Mit dem Fassanstich beim Vatertags-Frühschoppen werden verdiente Musiker geehrt
Dietmanns – Das Dietmannser Frühlingsfest ist – und das nicht nur am Vatertag – ein Publikumsmagnet. Mit dem Fassanstich im Rahmen des Vatertags Frühschoppens ehrte der Musikverein Dietmanns langjährige verdiente Musiker. In diesem Jahr durften nicht weniger als vier Musikanten, die sich um das Frühlingsfest und um den Musikverein große Verdienste erworben hatten, bei diesem 48. Traditionellen Frühlingsfest dafür mit auf die Bühne.
Zur DNA des wie immer vom Vorstand des Fördervereins und Chef der Organisation, Markus Riß, in souveräner Manier moderierten Vatertags-Frühschoppens gehört, dass verdiente Musikanten des Vereines die Ehre des Fassanstiches zukommt. In diesem Jahr fiel diese Ehre an gleich vier Musikanten, die dem Verein seit 50 Jahre die Treue halten: Alfons Riß wurde von seinen Mitjubilaren auserkoren, das 30 Liter Freibier-Fass feinsten Meckatzers Weißgold-Gerstensaftes anzustechen, assistiert wurde er von seinen Mitmusikern Maria Stehmer, Elsa Schöllhorn und Karl-Heinz Jäger. Tobias Hauser, der langjährige Getränkelieferant des Frühlingsfestes und prominente Mitglieder der Geschäftsleitung der Brauerei, die das Fass gespendet hatten, u.a. auch der Juniorchef Constantin Weiss, sorgten dafür, dass das Freibier zunächst mit einem Prosit auf die Gemütlichkeit auf der Bühne verteilt wurde.
Alfos Riß schaffte es zwar in souveräner Manier mit Vehemenz und zwei Schlägen, das Fass anzustechen. Dies sorgte allerdings dafür, dass auch Tobias Hauser einige fehlgeleitete Tropfen des Bieres abbekam.
Hausherrin und Ortsvorsteherin Monika Ritscher, die ansonsten fleißig an der Salattheke mitarbeitete, kam auch in diesem Jahr in den Genuss der ersten Schlucke des edlen Gerstensaftes, und die den von großen Volksfesten bekannten Satz sprechen durfte: „Anzapft isch!“ Für Verluste hatte Vonier nicht gesorgt, dafür sorgten dann später einige durstigen Seelen, die beim Zapfhahn ein wenig die Orientierung verloren und die Bodenbretter vor der Bühne ein wenig einseiften.
Und sie sollten wie auch die vielen anderen Gäste, nicht enttäuscht werden. Viele der Gruppen, die zum Teil von weiter her anreisten, haben als Stammgäste sogar ihren reservierten Biertisch. Und obwohl um die Mittagszeit sich hin und wieder kleine Warteschlangen an Bonkasse und Essensausgabe bildeten, wissen die Gäste, dass sie schnell und bestens versorgt werden. „Ich kann mich nicht daran erinnern, mal länger als fünf oder zehn Minuten in der Warteschlange angestanden zu sein,“ solche und ähnliche Kommentare waren öfters zu hören. Man kennt sich und kann die Wartezeit auch zu einem kleinen Schwätzchen nützen.
Noch ein Wort zum Essen, das es ohne Zweifel wert ist, ein paar Minuten seiner Lebenszeit mit Warten zu opfern. Besonderes Lob gebührt den vielen Freiwilligen, die schon früh am Morgen sich versammeln, um die Kartoffeln für den einzigartigen Kartoffelsalat, der im übrigen – wie sonst kaum auf einem Fest – warm auf dem Teller des jeweiligen Gerichts landet, vorzubereiten. Und die Auswahl an Gerichten ist so groß wie sonst nirgends.
Neben blasmusikalischen Gassenhauern wie „Die Vogelwiese“ „Böhmische Liebe“ oder dem „Bozener Bergsteigermarsch“ gab es an diesem Morgen auch wunderbare Solodarbietungen, so etwa von Trompeter Michael Kasper, der gemeinsam mit der Tenorhornistin Elvira Schumacher das Publikum so sehr begeisterte, dass er natürlich nicht ohne Zugabe wieder an seinen Platz zurückkehren durfte.
Noch ein Wort zur Organisation des Frühlingfestes: An den fünf Festtagen sind über 280 Helfer im Einsatz und verrichten in dieser Zeit 750 Arbeitseinsätze. Vom Grundschüler bis zum Rentner ist alles im Einsatz, ein wunderbares Fest, um das Gemeinschaftsgefühl zu fördern.
Im Gegensatz zum Festauftakt beim Himmelfahrtsrock am Vorabend, wo einige Regengüsse niedergingen, blieb das Wetter – wie eigentlich in jedem Jahr zum Vatertags-Frühschoppen – trotz gegenteiliger Wetterprognosen trocken.
Nachdem sich die Dietmannser Musikanten mit der begeisternden Slavonica Polka von der Bühne verabschiedet hatten und sich zum fulminanten Finale registerweise im Zelt verteilt hatten, war musikalisch noch lange nicht Schluss: Die vier lustigen Fünf sorgten als Septett in klassischer Besetzung auch noch zur Kaffeezeit, zu der es natürlich auch ein reichhaltiges Kuchen- und Tortenangebot gab, weiterhin für einen klassisch-blasmusikalischen Background.
Text und Bilder: Uli Gresser
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