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Weingarten – In der Ausstellung der Weiße Rose Stiftung München wird das Leben von Hans Conrad Leipelt und seiner Familie gezeigt. Sie ist vom 13. Juli bis zum 18. August im Foyer des Studentenwohnheims Briachstr. 2 in Weingarten zu sehen und wird als „Schaufensterausstellung“ gezeigt, kann also jederzeit besucht werden. Am 17. Juli jährt sich der Geburtstag von Hans Conrad Leipelt zum 105. Mal und das Studentenwerk Weiße Rose e.V. erinnert deshalb mit einer Ausstellung an den Studenten, der in Wien geboren wurde und in Hamburg aufwuchs.
Als „Halbjude“, wie es im Nazijargon hieß, wurde er nicht nur unehrenhaft aus dem Wehrdienst entlassen, sondern verlor auch seinen Hamburger Studienplatz in Chemie. Er wechselte deshalb an die Ludwig-Maximilians-Universität in München zu Professor Heinrich Otto Wieland, der es sich als angesehener Nobelpreisträger leisten konnte, einen „Halbjuden“ unter seinen Studenten zu haben. In München kam Leipelt an das sechste Flugblatt der Widerstandsgruppe Weisse Rose. Erschüttert über deren Hinrichtung tippte er zusammen mit seiner Freundin Marie-Luise Jahn dieses Flugblatt mehrmals ab und fertigte Durchschläge an. Alle Flugblätter ergänzten sie mit der Überschrift „…und ihr Geist lebt trotzdem weiter!“. Diese Flugblätter gaben sie an Münchner und Hamburger Freunde weiter, die wiederum das Flugblatt vervielfältigten und weiter verbreiteten.
Als Leipelt und Jahn für die Witwe des hingerichteten Konrad Huber Geld sammelten, wurden sie denunziert. Im Oktober 1944 verurteilte der Volksgerichtshof Hans Conrad Leipelt zum Tode und Marie-Luise Jahn zu 12 Jahren Zuchthaus. Leipelt wurde am 29. Januar 1945 in München mit dem Fallbeil hingerichtet.

























