Die Sparkassengalerie präsentiert Susanne Kiebler mit „Rachel, Caspar F. und ich“


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Ravensburg – Die Sparkassengalerie präsentiert ab dem 20. April die Konstanzer Künstlerin Susanne Kiebler mit ihrer Ausstellung „Rachel, Caspar F. und ich“. In ihrer neuen Serie greift Kiebler auf historische Vorbilder zurück – die niederländische Stillebenmalerin Rachel Ruysch und der romantische Landschaftsmaler Caspar David Friedrich – und setzt diese in ein zeitgenössisches Licht.
Susanne Kiebler, die seit ihren Studienjahren an der Münchener Akademie der Künste ihren ganz eigenen, expressiven Stil entwickelt hat, kombiniert in ihren Arbeiten abstrakte Farbfelder mit figürlichen Elementen, die an alltägliche Objekte erinnern. Ihre Werke entstehen aus fotografischen Ausgangsmaterialien, deren formale Qualitäten sie in großzügige malerische Ausschnitte übersetzt. Besonders die Wechselwirkungen von Licht und Schatten sowie die feinen Abstufungen von Grautönen spielen dabei eine zentrale Rolle. Aus der Spannung zwischen Gegenständlichkeit und Auflösung entwickelt sie eine Bildsprache, die sich bewusst zwischen Erinnerung, Beobachtung und malerischer Geste bewegt.
In ihrer Auseinandersetzung mit Rachel Ruysch bringt Kiebler Blumenstillleben in einer modernen, teils aufgelösten Formensprache zum Leben. Sie nutzt Ausschnitte aus Ruyschs Detailreichtum, vergrößert Motive fotografisch, integriert sie collagierend in geschüttete Acrylfarbflächen und dynamische Tuscheschlieren. So entstehen Werke, die die barocke Opulenz zitieren und zugleich eine eigenständige, gegenwärtige Bildsprache entfalten. Das kreisrunde Tondo-Format verstärkt dabei den Eindruck eines konzentrierten, beinahe intimen Blicks auf die floralen Motive.
Ebenso intensiv widmet sich Kiebler dem Werk Caspar David Friedrichs. Sie fokussiert charakteristische Motive wie Baumgruppen oder weite Landschaftsräume und überführt deren stille Weite in abstrahierte Farbflächen und serielle Variationen. Durch die Verwendung ungewöhnlicher Materialien – etwa Zeitungspapier als Malgrund oder Collageelement – erweitert sie den Dialog zwischen romantischer Bildwelt und heutiger Wahrnehmung. Das wiederkehrende Format des Tondos bündelt den Blick wie durch ein Guckloch und unterstreicht die Konzentration auf ausgewählte Details, Perspektivwechsel und malerische Transformation.
Dr. Dolores Claros Salinas schreibt im September 2025 „Rachel, Caspar F. und ich – Susanne Kieblers Werk legt Spuren, die Vergangenes gegenwärtig machen, und darin, unabhängig von Entstehungszeit und Wirkgeschichte, malerische Freiheit, Eigensinn und Autonomie anschaulich.“
Vita
Geboren 1959
1981-1987 Studium der Malerei und Kunsterziehung an der Akademie der Bildenden Künste in München und Studium der Kunstgeschichte an der Ludwig- Maximilian-Universität München
1987- 1999 Lehrtätigkeit an der Schule für Gestaltung Ravensburg
1999 -2004 Dozentin am Vorstudium Gestaltung Meersburg (Mitbegründerin)
2005 – 2023 Dozentin für Bildnerisches Gestalten an der Pädagogischen Hochschule Thurgau
seit 2013 Forschungsprojekte zum Digitalen Fingerzeichnen auf Smartphones und Tablets
2017 Veröffentlichung des Lehrmittels „Farbstifter“
2015, 2018 Arbeitsaufenthalte in der Mongolei
Seit 2024 Veröffentlichung der Lehrmittelreihe „ich zeichne“, ZKM Verlag Zürich
Seit 1989 zahlreiche Ausstellungen und Lehrtätigkeiten im Süddeutschen und Schweizer Raum
Weitere Aktivitäten
2010 – 2023 Mitglied der Kunstkommission Campus, Kreuzlingen
seit 2022 Vorstandsmitglied des Kunstvereins Konstanz
Ausstellungsort
Kreissparkasse Ravensburg
Meersburger Str. 1
88213 Ravensburg
Ausstellungseröffnung am Montag, 20. April 2026 um 19 Uhr
Dr. Dolores Claros Salinas führt in die Ausstellung ein.
Anmeldung zur Vernissage: www.ksk-rv.de/vernissage































