Naterra Festival zwo: Eine Erweiterung, die sich bezahlt machte
Eggmansried – Nach der erfolgreichen Premiere im Vorjahr fand nun am Samstag, 22. August, zum zweiten Mal das Naterra-Festival für Jung und Alt auf der Oberschwäbischen Straußenfarm bei Eggmannsried in Bad Wurzach statt. Inmitten der Natur erwartete die Besucherinnen und Besucher ein vielseitiges Programm mit melodischer Technomusik sowie gigantischer Lichtshow. Zahlreiche nationale und internationale Künstler präsentierten ihre Musik auf zwei Bühnen und sorgten für ein besonderes Festivalerlebnis am Waldrand.
Ergänzt wurde das musikalische Angebot durch regionale kulinarische Spezialitäten, wie etwa Straußen-Burger, verschiedene Bars, Tattoo- und Schmuckangebote, eine Chill-Area sowie weitere Attraktionen. Für die Anreise standen Fahrradstellplätze und Parkmöglichkeiten zur Verfügung. Zusätzlich wurden wieder ein Shuttlebusservice ab Ravensburg, Weingarten, Bad Waldsee, Biberach, Leutkirch und Bad Wurzach angeboten, der im Vorverkaufspreis mit inkludiert war.
Am Anfang stand im Herbst vor zwei Jahren die Idee von Kevin Burger und seiner Freundin, die beide gerne selbst auf Festivals mit elektronischer Musik gehen, gemeinsam mit Freunden so etwas auch hier in Oberschwaben aufzuziehen, denn ein solches fehlte ihnen hier. Der Begriff Naterra ist ein Kunstwort und setzt sich aus Natur(a) und Terra (= Mutter Erde) zusammen. Und Mutter Natur zeigte sich diese auch dem Festival sehr aufgeschlossen gegenüber: Denn trotz der Regenfälle und des kleinen „Schüttlers“ vor Beginn des Festivals konnte das Festival wie vorgesehen stattfinden. Denn hätte es in der Woche zuvor nicht geregnet, wäre es auch für das Festival aufgrund der hohen Waldbrandgefahr im Wortsinne „brenzlig“ geworden.
Nach der Premiere des Naterra-Festivals im vergangenen Jahr auf einer Waldlichtung in unmittelbarer Nähe zur Straußenfarm bei Eggmannsried fand nun die Neuauflage auf dem demselben Gelände in erweiterter Form statt. In diesem Jahr wurde neben der Hauptbühne in einer kleinen Waldlichtung noch eine kleine Nebenbühne, die Forrest Stage, bespielt: Auf ihr zeigten DJ Lärmschutz (Progressive House), Numi Mahal (Hardgroove Tribal) , Soltobe (Afro House), Arrakis (Hypnotic House), Malian (Melodic Techno) und Manthem (Melodic House) ihre Kunst an den Reglern und Plattenteller. Damit sich dort auch alle an das absolute Rauchverbot hielten, hatte der Veranstalter zum einen einen Sicherheitsdienst engagiert und zum anderen beobachtete die Freiwillige Feuerwehr Unterschwarzach mit Argusaugen und bereitgelegten Schläuchen die Szenerie.
Dass das Festival auf jeden Fall eine Fortsetzung erfahren wird, zeigte der starke Besuch: Es kamen mehr Leute als im Vorjahr, als rund 2500 Besucher aus Nah und fern das Gelände bevölkerten. Und diese waren begeistert, wie die vielen positiven Rückmeldungen schon im Verlauf des Abends signalisierten. Denn es herrschte echte Feierstimmung, wozu nicht nur die Top Acts auf der Naterra Stage beitrugen. Los ging es am frühen Nachmittag mit Francies (Minmal/Deeptech), Pascal Wüst (Deephouse/Tecno), Nelle (Melodic Techno). Claudius, der Techno in Reinkultur spielte, wurde vor der großen Videowand mit Einbruch der Dämmerung toll in Szene gesetzt, dem Pretty Pink mit ihrem elektronischen Dancefloor Mix noch eins draufsetzte.
Spätestens danach gehörte den Acts Matt Sassari mit seinem Mix aus Techno und House, Sandar Sánchez (Techno) und Polar mit seinem Melodic -Techno die volle Aufmerksamkeit, unter anderem natürlich auch wegen ihrer tollen Lichtshows.
Doch bis es soweit war, hatten die Festivalbesucher in der Chill-Zone noch allerlei andere Beschäftigungsmöglichkeiten: Etwa u.a. das Yoga-Programm oder die Damen konnten sich ein Glittermakeup verpassen lassen. Es konnten aber auch Spiele gespielt werden, man konnte sich Tarot-Karten legen lassen, oder auch ein Tattoe sich stechen lassen. Oder es konnte, wie schon der Name der Chill-Area es aussagte, einfach gechillt werden.
Die Veranstalter konnten das anvisierte Ziel, mehr Besucher als im Vorjahr zu begeistern, erreichen. Sehr zufrieden konnten sie auch sein, dass alle Besucher und DJ sehr gechillt zu Werke gingen. Es kam zu keinerlei Zwischenfällen. Und die Rückmeldungen, die den Inhaber der oberschwäbischen Straußenfarm erreichten, waren durchweg positiv und forderten geradezu, dass das Festival auch im nächsten Jahr wieder dort stattfinden soll.
Bericht und Bilder: Uli Gresser
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