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Bad Waldsee – Zu einem Opernabend im Kino lädt das seenema Stadtkino Bad Waldsee eG ein. Gezeigt wird am Sonntag, 19. April, die Belcanto-Oper „Lucrezia Borgia“ von Gaetano Donizetti in einer aktuellen Inszenierung des Nationaltheaters Mannheim. In italienischer Sprache mit deutschen Untertiteln. Beginn ist um 18.00 Uhr, Ende um 20.50 Uhr, Eintritt 10 Euro. Eine Pause nach der ersten Hälfte, in der man bei einem Glas Sekt ins Gespräch kommen kann, rundet das Opernerlebnis ab.
Großes Musiktheater auch lokal erlebbar machen – das will die Kooperation des Seenema Stadtkino Bad Waldsee mit dem Nationaltheater Mannheim (NTM).
Die Opernsparte des Hauses ist für ihr hohes künstlerisches Niveau bekannt. In jeder Spielzeit wird dort die Premiere einer Opern-Inszenierung von der auf Musikvisualisierung spezialisierten Produktionsfirma klangmalerei.tv verfilmt. Das wirkungsvolle Zusammenspiel filmischer Mittel mit wunderbarer Musik und Spielkunst lässt ein eigenes Kunstwerk entstehen. Gefilmt wurde auch mitten auf der Bühne, durch die ungewohnten Perspektiven taucht man aus dem Kinosaal ganz unmittelbar ins Geschehen auf der Bühne ein und kommt den Sängerinnen und Sängern ganz nahe.
Lucrezia Borgia – Femme fatale oder liebende Mutter
In der Spielzeit 2025/26 wurde in Mannheim die Premiere der Neu-Produktion von Gaetano Donizettis großer Oper »Lucrezia Borgia« verfilmt. Giftmischerin, Mörderin, Femme fatale, Intrigantin und Lügnerin, Tochter und Konkubine des Papstes, Geliebte ihres Bruders. Diese ungeheuerlichen Zuschreibungen verdankt Lucrezia ihrem Nachnamen, denn die Borgias waren eine der einflussreichsten und meistgehassten Familien der Renaissance. Aber war Lucrezia Borgia wirklich ein Monster – oder doch eine tragische Mutterfigur? Gaetano Donizetti (1797 -1848) nähert sich der Titelfigur seiner dramatischen Oper mit psychologischer Präzision und erschafft eine der schönsten und facettenreichsten Belcanto-Rollen für Koloratursopran.
„Die Kooperation mit dem Nationaltheater Mannheim ermöglicht uns eine attraktive Erweiterung unseres Programms“, sagen die beiden seenema-Vorstände Margit Hohl und Peter Brünner. „Falls sich das Angebot bewährt, soll es den Opernabend im Kino jährlich geben“.































