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Regierungspräsident Tappeser: „Ich danke Dir für Deine geleistete Arbeit“

Minutenlanger Applaus für die scheidende Bürgermeisterin

Nach ihrer letzten Rede als Bürgermeisterin erhob sich der ganze Saal und spendete minutenlang Beifall. Uli Gresser
veröffentlicht am: 11.07.2026
Autor: Uli Gresser, rei
Lesedauer: ca. 5 Minuten

Bad Wurzach – Stehenden Applaus erntete Bürgermeisterin Alexandra Scherer beim traditionellen Frühstück im Kursaal für prominente Gäste und Blutreiter-Veteranen. Ihre Ansprache am Morgen des Blutfreitages war ihr letzter offizieller Auftritt; am 15. Juli endet ihre Amtszeit.

Regierungspräsident Klaus Tappeser geht nach Alexandra Scherers letzter Rede als Bürgermeisterin auf diese zu und reicht ihr die Hand. Der ganze Saal hat sich erhoben und spendet stehend Applaus.

Es war für Bürgermeisterin Alexandra Scherer sichtlich eine Freude, Klaus Tappesser, dessen Amtszeit als Regierungspräsident ebenfalls demnächst endet, in Bad Wurzach als weltlichen Ehrengast begrüßen zu können. „Du warst unserer Stadt immer sehr wohlgesonnen und ein immer gern gesehener Gast hier“, sprach sie ihn direkt an.

„Es waren acht herausfordernde Jahre hier in Bad Wurzach und das Ende hätte ich mir anders gewünscht, aber s‘ isch, wia’s isch“! Sie übergebe ihrem Nachfolger Florian Schiller – der, wie es sich gehört, ebenfalls anwesend war – eine gut aufgestellte Gemeinde. Am Ende ihres Grußwortes dankte Alexandra Scherer allen, „die mit mir zusammen die Stadt vorangebracht haben, für die gute Zusammmenarbeit.“ Dafür erntete sie minutenlang stehende Ovationen.

Die Würdigung durch Klaus Tappeser

Klaus Tappeser macht letzte Notizen für seine Eloge auf Alexandra Scherer.

Der Regierungspräsident legt sich gehörig ins Zeug.

Und wendet sich der scheidenden Bürgermeisterin direkt zu. Dabei findet er auch heitere Worte …

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… und ernste.

Klaus Tappeser würdigte die Arbeit von Alexandra Scherer als Bürgermeisterin. Sie hinterlasse ihrem Nachfolger eine prosperierende Gemeinde. Es sei in Deutschland gerade schick, das Glas als halbleer anzusehen. Das sehe er hier nicht so. „Ich bin stolz, was hier mit unser aller Geld gemacht wurde.“ Die Einzelhandelsstruktur in Bad Wurzach sei für eine Stadt dieser Größenordnung sehr gut. Er habe noch gut in Erinnerung, wie um den Kurbetrieb gekämpft wurde. Er freute sich, als er hier spazieren ging, über die neuen Brücken im Kurpark. Auch die Diskussionen, wie es beim Schulzentrum weitergehen soll, habe er noch gut in Erinnerung. „Es war eine schöne Zeit. Ich danke Dir für Deine geleistete Arbeit“, sprach der Regierungspräsident die scheidende Bürgermeisterin direkt an.

Ehrengäste

In ihrer Ansprache zuvor hatte Alexandra Scherer auch zwei der drei Ehrenbürger der Stadt begrüßt, neben Alois Fimpel den „noch ganz neuen Ehrenbürger“ Robert Stützle, dem diese Ehre für vielfältiges soziales und kommunalpolitisches Engagement sowie als Mitbegründer der Bürgerstiftung zuteil wurde. Der dritte Ehrenbürger, Altbürgermeister Hellmuth Morczinietz, konnte aus Altersgründen nicht kommen.

Als weitere Gäste begrüßte Frau Scherer die Geistlichkeit, darunter den ehemaligen Stadtpfarrer und Träger der Bürgermedaille der Stadt Norbert Wahl sowie die Generaloberin des Klosters Reute,Maria Hanna Löhlein und von der Evangelischen Kirchengemeinde Pfarrerin Cora Boettiger. Neben den Kirchengemeinderäten begrüßte Alexandra Scherer auch Gemeinde- und Ortschaftsräte sowie aus der kommunalen Familie zahlreiche Bürgermeister-Kolleg(inn)en.

Dank für alle, die am Heiligblutfest mithelfen

„Der diesjährige Festprediger, Abt Dr. Marianus Bieber aus der Benediktinerabtei Niederaltaich, hat das Heilig-Blut-Fest dieses Jahr unter den Satz ,Blut für die Welt! – Was bedeutet uns das Kreuz Christi?‘ gestellt“, sagte Alexandra Scherer. „Ich finde, diese Frage ist angesichts der aktuellen Lage in unserem Staat und unserer Gesellschaft sehr berechtigt, sie passt auch sehr gut zum Sinn unseres Heilig-Blut-Festes.“ Diese Wallfahrt, die Stadt, Kirchengemeinde und Salvatorianer gemeinsam ausrichteten, böte Gelegenheit für Pilger,  den Glauben zu vertiefen. Die scheidende Bürgermeisterin dankte den zahlreichen Helfern, die dafür sorgten, dass das Fest so würdig und gut organisiert stattfinden könne.

Auf der Ehrentribüne

Vor dem Frühstück hatten die Ehrengäste auf der Ehrentribüne beim Rathaus dem Auftakt des Blutrittes mit der Segnung der Reiter am Schloss-Altar beigewohnt. Gekommen waren unter anderem Landrat Harald Sievers, der Landtagsabgeordnete a.D. Helmut Kiefl, Landesminister a.D. Rudolf Köberle, MdB a.D. Waldemar Westermayer, der Vizepräsident des Polizeipräsidiums Ravensburg Björn Maurer sowie der Leiter des Polizeireviers Leutkirch; des weiteren Unternehmer, hochrangige Vertreter der Banken, auch Gemeinderäte und die Geistlichkeit beider Konfessionen. Landrat Harald Sievers hatte mit Thomas Lötsch den Leiter des Dezernats Kreisentwicklung, Wirtschaft und ländlicher Raum mitgebracht, der als Wurzacher Bürger keine große Anreise zurückzulegen hatte.

Anschließend begab man sich zum Frühstück ins Kurhaus. Als Ehrengast des diesjährigen Heiligblutfestes durfte Regierungspräsident Klaus Tappeser sich im Anschluss an sein Grußwort in das Goldene Buch der Stadt eintragen, das im Übrigen auf eine Initiative von Alexandra Scherer zurückgeht.

Nach der Eintragung (Bild) war es bald an der Zeit, sich auf den Weg zum Gottesberg zu machen, um dort pünktlich zum Pontifikalamt mit Abt Dr. Marianus Bieber anzukommen.
Text und Fotos: Uli Gresser

Weitere Bilder in der Galerie

Unsere bisherige Berichterstattung zum diesjährigen Heiligblutfest finden Sie nachstehend unter „Lesen Sie hierzu auch“

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