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Leserbrief

Kontinuität und Professionalität statt lokaler Verflechtungen

veröffentlicht am: 22.04.2026
Autor: Reinhold Mall
Lesedauer: ca. 3 Minuten

Zur Bürgermeisterwahl am 26. April

In der aktuellen Phase des Wahlkampfs lohnt es sich, den Blick von den Wahlversprechen weg und hin zu den realen Ergebnissen der letzten Jahre zu lenken. Als aufmerksamer Beobachter der Stadtpolitik und aktiver Nutzer unserer städtischen Infrastruktur stelle ich fest: Bad Wurzach hat unter Bürgermeisterin Alexandra Scherer eine enorme Entwicklung genommen.

Ein zentrales Thema war lange die Kritik an den Wanderwegen im Ried. Heute müssen wir feststellen: Wort gehalten! Alle maroden Brücken, die durch Hochwasser unbrauchbar waren, wurden durch neue, moderne Konstruktionen ersetzt. Die Wanderwege sind in einem hervorragenden Zustand. Das ist kein Zufall, sondern das Ergebnis konsequenter Arbeit.

Auch die Belebung unserer Gastronomie und Kultur trägt ihre Handschrift der Ermöglichung. Dass der „Torfstecher“ mit dem Kursaal durch bürgerschaftliches Engagement und die Unterstützung der Stadt neu belebt wurde und die Gaststätte „Wurzelsepp“ unter neuer Leitung wiedereröffnet hat, sind Meilensteine. Hier zeigt sich, dass die Verwaltung im Hintergrund mithilft.

Beeindruckend ist zudem die Präsenz von Frau Scherer im gesellschaftlichen Leben. Ob bei den zahlreichen Mitgliederversammlungen oder Festen – ihre Unterstützung für unsere Vereine zeigt sich nicht nur in Fördergeldern, sondern in persönlicher Wertschätzung und einem stets offenen Ohr für die Anliegen der Ehrenamtlichen.

Dabei pflegt Frau Scherer eine Professionalität, die ich in diesem Amt für unverzichtbar halte. Während einige Gegenkandidaten durch ihre hiesige Herkunft sehr enge, private Verflechtungen in die Stadtgesellschaft haben – was sich bis hin zum öffentlichen „Duzen“ zeigt –, garantiert Frau Scherer eine objektive Amtsführung. Eine Bürgermeisterin muss das Wohl aller Bürger im Blick haben. Unvoreingenommenheit und die nötige Distanz sind essenziell.

Während die Gegenkandidaten in ihren Programmen nun viele Themen aufgreifen, die eigentlich bereits auf dem Weg sind – wie die anstehende Verkehrsberuhigung in der Innenstadt, die sukzessive Erneuerung von Kindergärten und Turnhallen oder die Ausweisung neuer Baugebiete im Kernort und in den Ortschaften –, hat Frau Scherer diese Projekte bereits realisiert oder fest auf den Weg gebracht. Es ist leicht, das Bestehende in ein Wahlprogramm zu schreiben; es ist schwer, es tatsächlich umzusetzen.

Ein Wort zum Gesundheitszentrum „feelMoor“: Die Verluste sind eine Herausforderung, aber der Wert dieser Einrichtung für uns Bürger ist unschätzbar. Ich kann das persönlich belegen: Seit ich die dortigen Fitnesskurse und Gesundheitsangebote regelmäßig nutze, sind meine jahrelangen Rückenschmerzen verschwunden. „feelMoor“ ist aktive Gesundheitsfürsorge für uns alle.

Die Probleme im Kurwesen sind spät erkannt worden, sehr spät. Aber sie werden jetzt tatkräftig angepackt von einer Bürgermeisterin, die klipp und klar sagt: Alles kommt auf den Tisch. Nichts ist tabu. Alle Optionen werden bedacht. 

Wir haben eine Bürgermeisterin, die nicht nur verwaltet, sondern mit professioneller Distanz und großer Tatkraft gestaltet. Warum also Experimente wagen, wenn die Richtung stimmt?
Reinhold Mall, Bad Wurzach

Anm. d. DBSZ-Red.: Leserbriefe sind Meinungsäußerungen. Die Redaktion der Bildschirmzeitung akzeptiert ein breites Spektrum an Meinungen. Nicht veröffentlich werden extremistische, persönlichkeitsverletzende oder offensichtlich wahrheitswidrige Äußerungen.

Bevorzugt veröffentlichen wir Leserbriefe zu lokalen und regionalen Themen. Aber auch Meinungsäußerungen zu allgemeinen Themen, die die hiesige Leserschaft bewegen, werden gerne entgegengenommen.

Leserbriefe zur Bürgermeisterwahl werden nur bis Freitag, 24. April, 12.00 Uhr angenommen. Die Fairness gebietet es, Leserbriefe bis Donnerstag, 23. April, einzureichen, damit eine gegebenenfalls angegriffene Person noch reagieren kann. Die Redaktion behält sich vor, zum Ausgleich notwendige Leserbriefe nach Ablauf der Frist zuzulassen. Am Samstag, 25. April, werden keine Leserbriefe mehr neu eingestellt.

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