„Eine Feuerwehr ist ein Zusammenspiel von vielen Personen“


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Isny (mp) – Kommandant Dominik Lubrich steht seit Ende März mit seinen stellvertretenden Kommandanten Andreas Angele und Christian Staib an der Spitze der Freiwilligen Feuerwehr Isny. Viel Zeit für einen ruhigen Start hatte das neue Führungsteam nicht, denn es stehen große Aufgaben an – unter anderem die Jubiläumsfeierlichkeiten zum 180-jährigen Bestehen der Feuerwehr. Im Interview erklären Lubrich, Angele und Staib, wie sie die Aufgaben aufteilen und welche Pläne sie haben.
Wie war der Start für das neue Kommandantentrio?
Dominik Lubrich: Es gab keine lange Übergangsphase. Vor allem, weil jetzt das Jubiläum ansteht und hier die Planungen weiter gehen mussten. In den letzten drei Jahren als stellvertretende Kommandanten konnten Andreas und ich schon viele Vorgänge und Aufgaben kennenlernen, so dass nicht viele neuen dazu kamen. Christian hat uns bisher als Führungskraft und Kassier sehr unterstützt. In der letzten Zeit hat er auch unser neues Verwaltungsprogramm eingeführt. Daher war die Veränderung für ihn auch kein Problem. Größere Einsätze gab es bisher Gott sei Dank nicht. Jedoch war die große Tunnelübung Anfang Mai auch eine große Aktion, die von uns organisiert werden musste.
Wie ist die Aufgabenverteilung?
Lubrich: Bei Andreas ändert sich zunächst nichts. Er wird auch weiterhin für die Bereiche Fahrzeuge, Technik, Gebäude, Begehungen von Unternehmen und Veranstaltungen zuständig sein. Christian wird einen Teil von mir übernehmen. Er kümmert sich, neben der Kasse und dem Verwaltungsprogramm, in Zukunft um Probenbetrieb, Ausbildung, Alarmierung und Statistiken. Zudem ist er unser Beauftragter beim Atemschutz, wo er auch als Ausbilder fungiert. Bei mir sind nun Lehrgangsanmeldungen, Haushalt, Personalverwaltung und Ausschuss angesiedelt. Zudem bin ich Ansprechpartner für die Stadtverwaltung und das Landratsamt. Der Felderhaldetunnel bleibt auch in meinem Aufgabenbereich. Auch die Tätigkeit als Kreisausbilder möchte ich weiterhin ausüben. Insgesamt sind viele Themen miteinander verbunden, so dass es auch zu Überschneidungen kommt. So eine Feuerwehr führt man nicht alleine oder zu dritt, sondern es ist ein Zusammenspiel von vielen Personen.
Wie war die Umstellung vom stellvertretenden Kommandanten an die Spitze?
Lubrich: Natürlich kommen ein paar Aufgaben hinzu, wie zum Beispiel der Kreisfeuerwehrausschuss und die Kommandantenversammlungen. Insgesamt konnte ich aber in den letzten drei Jahren einen guten Einblick gewinnen. Daher war die Umstellung nicht ganz so groß.
Welche großen Aufgaben stehen in den nächsten Jahren an?
Lubrich: Wie eingangs erwähnt, steht am 20. und 21. Juni unser 180-jähriges Jubiläum an. Hier wird im Festausschuss seit über einem Jahr schon geplant und organisiert. Zudem schreiben wir eine Chronik, die es am Festwochenende zu erwerben gibt. Aktuell wurde der Bedarfsplan aus dem Jahr 2020 fortgeschrieben, der muss noch im Gemeinderat verabschiedet werden. In Beuren soll es ein neues Feuerwehrhaus geben, hier laufen die Planungen aktuell auch schon.
Christian Staib: Natürlich geht unser Blick auch Richtung Haushalt. Der Einsatzstellenfunk soll in naher Zukunft von analog auf digital umgestellt werden, auch die Atemschutzgeräte müssen auf Überdruck geändert werden. Einige Fahrzeuge müssen in den kommenden Jahren ersetzt werden. Die Schwarz-Weiß-Trennung spielt eine immer größere Rolle bei der Feuerwehr. Das zeigt das erhöhte Krebsrisiko bei Feuerwehrangehörigen. Das bedeutet, verschmutzte Geräte und Kleidungen müssen separat gelagert werden, damit es zu keiner Vermischung kommt. Hierfür sind bauliche Veränderungen nötig. Bei diesen Themen stehen wir im engen Austausch mit der Stadtverwaltung.
Was bringt das Jubiläum für Herausforderungen mit sich?
Andreas Angele: Wie Dominik bereits gesagt hat, planen wir schon seit über einem Jahr. Es gibt nicht nur einen klassischen Tag der offenen Tür, sondern wir veranstalten am Samstag bereits die Kreisfeuerwehr-Orientierungsfahrt, an der 40 Mannschaften teilnehmen werden. Hier mussten Strecken gefunden und getestet werden. Bei den einzelnen Stationen werden wir durch die umliegenden Feuerwehren – alle Abteilungen der Feuerwehr Isny und Maierhöfen – unterstützt.
Worauf dürfen sich die Isnyer beim Jubiläum freuen?
Angele: Das Jubiläum ist aufgeteilt auf zwei Tage. Der Samstag ist nur für die Feuerwehr geplant. An der Orientierungsfahrt müssen die Teams anhand von Bildern, Koordinaten und einzelnen Streckenabschnitten den Weg zu den einzelnen Stationen finden. Also bitte nicht wundern, wenn an diesem Tag einige Feuerwehrfahrzeuge durch und um Isny irren. Der Sonntag wird der Tag für die Öffentlichkeit. Hier starten wir zunächst mit einem kleinen Festakt und einem Gottesdienst. Dabei werden auch die drei neuen Fahrzeuge geweiht. Danach findet ein Tag der offenen Tür statt. Die Stadtkapelle spielt auf und es gibt so einiges im und um das Feuerwehrhaus zu entdecken.
































