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Kißlegg – Erweiterung Betriebsgebäude der „Käsefreunde Kißlegg“ in Zaisenhofen. Damit befasste sich der Gemeinderat bei seiner jüngsten Sitzung am 11. März im Esthersaal des Neuen Schlosses. Diesen stimmten die gewählten Ratsmitglieder zu – bei zwei Enthaltungen. Bürgermeister Dieter Krattenmacher erkennt in den geplanten (Um-)Bauten „eine optimale Ausnutzung des Geländes“.

Die Veränderungen bei den Planungen der Käsefreunde in Zaisenhofen werden vorgestellt. Foto: Julian Aicher
Bauamtsleiter Manfred Rommel erklärte, dass mit den Erweiterungsmaßnahmen „wesentlich mehr Fläche versiegelt wird“. „Muss es Beton sein?“, fragte André Radke (Freie Wähler Kißlegg). Ja, erklärte Manfred Rommel dazu. Denn es sei bei derartigen Betrieben Vorschrift, „dass man wasserdurchlässige Böden vermeiden soll“.
Silke Monk (Grüne) befand: „Das ist eigentlich nicht schön.“ Mit Hinweis auf Milei Leutkirch sei der erweiterte Käsefreunde-Kißlegg-Bau dann „einfach gesagt grottenhässlich“. Dem entgegnete Bürgermeister Krattenmacher: „Die Milei ist nahezu doppelt so hoch.“ Und grundsätzlich liege „Schönheit bekanntlich im Auge des Betrachters“.
Dann ging der Rathauschef ins Grundsätzliche: „Wenn wir wollen, dass im württembergischen Allgäu Milch erzeugt wird, dann sei es kein Fehler, sich um die Verarbeitung Gedanken zu machen.“ Kißlegg habe „das große Glück“, dass hier ein vergleichsweise mittelständisches Unternehmen die Situation aufwerte – und „übrigens Bioprodukte“ herstelle. Außerdem bringe der Käsefreunde-Betrieb auch „unmittelbare Vorteile“ für alle in Kißlegg, weil sich die Käsefreunde erkennbar stark an den Abwasserkosten beteiligen. „Und dann gibt es natürlich auch Arbeitsplätze.“ Insgesamt also „Wertschöpfung hier in der Region“.
Auf die Frage von Monika Dobler (SPD), ob man „mit Abstand Büsche oder was setzt“, sprach Bürgermeister Krattenmacher von „großkronigen“ Bäumen. Denen sei allerdings auch der richtige Platz einzuräumen. Denn: „Es kann sein, dass die LKW in fünf Jahren länger sind“. Also Bäume „dort pflanzen, wo man ziemlich sicher ist, dass 20 Jahre eine Ruhe ist.“ Dem folgte der Gemeinderat mit großer Mehrheit – bei zwei Enthaltungen. Beschlossen wurde also:
1. Erhöhung der Gebäudehöhe für den Produktionsbereich
2. Streichung der Pflicht zur Dachbegrünung
3. Baurecht für neuen Milchsilo-Standort
Die Kosten des Verfahrens trägt der Vorhabenträger.
Text und Fotos: Julian Aicher
Unter „Downloads“ wir die Sitzungsvorlage, Lagepläne und Aufrisse hinterlegt.






























