Sr. M. Regine Härle wird am 24. Juni zu Grabe getragen


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Reute / Kloster Schöntal – Am vergangenen Sonntag ist Sr. M. Regine Härle, Mitbegründerin der Landpastoral im Kloster Schöntal und Franziskanerin von Reute, im Alter von 74 Jahren verstorben. Sr. Regine prägte mit ihrer Persönlichkeit, ihrem tiefen Glauben und ihrer Zugewandtheit zu den Menschen die Landpastoral und war eine Institution im Kloster Schöntal. Die Beisetzung ist am 24. Juni Im Kloster Reute.
1985 nahm die Landpastoral im Kloster Schöntal ihre Arbeit auf. Sr. Regine und Sr. M. Rigoberta waren das Gründungsteam, später kam noch Sr. M. Paulin dazu, die bis heute im Kloster Schöntal lebt und wirkt. Im vergangenen Jahr konnte Sr. Regine mit ihren Gästen das vierzigjährige Jubiläum der Landpastoral und auch ihr eigenes Jubiläum an feiern – an dem Ort, „an dem wir mit unseren Angeboten eine tiefe Sehnsucht der Menschen erreichen“, wie es die heutige Leiterin der Landpastoral, Anja Wertz, bei der Jubiläumsfeier ausdrückte. Am vergangenen Sonntag ist Sr. Regine nun im Kloster Schöntal verstorben. Sie wurde 74 Jahre alt.
Sr. M. Regine wurde 1951 in Bad Schussenried geboren, eine echte Oberschwäbin, die zusammen mit acht Geschwistern aufwuchs. In Kontakt mit den Franziskanerinnen im benachbarten Reute kam sie 1968 durch die Tätigkeit als Hausgehilfin. Noch im selben Jahr entschied sie sich für das Leben als Franziskanerin und trat am 17. September in die Gemeinschaft ein. Da war eine ihrer leiblichen Schwestern, Sr. M. Hildegund, bereits seit zwei Jahren Schwester in Reute. An der Berufsfachschule für Sozialpädagogik in Ulm wurde sie zur Erzieherin ausgebildet und arbeitete nach dem Anerkennungsjahr 1973 in diesem Beruf, u.a. in Tettnang. Es folgte ein Studium in Freiburg und der Abschluss als Sozialpädagogin.
1985 begann ihre Ära im Kloster Schöntal. An die Anfänge erinnerte sie noch im vergangenen Jahr beim 40-jährigen Jubiläum der Landpastoral: „Wir wollten damals als Franziskanerinnen von Reute im nördlichen Teil der Diözese präsent sein und im Auftrag der Diözese die Pastoral im ländlichen Raum stärken. Dazu hatten wir etwa einen Bibelgesprächskreis mit Jugendlichen, wir begleiteten Familien, organisierten Frauenbesinnungstage in den einzelnen Gemeinden, Gespräche mit Mitarbeitenden und Gästen im Bildungshaus und regelmäßige Angebote in der Hauskapelle“. Die Landpastoral mit den Schwestern aus Reute wurde schnell zu einer festen und anerkannten Institution in der Region. Die Begegnung mit den Schwestern und mit Sr. Regine war für viele Menschen Inspirationsquelle, Trost und Ermutigung. Die Reutener Schwestern gehörten fest zum Bild im Kloster Schöntal. 2009 wurde die Landpastoral Einrichtung des Dekanats Hohenlohe, das die Institution noch heute mit Fug und Recht als Aushängeschild bezeichnen kann. „Ein Geschenk für unser Dekanat“, wie Dekan Ingo Kuhbach beim Jubiläum feststellte. Sr. Regine selbst sah ihren Antrieb darin, „mit den Menschen auf Augenhöhe Begegnungen zu wagen und – ganz franziskanisch – auch immer neue Wege zu suchen“.
Vor 24 Jahren erkrankte Schwester Regine schwer. Ihre eigene Zerbrechlichkeit vor Augen, war sie weiter Wegbegleiterin und stand in schweren Zeiten an der Seite von Menschen, die sich ihr anvertrauten. Ihr Lebenswerk sah sie in guten Händen. Nach der Übernahme durch das Dekanat konnten Strukturen gesichert werden. Ein Entwicklungsprozess soll die Landpastoral auf veränderte Glaubens- und Diözesanstrukturen einstellen, damit das Aushängeschild auch weiterhin in die Region ausstrahlen kann. „Landpastoral sollte in der Tradition des Ortes Kloster Schöntal eine lebendige Zelle des Glaubens bleiben, in der die Kraft des Geistes Gottes spürbar ist”, wünschte sich Sr. Regine zum Jubiläum. Dieser Wunsch wird nun zu ihrem Vermächtnis.
Requiem am 24. Juni um 13.30 Uhr in Reute
Das Requiem findet am Mittwoch, 24. Juni um 13:30 Uhr in der Pfarr- und Wallfahrtskirche St. Peter und Paul in Reute statt. Anschließend wird Sr. Regine auf dem Klosterfriedhof beerdigt.

































