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    Nach vierzig Jahren als Hüttenwirt

    Charly Wehrle bietet beim DAV Leutkirch „geschichtsträchtige“ Bergtouren an

    Foto: CW
    Am Gipfel der Roten Flüh (2108 m). Links Charly Wehrle.
    veröffentlicht am: 05.06.2026
    Autor: Ulli Stark
    Lesedauer: ca. 3 Minuten

    Leutkirch – Er gilt als Urgestein eines Hüttenwirts. Und mit 76 Jahren verspürt Charly Wehrle immer noch den Ruf der Berge. Bei der Sektion Leutkirch des Deutschen Alpenvereins (DAV) bietet der gebürtige Wangener jetzt anspruchsvolle Touren an.

    So geht es Mitte August auf den markanten, 2595 m hohen Hochvogel, mit Übernachtung im Prinz-Luitpold-Haus. Eins der Ziele, die für ihn „besonders geschichtsträchtig“ seien und über die er viel zu erzählen weiß. Schon als Kind hatte er mit der Familie die Gelegenheit, dort zu wandern und dabei die Hütte kennenzulernen.

    Mit elf Jahren im IV. Grad unterwegs

    Wobei der Grundstein für die spätere Laufbahn als Hüttenwirt in den Tannheimern gelegt wurde. Als Elfjähriger war er zwei Monate auf dem Gimpelhaus, wo er täglich fünf auf den umgebenden Alpen weidende Milchkühe zusammentreiben musste. Am Ende bezwang er mit seinem Vater den Gimpel (2173 m) auf der berühmten Kletterroute „Nur Mut, Johann“ im IV. Schwierigkeitsgrad. Kein Wunder, dass die erste Tour in diesem Jahr auf die benachbarte Rote Flüh führte.

    Am Herd der Oberreintalhütte, 1984.

    Ende Juni Bike & Hike zur Oberreintalhütte

    Die wohl spannendste Unternehmung steht als „Bike & Hike“ Ende Juni an: Zunächst geht es mit geländegängigen Rädern vom Bahnhof Garmisch bis zum Abzweig vom Rein- ins Oberreintal. Zu Fuß wird die vor allem von Kletterern besuchte Oberreintalhütte erreicht, auf der im Sommer 1978 die Laufbahn von Charly Wehrle begann. Beim Hüttenabend dürfte es erst recht einiges zu erzählen geben: Sechs Jahre lang betreute er winters außerdem die nahe gelegene Stuibenhütte. Im Anschluss weitere 23 Jahre die auf dem Weg zur Zugspitze romantisch gelegene Reintalangerhütte. In der Zeit im Wettersteingebirge gelangen ihm zwei Erstbegehungen im sechsten Grad.

    Die Rote Flüh mit dem Gimpelhaus (am rechten Bildrand).

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    Am Augsburger Höhenweg, 2020

    Zu den Bergen der Welt

    Parallel dazu, außerhalb der Saison, zog es ihn zu den Bergen der Welt. Der Reiz anderer Kulturen rief ihn auf alle Kontinente der Erde. Aus den Begegnungen auf Wanderungen und Reisen entstanden – wieder zu Hause in Leutkirch – insgesamt zehn Bücher.

    Am Fuße des Popocatepetl (5385 m) in Mexiko, 1989.

    Die letzte Station in seiner 40-jährigen Laufbahn als Wirt im Hochgebirge führte ihn bis 2025 in die Lechtaler Alpen, auf die Frederick-Simms-Hütte. Sie liegt 2000 m hoch und bietet im Umfeld eine ganze Reihe anspruchsvoller Gipfel. Vielleicht ergibt sich daraus noch das eine oder andere „geschichtsträchtige“ Ziel. Charly Wehrle zeigt sich jedenfalls „sehr dankbar, dass ich für mein Alter noch einigermaßen fit bin“. Beim DAV Leutkirch wünscht man, dass diese Fitness noch lange anhält.

    Details zu den Touren auf der Webseite

    Details zu den Touren finden sich unter https://www.alpenverein-leutkirch.de/touren-und-kurse.

    Unter dem roten Link-Balken in der rechten Spalte geht es zu den Touren.

    Text: Ulli Stark / Fotos: alle bei Charly Wehrle

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    Ulli Stark
    veröffentlicht am
    05.06.2026
    Lesedauer: ca. 3 Minuten
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