigt, wie sich vorhandene Fähigkeiten und Ressourcen erfassen, koordinieren und gezielt dort einsetzen lassen, wo sie gebraucht werden. Auch die Energieversorgung spielt für die Handlungsfähigkeit von Staat und Gesellschaft eine zentrale Rolle. Dr.-Ing. Bernd Calaminus, Leiter Business Resilience bei der EnBW Energie Baden-Württemberg AG, zeigt, wie Unternehmen Krisen- und Notfallstrukturen vorbereiten und welche Bedeutung abgestimmte Abläufe zwischen Energieversorgern und Behörden haben. Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf Cyberangriffen gegen kritische Infrastrukturen. Daniel Alves de Jesus von der Cybersicherheitsagentur Baden-Württemberg zeigt anhand von Praxisbeispielen, welche Strukturen nach einem Angriff greifen müssen, wie sich Zuständigkeiten klären lassen und welche Schritte für eine geordnete Krisenbewältigung entscheidend sind.
Weitere Programmpunkte befassen sich unter anderem mit digitaler Strafverfolgung, dem Einsatz von Drohnen bei der Polizei sowie mit der gesamtstaatlichen Sicherheitsvorsorge.
Zum Schutz der kritischen Infrastruktur
Der BOS-Tag bringt Fach- und Führungskräfte aus Behörden und öffentlichen Organisationen mit Expert:innen aus verschiedenen Bereichen zusammen. Sie erhalten praxisnahes Wissen, um sich auf Gefahrensituationen vorzubereiten und Sicherheitskonzepte weiterzuentwickeln. „Der Warntag zeigt, ob eine Warnung die Menschen erreicht. Im Ernstfall stellt sich unmittelbar danach die schwierigere Frage: Können Behörden, Einsatzkräfte und Betreiber kritischer Infrastrukturen auch unter eingeschränkten Bedingungen weiterarbeiten? Genau mit diesen Abläufen und Abhängigkeiten beschäftigen wir uns in Rastatt“, sagt Dr. Alexander Teutsch, Geschäftsführer des Staatsanzeigers für Baden-Württemberg.
Der BOS-Tag 2026 findet in Kooperation mit der Gewerkschaft der Polizei Baden-Württemberg sowie mit Unterstützung des Landkreises Rastatt statt. Die Schirmherrschaft übernimmt Manuel Hagel, stellvertretender Ministerpräsident und Minister des Inneren, für Digitalisierung und Europa des Landes Baden-Württemberg. Die Veranstaltung findet am Donnerstag, 19. November, im Landratsamt Rastatt statt. Eine Teilnahme ist vor Ort sowie online möglich. Das vollständige Programm und alle Möglichkeiten zur Anmeldung stehen unter www.bos-tag.staatsanzeiger.de.
SERVICE UND INFORMATION
TERMIN
Donnerstag, 19. November 2026
09.00 – 17.00 Uhr
VERANSTALTUNGSORT
Landratsamt Rastatt
Am Schlossplatz 5
76437 Rastatt
ANMELDUNG
Anmeldungen sind online möglich bis zum 30. Oktober. Weitere Informationen sowie die Möglichkeit zur Anmeldung finden sich unter bos-tag.staatsanzeiger.de
PREIS
Preis pro Person:
249,00 €



































