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    Das Denkmal kommt im Herbst in der Werkstatt

    Anton von Gegenbaur-Büste strahlt wieder frisch in Weiß

    Foto: Rainer Jensch
    Das Gegenbaur-Denkmal am Frauentor. Unser Archivbild stammt aus der Zeit vor der Reinigung.
    veröffentlicht am: 17.06.2026
    Autor: Susanne Müller
    Lesedauer: ca. 2 Minuten

    Wangen – Die Büste von Anton von Gegenbaur am Platz an der Stadtmauer beim Frauentor ist wieder frisch gereinigt und erstrahlt wieder in Weiß. Üblicherweise reinigt der städtische Bauhof das Denkmal einmal Jahr. Im 150. Todesjahr des in Wangen geborenen Malers hat sich Steinmetzin Steffi Schneider darum gekümmert.

    Die Expertin hatte anschließend zwei Nachrichten, eine gute und eine schlechte: Die gute Nachricht ist eben weithin sichtbar – der Marmor erscheint wieder hell und sauber. Die schlechte Nachricht lautet: Die Büste weist an verschiedenen Stellen tiefe Risse auf, die zuvor von den Flechten verdeckt wurden. Vor allem am Kopf und am linken Revers könnte es zu größeren Abplatzungen kommen, wenn durch Umwelteinflüsse weiter Feuchtigkeit eingetragen wird. Das hieße, der würdige Kopf hätte einen kahlen Haaransatz und links wäre die Kleidung in Unordnung oder wie man zu Gegenbaurs Zeiten gesagt hätte „derangiert“.

    Steffi Schneider setzt das Torten-Messer an

    Deshalb wird die Büste im Herbst abgebaut und in der Werkstatt in der ERBA saniert. Passanten sollen sich dann nicht wundern, ist ihre Botschaft. Denn zum behutsamen Abbau braucht es einen Kran und eine Säge, die den Verbindungsanker zwischen dem weißen Oberteil und den schwarzen Sockel sorgsam durchtrennt. Bildlich kann man sich das vorstellen wie bei einem Tortenboden, der mit einem festen Faden durchtrennt wird.

    In ihrer Werkstatt wird Steinmetzin Steffi Schneider das Objekt sichern und im Frühjahr 2027 wieder aufbauen. Ziel ist es, der Büste ein möglichst langes Leben zu ermöglichen.

    Nachstehend haben wir unter „Lesen Sie hierzu auch“ den Vortrag von Fr. Rainer Jensch zum 150. Todesjahr hinterlegt.

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    Susanne Müller
    veröffentlicht am
    17.06.2026
    Lesedauer: ca. 2 Minuten
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