Zum Hauptinhalt springen
ANZEIGE
ANZEIGE
    Deutsche Erstaufführung eines unbekannten Werkes

    Passionskonzert in Kißlegg und Isny beeindruckte

    ANZEIGE
    Ein Partnerunternehmen der Bildschirmzeitung
    ANZEIGE
    ANZEIGE
    Ein Partnerunternehmen der Bildschirmzeitung
    ANZEIGE
    Foto: H. Knöpfler
    Die Chorgemeinschaft Isny beim Konzert in Kißlegg.
    veröffentlicht am: 28.03.2026
    Autor: dbsz (BB)
    Lesedauer: ca. 2 Minuten

    Isny / Kißlegg – Die Chorgemeinschaft Isny hat bei Konzerten in Kißlegg und Isny wieder einmal mit einem außergewöhnlichen Werk aufgewartet: mit dem „Stabat Mater“ der französischen Komponistin Clémence de Grandval. Das Werk wurde hier wohl zum ersten Mal in Deutschland aufgeführt.

    Es ist unbegreiflich, dass diese bedeutendste Komponistin Frankreichs im 19. Jahrhundert und Schülerin von Chopin und Saint-Saens so unbekannt ist. Das Werk ist eine besondere Bereicherung der Passionszeit, denn in ihm wird der Schmerz von Maria unter dem Kreuz thematisiert. Die Solisten Martina Schmid-Pfeifer, Annika Goergens, Bernd Bär Aries und Michael Dreher brachten einfühlsam und mit differenzierter Gestaltung Schmerz, Trauer, Qual und Leid von Maria zum Ausdruck, aber auch die Liebe zu ihrem Sohn. Die stille Trauer wurde immer wieder unterbrochen durch verzweifelte Gefühlsausbrüche. Der Chor wurde durch tief bewegende Kommentare in das Geschehen mit einbezogen.

    Larissa Bohr (Klavier) und Vladimir Bussovikov (Akkordeon) begleiteten souverän die Solisten und den Chor; diese Instrumente ersetzen in origineller Weise das Orchester und sind eine von der Komponistin geforderte Besetzung. Sie gaben dem Werk eine eigentümliche Note, besonders das Akkordeon mit seinem wehmütig klagenden Ton. Das Werk überraschte durch weiche Melodien, erfindungsreiche, eigenwillige und unvorhersehbare Wendungen, Rhythmen und Akkordfolgen, die Chor und Solisten zu Hochleistung herausforderten. Im letzten Teil wurde Maria leidenschaftlich angerufen, am Tag des Jüngsten Gerichts den Verstorbenen beizustehen. Ausgedrückt durch schroffe Tonart- und Lautstärkewechsel standen sich der Tod und die Zuversicht auf das Paradies gegenüber. Schließlich wurden die Zuhörer in einen grandiosen, paradiesischen, voll tönenden (achtstimmigen) Jubel hinein genommen.

    Leitung: Berthold Büchele

    Der Leiter Berthold Büchele, der dieses Werk „ausgegraben“ hat, animierte Sänger und Musiker zu eindrucksvoller Leistung. Das Publikum war von diesen Emotionen wie benommen und dankte nach einem spannungsvollen Moment der Stille mit großem Applaus.

    ANZEIGE
    dbsz (BB)
    veröffentlicht am
    28.03.2026
    Lesedauer: ca. 2 Minuten
    Beitrag teilen
    ANZEIGE
    ANZEIGE
    Ein Partnerunternehmen der Bildschirmzeitung
    ANZEIGE
    Neueste Beiträge
    Ein Partnerunternehmen der Bildschirmzeitung
    ANZEIGE
    Diese Anzeige kann aufgrund Ihrer Netzwerkeinstellungen nicht angezeigt werden.