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Ravensburg – Rund 50 Teilnehmerinnen und Teilnehmer nahmen am Kreuzweg der Arbeit in Ravensburg teil. Aktuelle Fragestellungen aus der Arbeitswelt und gesellschaftliche Auseinandersetzungen wurden an den einzelnen Stationen des Kreuzwegs in Verbindung mit dem Leidensweg von Jesus gebracht.

Die Teilnehmer gehen vom Rathaus in Richtung Evangelische Stadtkirche über den Marienplatz und machen deutlich: Glaube und Leben gehören zusammen.
Der Umgang mit Lüge und Wahrheit wurde am Beispiel von Mobbing an der 1. Station „Jesus wird zum Tod verurteilt“ in Verbindung gebracht. An der 2. Station „Jesus nimmt das Kreuz auf sich“ ging es um Risiken und Chancen von Künstlicher Intelligenz (KI). Am früheren Seelhaus in Ravensburg dann die 3. Station „Jesus fällt unter dem Kreuz“; hier ging es um Armut und Einsamkeit, die in den letzten Jahren auch in unserer Region zugenommen hat. Hier wurden gleichzeitig auch Anlaufstellen beschreiben, bei denen einem rasch geholfen wird.
Bei der 4. Station „Simon von Cyrene“ ging es um die Veränderungen im finanziell unter Druck stehenden Gesundheitswesen. Gerade hier arbeiten viele Menschen die wie Simon von Cyrene kranken Menschen beistehen. Bei der 5. Station „Jesus wird seiner Kleider beraubt“ im Friedenshof an der St. Jodok Kirche ging es um die sich stark verändernde Weltordnung, bei der es aktuell nur noch um die Macht des Stärkeren geht und die Prinzipien des Völkerrechts verdrängt werden.
In St. Jodok ging es um Tod und Auferstehung. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer konnten das zu Beginn des Kreuzwegs verteilte Holzkreuz ablegen. Verbunden mit ihren Gedanken über das persönliche Kreuz das sie zu tragen haben. Beim beeindruckenden spirituellen Abschluss gingen dann alle zusammen über einen roten Teppich auf das Kreuz der Auferstehung zu und machten so deutlich, dass sie auf ihrem persönlichen Lebensweg nicht allein sind. „Es gibt immer Menschen die einen mittragen, deshalb heißt für uns Auferstehung, die Hoffnung auf eine bessere Zukunft zu bewahren“ betonte Peter Niedergesäss, von der KAB Bad-Waldsee.

Beeindruckender Abschluss des Kreuzwegs in St. Jodok – im Vordergrund die abgelegten persönlichen Holzkreuze
Im Anschluss an den Kreuzweg, gab es eine leckere Suppe in St. Jodok. Die Teilnehmer waren eingeladen zum Essen und zum persönlichen Gespräch in lockerer Runde.
Der Kreuzweg wird jedes Jahr neu konzipiert von einem Vorbereitungsteam, bestehend aus Mitgliedern der Betriebsseelsorge, der Katholischen Arbeitnehmer-Bewegung (KAB) und der Kirche in der Stadt.


































