Deutsche Telekom errichtet Glasfasernetz für 1800 Haushalte


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Kißlegg – Der Breitband-Ausbau in Kißlegg gewinnt deutlich an Fahrt. Ab Juni in etwa anderthalb Jahren will die Deutsche Telekom AG (DTAG) fast den gesamten Ortskern mit Glasfaser-Technik ausgerüstet haben. Wie die Planungen in Detail aussehen und wie man zu einem Anschluss kommt, erläuterte Daniel Weisshaar vor rund einhundert Interessierten am 14. April in der Schulmensa.

Großes Interesse an der Bürgerinfo zum Breitband-Ausbau
Bis zu 825 Adressen und damit beinahe 1800 Haushalte wolle Deutschlands Marktführer in Kißlegg erschließen. Außen vor bliebe zumindest vorläufig St. Anna, das Löhle- wie das Schlingseeviertel und das Gebiet südlich der Gebrazhofer Straße. In den Neubaugebieten Tannenstock oder teils in der Becherhalde sei das Schnelle Internet schon jetzt Realität. Wer bis zum Jahresende einen Vorvertrag abschließe, erhalte nicht nur den Hausanschluss kostenfrei. Vielfach sei auch die Verlegung bis in die Wohnung abgedeckt, wobei der Regional-Manager der DTAG den Technikern im Einzelfall nicht vorgreifen wollte. Wer sich später entscheide, müsse mit etwa 1000 Euro rechnen. „Aber solange die Bagger noch in Kißlegg stehen, sollte es Lösungen geben.“ Auf Nachfrage aus dem Publikum erläuterte er, dass auch einzelne Interessenten in größeren Wohneinheiten gesetzlich das Recht hätten, einen Anschluss durchzusetzen.

Kabeltrommeln in Unterriedgarten, einem weiteren, bislang unterversorgten „Weißen Flecken“
Warum überhaupt Glasfaser?
Dass es in Kißlegg-Ort wenig Grund zur Klage über die Bandbreiten auf Basis herkömmlicher Kupferkabel gibt, ist natürlich auch Daniel Weisshaar bewusst. Ein kleiner Werbeblock zu den Vorteilen der Glasfaser durfte also nicht fehlen, der mit einem Rückblick begann: Von 2015 bis 2024 hätten sich die Datenmengen pro Haushalt auf das Achtfache erhöht. Für die Zukunft erwarte er mit dem Ausbau von Streaming-Diensten, dem Homeoffice oder gerade auf Land der Telemedizin weitere große Zuwächse, für die im Glasfasernetz sogar noch Reserven schlummerten. Dafür sprächen außerdem eine viel geringere Anfälligkeit für Störungen „und das alles für meist günstigere Tarife“.

Eine sogenannte „Speed-Pipe“: je eines der Leerrohre für jeden Hausanschluss
Bürgermeister wirbt für Breitband-Anschlüsse
Ins gleiche Horn stieß schließlich Bürgermeister Dieter Krattenmacher, der lieber „schon heute“ im Rathaus einen Glasfaseranschluss hätte. „Wenn es um ein paar Euro hin oder hergeht, dann zögern Sie nicht.“ Wobei er sich die Initiative der DTAG „lieber schon vor zwei Jahren“ gewünscht hätte, womit der Gemeinde einiges an Mühen und Geld erspart geblieben wäre. Der Hintergrund: Für den mit Fördermitteln angestoßenen Anschluss für „Weiße Flecken“, wie Emmelhofen, Krumbach oder das Gebiet nördlich der Bahnline, galt es eine leistungsfähige Zuleitung zu legen. Die zweigt vom überörtlichen Netz bei der Kläranlage ab und führt unter anderem durch die Parkstraße, „weil wir so schon eine Reihe von Hausanschlüssen mit anbieten konnten“. Unterm Strich zeigte sich Dieter Krattenmacher aber hochzufrieden und warb mit einem Hintergedanken für eine breite Beteiligung: „Wenn das gut läuft, dann klappt es später womöglich in den noch nicht versorgten Gebieten“. Dieser Hoffnung gab auch Daniel Weisshaar Nahrung.
Das info-Mobil ist nur noch bis Freitag da

Noch bis 17. April vor dem Rathaus: das Infomobil der Telekom
Detailinfos sind bis Freitag um 17.00 Uhr im Beratungsmobil der DTAG auf dem Rathausplatz erhältlich.
Als „langjährigen und kompetenten Partner“ empfahl Daniel Weisshaar ausdrücklich das Elektrogeschäft Weiland in der Schlossstraße.
Text und Fotos: Ulli Stark


































