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26. April 1986: „Größter anzunehmender Unfall“ (GAU) im sowjetisch-ukrainischen Atomkraftwerk Tschernobyl. Es wird weltweit offensichtlich: Atomkraft ist lebensgefährlich. Und die Alternativen? In Zeitungsanzeigen erklärten atomar-fossile deutsche Stromkonzerne am 6. Mai 1986, sie nutzen die umweltfreundliche Wasserkraft, „soweit es unsere Flüsse erlauben“. Diese Aussage war damals eine Nebelkerze. Eine Beruhigungspille. Ein leeres Versprechen.
Eine Alternative zur Atomkraft ist Wasserkraft. Wasser strahlt nicht.
Ein neuer Film aus dem Allgäu wirbt für die saubere Alternative.
In YouTube seit 24. April abrufbar ist der Film „Stark gesteigert, stark zu steigern. Wasserkraft kann viel mehr“. Das Video zeigt drei Wasserkraftanlagen im Landkreis Ravensburg. Alle bei Wangen an der Argen. In Wangen und Argenbühl. Alle unterhalten vom Wangen-Beutelsauer Elektro-Maschinenbauer Hubert Winter. Deren Stromertrag wurde seit 1986 stark gesteigert, teils mehr als verdoppelt. Durch technische Optimierung und Sanierung. Vor allem seit dem Jahr 2000.
Fachleute, die seit Jahrzehnten hunderte bestehend aktive Wasserkraftwerke sanierten, bestätigen: Eine Verdoppelung der Strommenge ist dabei meistens drin. Aktuell liefert die Energie vom fließenden Nass rund 4 bis 5 % des in Deutschland verbrauchten Stroms. Eine Verdoppelung könnte dies auf an die zehn Prozent erhöhen.
Seit März 2026 werden bei St. Goar sogenannte „Energiefische“ („energy fish“) mit Seilen in den Rhein bei St. Goar gebunden. In ihnen: Turbinen zur Stromproduktion. Ein Kommentar meinte dazu, angebracht in allen dafür geeigneten Flussbereichen Deutschlands, könnten diese „energy fish“ 17 % des Strombedarfs in Deutschland decken.
Der Mensch nutzte Wasserkraft schon vor Christi Geburt. Jesus sagt in seiner Bergpredigt: „Denn er lässt seine Sonne aufgehen über die Bösen und die Guten. Und er lässt regnen über Gerechte und Ungerechte.“ (Matthäus 5, 45).
Die Wucht treibender Tropfen gilt in Süddeutschland als Triebfeder der Industrialisierung zwischen 1800 und 1900. Als Mutter der Stromversorgung. Um 1900 arbeiteten in Deutschland rund 80.000 Wasserkraftwerke. Heute sind’s noch rund 8000. Industrieunternehmen wie die Wacker Chemie nutzen sie noch heute. Biologe und Physiker Ernst Ulrich von Weizsäcker zur Wasserkraft: „Da gibt es wieder viel zu tun.“
Der neue Film ist anzuschauen über den Link:
https://www.youtube.com/watch?v=zhLwb8K_2kM
Julian Aicher
Anm. d. DBSZ-Red.: Der Film entstand diesen April (2026) aus einer Zusammenarbeit zwischen dem Schussentäler Filmer Marco Ligon und Julian Aicher.
Transparenzhinweis: Julian Aicher, Reporter der Bildschirmzeitung, betreibt ein kleines Wasserkraftwerk bei Leutkirch.
Unter dem roten Link-Balken in der rechten Spalte ist der Film „Stark gesteigert, stark zu steigern. Wasserkraft kann viel mehr“ abrufbar



























