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Leserbrief

So reißt man Gräben auf

veröffentlicht am: 22.04.2026
Autor: Emina Wiest-Salkanovic
Lesedauer: ca. 3 Minuten

Zur Bürgermeisterwahl

Im Bürgermeisterwahlkampf wird von einem Kandidaten in den „Sozialen Medien“ die wirtschaftliche Situation im Kurbetrieb aufgriffen, ebenso in Leserbriefen hier in der Bildschirmzeitung.

Da fährt dieser Kandidat ja zur Höchstform auf und schlägt um sich. Hat er es wirklich nötig, seinen Wahlkampf auf einem Niveau zu führen, bei dem die Debatte vom Sachlichen ins Persönliche abgerutscht ist?

Dass die weitere Entwicklung dieses Eigenbetriebes der Stadt eines der aktuell wichtigsten kommunalen Themen ist, wurde bereits bei der Kandidatenvorstellung im Kurhaus deutlich. Die Bürgermeisterin hat das Thema aktiv aufgegriffen. Man kann aus diesen Ausführungen hören, dass die notwendigen Maßnahmen erarbeitet und dass der Gemeinderat und der Kurbetriebsausschuss dazu in intensiven Beratungen sind.

Wieso behauptet er also, dass bisher keine Maßnahmen zur Stabilisierung des Betriebs ergriffen wurden? Woher hat er seine falschen Informationen? Wer ein ernsthaftes Interesse an einer Lösung der Situation hat, trägt die betrieblichen Belange nicht „auf den Marktplatz der Sozialen Medien“, schon gar nicht aus Respekt vor den Mitarbeitern.

Die Verluste der vergangenen Jahre und die Lage des Betriebs wurden öffentlich im zuständigen Gemeinderat beraten, festgestellt und von der Stadt ausgeglichen. Wenn er sich kommunalpolitisch auskennen würde, würde er wissen, dass solche Entscheidungen nicht die Bürgermeisterin alleine trifft, sondern zusammen mit dem Gemeinderat. Übrigens wurden hierzu auch keine Schulden gemacht.

Er weiß ganz genau, dass er mit diesem Thema polarisieren kann, und vernachlässigt dabei, dass Bad Wurzach nicht nur Kurbetrieb ist. Genauso polarisiert er weiterhin mit „offenen Gräben“ in der Stadt und mit einer schlechten Stimmung im Rathaus bzw. Verwaltung, obwohl er mir in einem Gespräch Ende März bestätigt hat, dass er gehört hat, dass das nicht mehr so ist und die Stimmung gut ist. Er wird von einer Gruppe von Menschen mit Informationen „gefüttert“, die damit Unruhe in die Bevölkerung bringen wollen. Menschen, die auf ihren persönlichen Vorteil bedacht sind, persönliche Befindlichkeiten gegenüber der Bürgermeisterin haben und denen das Wohl der Bürger und der Großgemeinde nachrangig ist.

Es ist schon erstaunlich, wie der Gemeinderat und, in anderen Veröffentlichungen, auch die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Stadt angegangen werden. Wie stellt ein Rechtsanwalt und Kandidat sich so die weitere Zusammenarbeit vor? Denn wir wollen unbedingt, dass die guten und hochqualifizierten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter auch nach der Wahl noch bei uns bleiben, die Bürger zufrieden sind und die Stimmung in der Großgemeinde gut bleibt.
Emina Wiest-Salkanovic, Bad Wurzach-Hauerz

Anm. d. DBSZ-Red.: Leserbriefe sind Meinungsäußerungen. Die Redaktion der Bildschirmzeitung akzeptiert ein breites Spektrum an Meinungen. Nicht veröffentlich werden extremistische, persönlichkeitsverletzende oder offensichtlich wahrheitswidrige Äußerungen.

Bevorzugt veröffentlichen wir Leserbriefe zu lokalen und regionalen Themen. Aber auch Meinungsäußerungen zu allgemeinen Themen, die die hiesige Leserschaft bewegen, werden gerne entgegengenommen.

Leserbriefe zur Bürgermeisterwahl werden nur bis Freitag, 24. April, 12.00 Uhr angenommen. Die Fairness gebietet es, Leserbriefe bis Donnerstag, 23. April, einzureichen, damit eine gegebenenfalls angegriffene Person noch reagieren kann. Die Redaktion behält sich vor, zum Ausgleich notwendige Leserbriefe nach Ablauf der Frist zuzulassen. Am Samstag, 25. April, werden keine Leserbriefe mehr neu eingestellt.

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