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Ravensburg – Ilse Aigner wird immer häufiger als mögliche Bundespräsidentin genannt. Der bayerische Ministerpräsident Markus Söder würde ihr das Avancement „gönnen“, wie er sagt. Auch Kanzler Merz hat sich nun für eine Frau an der Staatsspitze ausgesprochen. Und ganz aktuell hat nun die CDU-Landtagsfraktion in Stuttgart für die Bayerin optiert.
Unser Reporter Hans Reichert hat die Politikerin 2012 auf der Oberschwabenschau aus der Nähe erlebt. Damals war sie Landwirtschaftsministerin (heute amtiert sie als Landtagspräsidentin in München). Er schreibt: „Sie war Gastrednerin bei der Bauernversammlung bei der Oberschwabenschau. Die Frage war damals: Kann sie Bierzelt? Ich habe sie am Rednerpult fotografiert. Sie hat nach einigen Sätzen gesagt: Hier muss es doch was zu trinken geben, in der Gegend vom Tettnanger Hopfen. Dann hat der Eugen Maucher von der Bauernkapelle – diese spielt traditionell bei solchen Gelegenheiten – der Ilse ein fast volles Halbe-Glas von der Musikkapelle gereicht. Und sie hat sehr kräftig gezogen – tosender Beifall und Gejohle!“
Soweit die Anekdote von Hans Reichert.
Wir meinen: Ilse Aigner kann mehr als Bierzelt. Sie ist bodenständig und nahbar. Und sie bewegt sich sicher auf großem Parkett. Sie hat womöglich nicht die staatsphilosophische Grandezza eines Richard von Weizsäcker. Walter Scheel sang sich einst in die Herzen der Deutschen und der spröde Hanseat Karl Carstens erwanderte sich den Respekt der Bürger. Wir wissen nicht, ob die Ilse singen kann. Aber wir sehen: Sie ist „bei de Leut’“.




Ilse Aigner 2012 auf der Oberschwabenschau in Ravensburg. Archivbilder: Hans Reichert
Text: Gerhard Reischmann

































