Bad Wurzach – Die Stadt Bad Wurzach lud zur Eröffnung der Wanderausstellung des Umweltministeriums Baden-Württemberg „So saniert man erfolgreich“ am Donnerstag, 2. Juli, ins Foyer des Amtshauses Bad Wurzach ein. Stadtbaumeister Andreas Heine-Strahl und der Energie- und Klimaschutzmanager der Stadt, Lutz Schmithausen, auf dessen Initiative hin die Ausstellung nach Bad Wurzach geholt wurde, führten in die Ausstellung ein.
Die Ausstellung im Amtshaus zeigt bis 15. Juli praxisnah, wie alte Gebäude energieeffizient modernisiert werden können: von Dämmung und Wärmeschutzfenstern über Lüftungsanlagen mit Wärmerückgewinnung bis hin zu erneuerbaren Heizsystemen wie Wärmepumpen und Pelletheizungen. Zusätzlich werden erfolgreich sanierte Häuser aus Baden-Württemberg vorgestellt.
Denn darauf wies Stadtbaumeister Andreas Heine-Strahl in seiner kleine Ansprache hin: „Das Land Baden-Württemberg hat sich das Ziel gesetzt, bis zum Jahr 2040 klimaneutral zu sein.“ Fünf Jahre später sollten dies auch die Kommunen sein.
Um dieses Ziel innerhalb der nächsten 14 bzw. 19 Jahre zu erreichen, stehe man beim Gebäudebestand vor großen Herausforderungen: Innerhalb dieser Zeitspanne müsse der Wärmebedarf bei Gebäuden landesweit drastisch reduziert werden.
Hauseigentümer, deren Immobilie in die Jahre gekommen sei, müssten in der Regel Sanierungsmaßnahmen ergreifen: Veraltete Heizungen, undichte Fenster, schlechte Dämmung der Gebäudehülle: „Das verursacht hohe Heizkosten und ist schlecht fürs Klima.“
Wer sich mit einer Sanierung befasse, auf den kämen viele Fragen zu: Was ist am dringendsten? Wo fange ich an? Wer kann mich beraten? Was kostet das?
Aber eine Sanierung biete auch immer Gelegenheit, sich mit weiteren grundsätzlichen Fragen zu befassen, etwa zum Thema Barrierefreiheit, um sein Heim auch im Alter noch nutzen zu können. Oder eine räumliche Verkleinerung, um eventuell einen Teil des Hauses vermieten zu können.
Um diese zahlreichen Fragen vor einer Entscheidung zu beantworten, dafür hat das Umweltministerium das Programm Zukunft Altbau aufgelegt, um Wohnungs- und Hausbesitzer firmenneutral über den Nutzen und die Möglichkeiten der Altbausanierung aufzuklären. Lutz Schmithausen erklärte, die Ausstellung tourt seit der Coronazeit durchs Land und wurde seitdem auch schon mehrfach aktualisiert.
Auf den Stellwänden zeigt die Ausstellung, wie mit Dämmungs- und Lüftungsmaßnahmen und mit neuen Heizungsarten Energie eingespart werden kann, aber auch wie die Förderquote für diese Maßnahmen optimiert werden kann. Gezeigt werden auch einige Vorher-Nachher Beispiele, darunter auch, wie aus einem 450 Jahre alten Fachwerkhaus ein KfW-Effizienzhaus entstanden ist.
„So saniert man erfolgreich“ wurde vom Umweltministerium Baden-Württemberg im Rahmen des Informationsprogramms „Zukunft Altbau“ gefördert. Die Wanderausstellung informiert auch über die verfügbaren Fördermöglichkeiten. Weitere Informationen und kostenlose Beratung gibt es unter Telefon 08000/12 33 33 oder per E-Mail an beratungstelefon@zukunftaltbau.de.
Öffnungszeiten der Ausstellung von 2. bis 15. Juli: Montag bis Freitag: 9.00 Uhr bis 12.00 Uhr; zusätzlich Donnerstag: 14.00 Uhr bis 18.00 Uhr.
Heine-Strahl und Schmithausen wiesen auch bereits auf die nächste Aktion hin: Am Fit-Fun-Shopping Tag 2027, am 14.03.2027, wird auch das Sanierungsmobil von Zukunft Altbau in Bad Wurzach vor Ort sein.
Bericht und Bilder: Uli Gresser
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