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Leutkirch – Nur eine Woche nach dem Kinderfest gab es bei der Feuerwehr Leutkirch erneut Anlass zum Feiern: Am vergangenen Samstag, 25. Juli, wurden zwei neue Einsatzfahrzeuge gesegnet. Zuvor hatten die Abteilungen ihr Können beim traditionellen Staffellauf unter Beweis gestellt.
Geschicklichkeit und Feuerwehrtechnik im Fokus
Am Vormittag ging es sportlich zur Sache. Beim Staffellauf traten die Feuerwehrabteilungen der Leutkircher Teilorte sowie die Jugendfeuerwehren gegeneinander an. In Sechsergruppen mussten die Kameradinnen und Kameraden ihr Können unter Beweis stellen – und dabei war neben feuerwehrtechnischem Fachwissen vor allem eine gehörige Portion Geschicklichkeit gefragt.
Während an einer Station eine Saugleitung zur Wasserförderung aus einem offenen Gewässer fachgerecht aufgebaut werden musste, wartete an der nächsten Station eine unerwartete Herausforderung: Eine Schaufensterpuppe musste korrekt uniformiert werden – inklusive des obligatorischen, kniffligen Krawattenknotens.
Für den perfekten Ausgleich an diesem warmen Sommertag sorgte die finale Station: Hier galt es, einen Feuerwehrschlauch so schnell wie möglich mit Wasser zu füllen. Die Herausforderung war dabei, dass das kühle Wasser nur in speziellen Röhren transportiert werden, die auf den Helmen der Kameraden befestigt waren – eine nasse Abkühlung und ein Spaß für Teilnehmer und Zuschauer.



Szenen aus dem Staffellauf.
Abteilung Reichenhofen und Jugendfeuerwehr Wuchzenhofen ganz vorne
Am Ende durfte gejubelt werden: Bei der anschließenden Siegerehrung sicherte sich die Abteilung Reichenhofen den prestigeträchtigen Sieg in der Wertung der Einsatzkräfte. Bei den Nachwuchskräften hatte die Jugendfeuerwehr Wuchzenhofen die Nase vorn und holte den verdienten Pokal.

Preise und eine Rote Laterne: Wer hat Letztere wohl nach Hause gebracht?
Fahrzeug-Segnung
Auf den sportlichen Teil folgte der feierliche Festakt auf der Wilhelmshöhe. Zur Fahrzeugsegnung der beiden neuen Großfahrzeuge, die in den vergangenen Monaten bereits in Dienst gestellt wurden, war hochrangiger Besuch angereist. Neben Oberbürgermeister Hans-Jörg Henle wohnten auch Staatssekretär und Mitglied des Landtags Raimund Haser und Kreisbrandmeister Oliver Surbeck den Feierlichkeiten bei. Im Geiste der Ökumene nahmen der katholische Pfarrer Andreas Braun und der evangelische Pfarrer Volker Gerlach die feierliche Segnung vor.

Staatssekretär Raimund Haser würdigte Aufgabe und Leistung der Feuerwehr.

Oberbürgermeister Hans-Jörg Henle übergibt symbolisch den Fahrzeugschlüssel der neuen Drehleiter an Feuerwehrkommandant Martin Waizenegger.
Kreisbrandmeister Oliver Surbeck fand in seiner Ansprache klare Worte zur Notwendigkeit der Investition: Die beiden neu beschafften Fahrzeuge seien keineswegs eine „Luxusausstattung“, sondern vielmehr „notwendiges Handwerkszeug“ zum Sicherstellen des Brandschutzes in Leutkirch. Für die Sicherheit der Bürger sei die Investition von rund 1,5 Millionen Euro ein wichtiger Schritt, erklärte Oberbürgermeister Hans-Jörg Henle. Rund 20 Prozent dieser Summe steuerte das Land Baden-Württemberg als Zuschuss bei. Raimund Haser unterstrich in diesem Zuge, dass er sich auch künftig im Landtag für den Erhalt dieser wichtigen Fördergelder einsetzen werde.
Technischer Quantensprung nach 30 Jahren
Wie essenziell diese Werkzeuge sind, unterstrich Kommandant Martin Waizenegger aus technischer Sicht. „Die beiden neubeschafften Fahrzeuge rücken als erstes zu Brandereignissen aus“, erläuterte er den hohen Stellenwert der Neuanschaffungen. Sie ersetzen die jeweiligen Vorgängerfahrzeuge, die jeweils rund 30 Jahre lang ihren Dienst getan hatten – ein enormer technologischer Sprung nach vorne.
Was die neuen Fahrzeuge auf dem aktuellen Stand der Technik leisten können, hat sich bereits in der Praxis bewiesen. Schon beim allerersten Einsatz mit der neuen Drehleiter galt es, eine reanimationspflichtige Person liegend aus dem zweiten Obergeschoss zu retten. Dank des längeren Leiterparks, des teleskopierbaren Gelenkteils und des deutlich größeren Arbeitskorbs konnte die Rettung schnell und sicher durchgeführt werden.
Auch das neue Löschgruppenfahrzeug 20 (LF 20) überzeugt im Einsatzalltag: Ein größerer Wassertank und eine spürbar leistungsstärkere Pumpe bieten im Vergleich zum alten Fahrzeug einen deutlichen Mehrwert für die Sicherheit der Leutkircher Bürger.
Text und Fotos: Feuerwehr Leutkirch (Felix Rauh)
































