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Dürren – Der Rotary Club Wangen-Isny-Leutkirch lädt im Rahmen der Reihe „Rotary presents“ zum Vortrag „Risiko WhatsApp“ ein. Unternehmer, Softwareentwickler und Referent Lutz Mende spricht am Mittwoch, 29. Juli, um 18.00 Uhr im Hofgut Farny in Dürren über die Gefahren von Apps, sozialen Netzwerken und Plattform-Monopolen. Im Vortrag erklärt er, welche Auswirkungen die Nutzung auf die Gesellschaft und unsere Wirtschaft hat und wie wir uns schützen können – auch ohne Gruppen-Chats zu verlassen.
„Soziale Netzwerke aller Art haben das Ziel, unsere Aufmerksamkeit für Werbezwecke zu gewinnen. Das Mittel, das dabei am besten funktioniert, ist Misstrauen“, erklärt Lutz Mende den Ursprung des Übels, das ihn seit Jahren umtreibt. Experimente hätten gezeigt, dass neutrale Test-Benutzer vom Algorithmus binnen Tagen zu immer extremeren Inhalten geführt wurden.
Das Problem: „Internetkonzerne und deren Algorithmen bestimmen heute, mit welchen Inhalten wir uns beschäftigen. Sie ignorieren dabei Regeln und Gesetze. Dadurch werden extreme Meinungen plötzlich salonfähig.“ Mende sieht darin eine akute Gefahr für Demokratie und Wirtschaft. Deshalb arbeitet er aktuell im Rahmen der Bewegung „Digital Independence Day“ und einem Netzwerk aus Experten an einer Verfassungsbeschwerde gegen den Staat, der aus seiner Sicht die Monopolstellung der Big-Tech-Konzerne duldet.
Sein Antrieb: „Mit künstlicher Intelligenz gewinnt das Problem an Brisanz. Die Tools lesen Daten, die wir täglich im Internet preisgeben, in einer irren Geschwindigkeit aus.“ Egal welche App Menschen nutzen würden, Unternehmen wie Alphabet (Google, YouTube), Meta (Facebook, Instagram, WhatsApp), Amazon und Microsoft würden dabei Daten sammeln und sie „manipulativ einsetzen – um die demokratische Willensbildung zu beeinflussen und einen konstruktiven Diskurs mit KI-generiertem Unsinn und Aufreger-Inhalten zu überdecken“.
Im Rotary-Vortrag erklärt Lutz Mende kurz die Hintergründe und geht dann auf Fragen aus dem Alltag ein: Muss ich Cookies konsequent ablehnen? Muss ich zu Signal wechseln und den Vereins-Chat auf WhatsApp verlassen? Ist es überhaupt möglich, die eigenen Daten im Internet zu schützen?
„KI macht es Betrügern leicht, selbst erfahrene Menschen reinzulegen“, erklärt Mende, was jeden schon jetzt betreffen kann. Angst machen möchte er den Gästen des Vortragsabends aber nicht – im Gegenteil: „Wer sich an wenige einfache Regeln hält, schützt sich vor Betrug und entzieht sich dazu noch bedrückenden Inhalten.“ Der Eintritt zum Vortrag ist frei. Spenden gehen an das Institut für Medienerziehung im Internet, das Kinder und Jugendliche vor den Auswirkungen der Sozialen Netzwerke schützen möchte. Platzreservierungen nimmt der Club unter juergen@kunz-mail.de entgegen.





























