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Leutkirch – 2014 war sie schon mal „Lurch des Jahres“: die Gelbbauchunke . Heute vermehrt sich das Frosch-ähnliche Tierchen mit dem gelben Bauch nahe Reichenhofen. Eine Ausstellung verrät bis 29. Juli im Kornhaus-Obergeschoss der Lilo-Gollowitsch-Stadtbibliothek mehr über das wasserliebende Wesen.

„Komm vorbei und staune.“ So die Einladung der Gelbbauchunken-AG der Grundschule Reichenhofen. Zusammen mit Johannes Hilebrand und Alexandra Riedle haben Schülerinnen und Schüler der Arbeitsgruppe die Schau erarbeitet. Sie führt ein in das erstaunliche Leben des schützenswerte Lurch-Frosches mit gelbem Bauch.
„Die Grundschule Reichenhofen ist sehr naturverbunden“, sagt Ausstellungs-Mitmacherin Alexandra Riedle am Montagabend (15.6.) im Kornhaus. Kein Wunder also, dass sich in Reichenhofen eine AG Gelbbauchunke um die kleinen Tierchen kümmert. Mit Erfolg: „Die Population wächst“, berichtet Klassen- und Sachkundelehrer Johannes Hilebrand von der Reichenhofer Schule. 25 bis 30 der gelbbäuchigen Froschlurchen seien 2024 gezählt worden. Hilebrand ergänzt: „Amphibien sind ganz wichtig für das Ökosystem“.

Sie begleiten die Grundschüler bei deren Gelbbauchunken-Projekt: Alexandra Riedle und Johannes Hilebrand.
Dabei reiche oft schon die Furche von einem schweren Traktorrad im feucht-nassen Erdreich mit etwas Wasser drin für den Laich der Gelbbauchunken, erklärt Alexandra Riedle. Die „Naturlotsin“ des Naturschutzbundes Deutschland (NABU) im Umweltkreis Leutkirch freut sich, dass an der Gelbbauchunken-Ausstellung im Kornhaus mehrere mitgearbeitet haben. Auch die Kunstschule Sauterleute – vertreten durch Projektleiterin Sarah Pfiffner. Riedle: „Das zeigt, das alles Hand in Hand läuft.“ Auch der Schutz der Gelbauchunke selbst um Reichenhofen.

Einer der Fressfeinde der Gelbbauchunke: der Storch.
Entwickelt von Rinninger
Die Sponsor-Firma Rinninger aus Kißlegg entwickelte aus Beton-Misch-Wannen Behälter, in denen sich der Gelbbauchungen-Laich wohlfühlt, berichtet Alexandra Riedle. Dies sei auch dringend notwendig. Denn die Gelbbauchunke sei „“auter Feinden“ ausgesetzt. Zu ihnen zähle nicht selten auch der Mensch. Mancher davon helfe derweil den Tierchen – wie etwa Mitarbeiter des Bauhofs Leutkirch, die die Wannen aufstellten. Ebenso Bauersleuten, die mit ihren schweren Traktorenrädern die gewässerten Vertiefungen ins Erdreich bringen.
Bis 29. Juli
Die Ausstellung im Kornhaus in Leutkirch kann besichtigt werden bis 29. Juli zu diesen Zeiten:
Montag 9.00 Uhr bis 18.00 Uhr
Mittwoch 14.00 Uhr bis 18.00 Uhr
Donnerstag 10.00 Uhr bis 12.00 Uhr und 14.00 Uhr bis 18.00 Uhr
Freitag 14.00 Uhr bis 18.00 Uhr
Samstag 10.00 Uhr bis 12.00 Uhr
Text und Fotos: Julian Aicher































