
Bad Wurzach – Bad Wurzachs Teenager haben den Jugendtreff mit Graffiti verschönert. Dabei haben sie Unterstützung von Künstler Sike aus Stuttgart bekommen. Die Aktion organisiert hat Johannes Abt, derzeit Berufspraktikant bei der Wurzacher Jugendarbeit.

Zwei Wände im Jugendtreff haben die Teenager mit Hilfe von Graffiti-Künstler Sike nach ihren Vorstellungen verschönert. „Lieb sein“ (rechte Wand) ist das Motto des Jugendtreffs. Foto: Stadt Bad Wurzach
Dass die Wände im neuen Jugendtreff nun so bunt sind, hatten die Jugendlichen selbst als Wunsch geäußert. So kam Johannes Abt dann auch zum Thema seiner Facharbeit, an der er aktuell schreibt: „Der Jugendtreff als Wohlfühlort – Schaffung einer harmonischen Atmosphäre durch die Mitgestaltung der Jugendlichen.“
Johannes Abt kommt aus Tettnang und macht zurzeit eine Ausbildung zum Jugend- und Heimerzieher. Seit dem 1. September 2025 arbeitet er für ein Jahr als Berufspraktikant im Jugendtreff in Bad Wurzach. Dabei wird er unterstützt vom Jugendbeauftragten Wdebat Arazar.
„Das Projekt war nicht nur praktisch ausgerichtet, sondern folgte einem klaren pädagogischen Konzept“, erzählt Johannes Abt. Zu Beginn erhielten die Teilnehmenden eine theoretische Einführung in die Welt der Graffiti. Themen wie Sicherheit im Umgang mit Spraydosen, Materialkunde sowie ein verantwortungsvoller Umgang mit Graffiti standen im Fokus. „Ziel war es, den Jugendlichen nicht nur kreative Freiräume zu bieten, sondern auch ein Bewusstsein für Technik und Regeln zu vermitteln“, so Johannes Abt.
Den Höhepunkt bildete die praktische Umsetzung, angeleitet von Johannes Abt und dem Graffiti-Künstler Sike. Gemeinsam mit ihnen durften die Jugendlichen selbst zur Spraydose greifen und die Wände des Jugendtreffs gestalten.
Die Jugendlichen hatten sichtlich Freude an der kreativen Arbeit, berichtet Wdebat Arazar. Auch Johannes Abt zeigte sich begeistert und war mit großem Einsatz dabei. „Ich bin stolz über sein Engagement und über seine Entwicklung im Rahmen des Projekts“, sagt Jugendtreffleiter Arazar Wdebat.
Das Graffiti-Projekt zeigt, wie kreative Angebote Jugendliche nicht nur fördern, sondern auch Gemeinschaft und Selbstbewusstsein stärken können. Der Jugendtreff Bad Wurzach setzt damit ein gelungenes Beispiel für moderne, praxisnahe Jugendarbeit.

Johannes Abt (links) ist derzeit Berufspraktikant im Jugendtreff Bad Wurzach. Bis September unterstützt er dort den Jugendbeauftragten Wdebat Arazar. Foto: Stadt Bad Wurzach






