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Leutkirch – Kinder an die Macht? Zumindest am 13. August unter den Rathausarkaden. Dort konnten Buben und Mädchen allerhand selbst in die Hand nehmen. Und zeitweise die, die früher mal Kinder waren, auch. Ergebnis: Ein Leutkirch-Puzzle aus 16.000 Teilen. Zusammengelegt an diesem einen Donnerstag.



Die Nummern bezeichnen die Plätze für ein „ausgelagert“ erzeugtes Teil-Puzzle zu je 36 Teilen.




Donnerstagnachmittag gegen 16.00 Uhr unter den Rathausarkaden: Linda Stottmeier und ihre Kollegin Alexandra Zimmermann von „Ravensburger“ bieten in ihrer Schicht 48 Schachteln mit je 36 Puzzleteilen an. Viele von denen liegen schon auf der großen Tischplatte nebenan. Seit dem Morgen schon ließ sich bewundern: Leutkirch legt zusammen. Nämlich bis kurz vor 18.00 Uhr 16.000 Puzzleteile.

Linda Stottmeier und ihre Kollegin Alexandra Zimmermann von „Ravensburger“. In jeder ihrer mitgebrachten Schachteln sind 36 Teile enthalten, die zu einem Teil-Puzzle zusammengefügt werden. Diese Zwischen-Stücke werden dann ins große Puzzle-Bild eingelegt; manche arbeiten auch direkt ins große Bild hinein.
Sie bilden nun ein großes Bild. Entwickelt von „Ravensburger“-Fachleuten und der Stadt Leutkirch in sechs Wochen. Das nennt Linda Stottmeier „Eventformat“. Bis zu zehnmal pro Jahr stellt „Ravensburger“ solche Teile zusammen. Mit beachtlicher Größe in Leutkirch. Kurz vor 18.00 Uhr ist das Gesamt-Kunstwerk fertig. Gelöste und Stolz zeigende Gesichter. Darunter Tobias Pflug vom Leutkircher Stadtmarketing. Frage an ihn: Warum ist Leutkirch da so flott? „Was für eine Frage!“ antwortet Pflug.
Da leuchten die Augen auch der Väter

Donnerstag, der Kindertag beim ALSO. Seit morgens kurven neben den Puzzle-Legetischen kleine Rennautos auf einer Märklin-Bahn herum. Sie stammt aus dem Haushalt von Caritas-Mitarbeiter Rainer Müller vom „Freundeskreis Kinderheim St. Anna“. Erworben ab 1975. Die Flitzer begeistern die Kinder. Sie dürfen mittels Schaltknöpfen die Fahrzeuge schneller oder langsamer rollen lassen. Elektrisch betrieben. Rund 150 Buben (und ein paar Mädchen) begeistert dieses Spiel. Mitveranstalter Rainer Müller: „Es ist schön für Kinder – aber auch Papas und Opas freuen sich.“ Mancher Vater habe sogar hinter vorgehaltener Hand bekannt, er würde gerne selber stärker an der Märklin-Rennbahn mitlenken. Für Walter Braun vom „Freundeskreis Kinderhilfe“ stellt das Ganze „quasi die Führerscheinprüfung für Ein- bis Zehnjährige“ dar. Dabei als „Fahrlehrer“ mit an den Geschwindigkeitsreglern: ALSO-Aktiver Fabian Schnitzler.

Fanden mit ihrer Auto-Bahn begeisterten Zuspruch: Walter Braun, Fabian Schnitzler und Rainer Müller (von links).
Mit der Elektro-Rennbahn kann sich der „Freundeskreis Kinderheim St. Anna“ beim ALSO öffentlich zeigen. Die rund 130 Mitglieder dieses Zusammenschlusses unterstützen Buben und Mädchen etwa mit Spenden für Ferienfreizeit oder besonderen Ausbildungsstunden.
Angebote mit Bewegung und Spaß

Woanders in der Altstadt steppt an diesem Donnerstagebenfalls ebenfalls der Bär. Für Kinder – mit Kindern. Etwa ein Karussell in der Bachstraße nahe des „Café drops“. Die, die da mitfahren, sorgen durch eigenes Fußtreten für Bewegung. Energiesparen mit Freude. Der ALSO-Kindernachmittag: Angebote für den Nachwuchs mit Bewegung und Spaß.

Energie fürs Karussell wird hergestarmpelt.

Cool am Gänseliesel-Brunnen.
Text und Fotos: Julian Aicher
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