Bad Wurzach – Zum Samstagabend gehört beim großen Reitturnier des RFV Bad Wurzach nun auch ein Show-Teil. Wer – egal ob Reiter oder Zuschauer – Lust hatte konnte sich zu dem Triathlon der besonderen Art anmelden: Bei Schubkarrenrennen, Bierkistenhindernislauf und Bull-Riding war Geschicklichkeit bei den neun angetretenen Teams gefragt.
Nachdem es Moderator Marco Menig einmal vorgemacht und den Modus erklärt hatte, konnte es losgehen. Den Anfang machte bei jedem Dreierteam der oder die Schubkarren-Slalomfahrer/in – dabei ging es Slalom um verschiedene Hindernisse herum sowie durch einen kleinen Wassergraben. Anschließend war das ganze Team gefordert, möglichst schnell auf drei Bierkisten balancierend á la Belgischem Kreisel im Radsport über ein Hindernis zu kommen. Von der dabei benötigten Zeit, wurde danach für das Endergebnis die Zeit abgezogen, die der jeweilige Kandidat sich im Sattel des störrischen, elektronisch vom Chef des RFV, Bernd Burkhart persönlich gesteuerten „Bullen“, hielt.
Es wurde eine große Gaudi für alle. Die zahlreichen Zuschauer, welche die Aktiven fleißig anfeuerten, hatten ihren Spaß. Nach neun Durchgängen stand fest: Die symbolische Rote Laterne ging an die VfB-Fans. Auf Platz acht kam SWU, was bei diesem Namen – Nomen est Omen – kein Wunder war: Saufa, wackla, umfalla – kein Wunder war. „Schneller als Schmitt´s Katz“ konnte die Erwartungen, die ihr Namen versprach, nicht ganz erfüllen und wurden Siebte. „Jägers Mädla“ kamen auf Rang sechs, während das nächste reine Damen-Team „Drei Engel für Härbärt“ sich Platz fünf erarbeiteten. Knapp das Podest verfehlte das einheimische Team Fugunt. Von sich überzeugt, aber auch erfolgreich, waren die Jungs (Fußballer?) von Erotica Madrid, die als dritte den Sprung aufs Podest schafften, das für – Reiten ist nun einmal ein Individualsport – für Einzelpersonen gedacht, das Halten darauf sich für die drei Jungs zu einem ähnlichen Balanceakt auswuchs wie der Bierkisten-Walk beim Wettbewerb. Auch die zweitplatzierte Mannschaft „BAG und dr Menze isch au drbei“ hatte mit zwei gestandenen Mannsbildern ähnliche Probleme. Das rein weibliche Siegerteam „3-fach umwerfend“ hatte schon Erfahrung mit solchen und ähnlichen Spaßwettkämpfen, etwa beim Pferdefestival in Hauerz, so dass der Mannschaftsname durchaus auf ihre Wettkampfcleverness bezogen werden konnte.
Wie es sich für ein richtiges Podium gehörte, gab es für jede Mannschaft neben anderen Preisen auch eine Pulle Sekt. Was man damit machen kann, war allen drei Mannschaften wohlbekannt. Und so dauerte es nur Sekunden bis das Podium nach der viel zu kurzen Sektdusche wieder für andere Aufgaben frei wurde…
Denn diese gab es durchaus noch: Galt es doch noch, die besten drei Sponsorenfilme, die auf der Videowand gezeigt wurden, gebührend zu präsentieren und zu prämieren.
Im Anschluss an die Siegerehrung gab es noch bis Mitternacht die obligatorische Samstagabend Disco.
Bericht und Bilder: Uli Gresser
Viele Bilder in der Galerie
















































