Zum Hauptinhalt springen
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
    Stellungnahme des Vereins Pro Biosphäre e. V

    „Eine vertane Chance für unsere Region“

    ANZEIGE
    Ein Partnerunternehmen der Bildschirmzeitung
    ANZEIGE
    ANZEIGE
    Ein Partnerunternehmen der Bildschirmzeitung
    ANZEIGE
    veröffentlicht am: 14.11.2025
    Autor: Bernhard Klein
    Lesedauer: ca. 3 Minuten

    Die Befürworter eines Biosphärengebiets Oberschwaben-Allgäu reagieren mit großem Bedauern auf die Entscheidung, den Prüfprozess zu beenden. In einem offenen Brief an Umweltministerin Thekla Walker äußern sie ihre Enttäuschung über den Abbruch eines Projekts, das ihrer Ansicht nach „Zukunft, Identität und Zusammenarbeit in der Region hätte stärken können“. Nachstehend der Offene Brief im Wortlaut (eingegangen am 13. 11. um 19.24 Uhr):

    Sehr geehrte Frau Ministerin Walker,
    mit großem Bedauern und ehrlicher Enttäuschung haben wir, die Befürworterinnen und Befürworter eines Biosphärengebiets Oberschwaben-Allgäu, die Entscheidung zur Beendigung des Prüfprozesses zur Kenntnis genommen.

    Was in den vergangenen Jahren in unzähligen Arbeitskreisen, Bürgerversammlungen und Fachgesprächen aufgebaut wurde – Vertrauen, Wissen, Dialog – wird nun abgebrochen, kurz bevor greifbare Ergebnisse hätten entstehen können. Wir halten diesen Schritt für einen herben Rückschlag für eine Region, die den Mut gezeigt hat, neue Wege in Richtung Nachhaltigkeit, Identität und gemeinsamer Verantwortung zu gehen.

    Ein Biosphärengebiet ist kein Fremdkörper – es ist eine Einladung, unsere Heimat aktiv zu gestalten, statt sie den Krisen unserer Zeit zu überlassen“

    Die Entscheidung, den Prozess zu beenden, mag politisch nachvollziehbar erscheinen. Doch sie ist inhaltlich falsch. Denn gerade jetzt – in Zeiten von Klimakrise, Artensterben und wirtschaftlicher Unsicherheit – brauchen wir Orte, an denen Zukunft gemeinsam gedacht und gestaltet wird. Das Biosphärengebiet hätte genau das sein können: ein Motor für nachhaltige Landwirtschaft, regionale Wertschöpfung und gelebte Verantwortung für kommende Generationen.

    Wir wissen: Der Dialog war nicht immer einfach. Polarisierung, Falschinformationen und lautstarke Einzelinteressen haben den sachlichen Austausch erschwert. Aber statt diesen Stimmen nachzugeben, hätten wir ihn fortsetzen müssen – mit Geduld, Transparenz und Respekt. Ein solch komplexes Zukunftsprojekt darf nicht an kurzfristigen Stimmungen scheitern.

    Die Chance, mit einem Biosphärengebiet Brücken zwischen Landwirtschaft, Naturschutz und Bürgerschaft zu bauen, wurde leichtfertig vergeben. Diese Brücken müssen wir eines Tages wieder aufbauen.

    ANZEIGE

    Unser Dank gilt den vielen engagierten Menschen in der Region – aus Landwirtschaft, Naturschutz, Tourismus, Bildung und Bürgerschaft –, die in den vergangenen Jahren Herzblut, Zeit und Expertise in diesen Prozess eingebracht haben. Ihre Arbeit hat gezeigt: Oberschwaben-Allgäu kann mehr, wenn man ihm die Chance dazu gibt.

    Wir appellieren an Sie, Frau Ministerin:
    Lassen Sie die Idee eines Biosphärengebiets nicht endgültig fallen. Bewahren Sie die erarbeiteten Grundlagen, sichern Sie das Wissen, halten Sie die Türen offen für einen Neustart, wenn der gesellschaftliche Wind wieder günstiger weht.

    Das Biosphärengebiet war – und bleibt – eine Vision für eine lebenswerte Zukunft unserer Region. Eine Vision, die zu schade ist, um in Aktenordnern zu verschwinden.

    Mit nachdrücklicher Hoffnung und großem Respekt,
    die Befürworterinnen und Befürworter eines Biosphärengebiets Oberschwaben-Allgäu
    Bernhard Klein, Kißlegg (1. Vorstand, Pro Biosphäre e. V.)

    Anm. d. DBSZ-Red.: Stellungnahmen von Akteuren mit zielgerichteter Interessenslage – wie im vorliegenden Fall – enthalten in aller Regel Meinungsbestandteile. Die Redaktion der Bildschirmzeitung akzeptiert ein breites Spektrum an Meinungen. Nicht veröffentlich werden extremistische, persönlichkeitsverletzende oder offensichtlich wahrheitswidrige Äußerungen.

    Bevorzugt veröffentlichen wir Leserbriefe / Offene Briefe / Stellungnahmen zu lokalen und regionalen Themen. Aber auch Meinungsäußerungen zu allgemeinen Themen, die die hiesige Leserschaft bewegen, werden gerne entgegengenommen.

    Leserbriefe sind Meinungsäußerungen. Die Redaktion der Bildschirmzeitung akzeptiert ein breites Spektrum an Meinungen. Nicht veröffentlich werden extremistische, persönlichkeitsverletzende oder offensichtlich wahrheitswidrige Äußerungen.

    Bevorzugt veröffentlichen wir Leserbriefe zu lokalen und regionalen Themen. Aber auch Äußerungen zu allgemeinen Themen, die die hiesige Leserschaft bewegen, werden gerne entgegengenommen
    Einsendungen bitte per E-Mail an: redaktion@diebildschirmzeitung.de
    ANZEIGE
    Bernhard Klein
    veröffentlicht am
    14.11.2025
    Lesedauer: ca. 3 Minuten
    Beitrag teilen
    ANZEIGE
    ANZEIGE
    ANZEIGE
    ANZEIGE
    Ein Partnerunternehmen der Bildschirmzeitung
    ANZEIGE
    Neueste Beiträge
    Ein Partnerunternehmen der Bildschirmzeitung
    ANZEIGE
    Diese Anzeige kann aufgrund Ihrer Netzwerkeinstellungen nicht angezeigt werden.