„Dieser Ort ist, auf seine Weise, eine Villa Kunterbunt“


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Bärenweiler – Sechs Frauen, eine Ateliergemeinschaft und ein inspirierendes Ambiente. Welche Vielfalt und Kreativität aus dieser Gemengelage entstehen können, ist noch bis Sonntag, 31. Mai, im altehrwürdigen Gewölbe-Flur der „Heimat Bärenweiler“ zu sehen. Am Freitagabend war zur Vernissage geladen. Unser Reporter Ulli Stark war dabei.

„Das habe ich noch nie vorher versucht, also bin ich völlig sicher, dass ich es schaffe.“ Für Laudatorin Petra Schlachter (im Bild, am Mikro) passt dieser oft gehörte Spruch von Pippi Langstrumpf gut auf die Ateliergemeinschaft, die sich nach Corona zusammengefunden hatte. Die sechs Frauen blickten laut der Lindenbergerin bereits auf eine künstlerische Vergangenheit zurück, einige auf Ausbildungen, halbprofessionelles Wirken oder gar eine Lehrtätigkeit.
„Sag doch bitte, was mir hier noch fehlt“
Längst sei eine echte Gemeinschaft entstanden. Ganz pragmatisch teile man ein großes Sortiment an Acryl- oder Ölfarben. In die Werke gingen auch Zeitungsausschnitte, Servietten oder Schätze aus der Natur ein. Statt eines Wettbewerbs pflege man den Austausch: „Wie hast du das gemacht?“ „Kannst du mir das bitte zeigen?“ „Sag doch bitte, was mir hier noch fehlt.“
Mit der Intuition in Verbindung kommen
Eine entscheidende Rolle komme dabei den geschichtsträchtigen, gleichzeitig sehr lebendigen Heimat Bärenweiler zu. „Dieser Ort ist, auf seine Weise, eine Villa Kunterbunt.“ Beim Betreten des Ateliers, „geht es Euch wie Tommy und Annika: Sie wussten nie, was wieder Schönes geschehen würde. Sie wussten nur: Mit Pippi war was geboten.“ Weiter lehre Pippi: „Zeit hat man nicht, man nimmt sie sich.“ Das funktioniere in der besonderen Atmosphäre von Bärenweiler besonders gut. „Hier kommt Ihr mit Eurer Intuition in Verbindung.“
Von der Idee einer Ausstellung der einen Stock höher entstandenen Bilder war Hausherr Christian Skrodzki, selbst unter den Gästen, sofort angetan gewesen. Petra Schlachter ermunterte die rund achtzig Gäste schließlich zum Rundgang und zitierte dafür nochmal Astrid Lindgrens Kinderheldin: „Das habe ich noch nie vorher gesehen – also bin ich völlig sicher, dass es mir gefällt.“
Motive aus Kißlegg und Le Pouliguen

Die sechs Künstlerinnen (v.l.n.r.): Claudia Renner, Michaela Möller-Kruttschnitt, Regine Hirsch, Margret Lieb, Birgit Wiest, Gisela Wegner-Gamerdinger
Zur Ateliergemeinschaft gehören Claudia Renner aus Alttann, Margret Lieb (Vogt), Michaela Möller-Kruttschnitt (Wangen) und Regine Hirsch (Bergatreute). Aus Kißlegg stammt Gisela Wegner-Gamerdinger, die vor allem kleinformatige Collagen ausstellt, von denen spontan gleich drei reserviert wurden. Auch bei Birgit Wiest lässt sich der Kißlegger Hintergrund erahnen: das Alte Schloss, Bärenweiler, aber auch Landschaften rund um die Partnerstadt Le Pouliguen zählen zu ihren Motiven.

Begleitete die Vernissage: das Trio Stephan, Duro und Claudia.
Man muss sich sputen: Nur heute und am Sonntag zu sehen
Die Ausstellung ist nur noch am heutigen Samstag, 30. Mai, von 14.00 Uhr bis 18.00 Uhr und am Sonntag, 31. Mai, von 11.00 Uhr bis 17.00 Uhr zu sehen.

Gisela Wegner-Gamerdinger mit ihrem Bild „Freudentanz“, den sie mit dem Start der Ateliergemeinschaft verbindet.
Text und Fotos: Ulli Stark
In unserer Galerie Fotos ausgewählter Gemälde






































