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Wie aus dem kaputten Hotel „garni“ ein schmuckes Boardinghaus wurde

Auferstanden aus Ruinen

Foto: AD
Das Boardinghaus in der Oberen Vorstadtstraße (Nähe „Rad“).
veröffentlicht am: 03.08.2026
Autor: AD Bauvision, „Wir vier von hier“
Lesedauer: ca. 4 Minuten

Leutkirch – Das ehemalige Garni in der Oberen Vorstadtstraße ist nicht wiederzuerkennen. Das verlassene Gebäude hatte fast 25 Jahre leergestanden. Wildwuchs, eingefallene Treppen, morsches Holz, Müll und eingeschlagene Fensterscheiben – kein Wunschobjekt für Investoren. Aber eine Herzensangelegenheit für die Projektgesellschaft „wir vier von hier immo GmbH“, die sich Ende 2023 der Herausforderung stellte, das verfallene Gebäude neu zu interpretieren. Entstanden ist ein Boardinghouse mit 24 Apartments, Tiefgarage und Stellplätzen. Einziehen können seit 1. August die Mitarbeiter/innen des CenterParcs Park Allgäu, den die Eigentümer als Langzeitmieter überzeugen konnten. Christian Dieng, Jens Oesterle und Kai Oesterle, das sind die Köpfe hinter der „wir vier von hier immo GmbH“, die ganz klare Ziele verfolgt. „Aus Gebäuden mit Vergangenheit schaffen wir Räume für die Zukunft“ – wenn Christian Dieng über seine Projekte spricht, spürt man, wie ernst es dem Leutkircher damit ist. Das Garni ist bereits das dritte Objekt in Leutkirch, das eine neue Identität erhalten hat.

So hat das Objekt vor der Revitalisierung ausgesehen. Collage: AD

Die Drei von „wir vier von hier immo GmbH“ haben gemeinsam mit Arjon Demaj von AD Bauvision als Planungs- und Bauleitungspartner innerhalb von knapp elf Monaten Bauzeit ein lange ungenutztes und verfallenes Gebäude in ein modernes Wohnhaus verwandelt, mit vollständig möblierten Apartments und großzügigen Balkonen. Ein Boardinghaushouse mit fertigen Wohnlösungen, das die Lücke außerhalb des klassischen Mietwohnungsmarktes in Leutkirch schließt.

Zur Eröffnung waren auch Oberbürgermeister Hans-Jörg Henle und CenterParcs-Managerin Andrea Nestle gekommen. Unser Bild zeigt von links Josef Hodrus (Volksbank Allgäu-Oberschwaben), Oberbürgermeister Hans-Jörg Henle, Christian Dieing (Projektgesellschaft „wir vier von hier immo GmbH“), Andrea Nestle (General-Managerin des CenterParcs Park Allgäu), Kai Oesterle (Projektgesellschaft), Arjon Demaj (Bauleitung) und Jens Oesterle. Foto: AD

„Wir wollten aus einem jahrelangen Leerstand wieder einen lebendigen Ort machen und gleichzeitig einen konkreten Nutzen für die Region schaffen“, erklären die Verantwortlichen der Projektgesellschaft. „Unternehmen suchen händeringend Fachkräfte. Ein attraktives Wohnangebot für die erste Zeit am neuen Arbeitsort ist dabei ein wichtiger Standortfaktor.“

CenterParcs Allgäu als Mieter

Ein Gedanke, der auf fruchtbaren Boden fiel. Mit CenterParcs Park Allgäu konnte ein starker regionaler Partner als Langzeitmieter gewonnen werden. Das Boardinghouse wird künftig sowohl für eigene Mitarbeitende als auch für Mitarbeiter/innen von Dienstleistern, Handwerksbetrieben und Projektpartnern genutzt werden. Schon im Dezember 2023 versprach sich die General-Managerin des CenterParcs Park Allgäu Andrea Nestle viel vom geplanten Umbau. Heute zeigt sie sich hochzufrieden. Gemeinsam mit den Investoren und der Bauleitung wurden Lösungen für zeitgemäßes, möbliertes Wohnen gesucht und gefunden.

Nachhaltigkeit statt Abriss

Besonderen Wert legten die Projektverantwortlichen auf das Thema Nachhaltigkeit. Anstatt das bestehende Gebäude abzureißen und neu zu bauen, wurde durch die Revitalisierung des Bestandsgebäudes die vorhandene Bausubstanz umfassend saniert und modernisiert. Das Gebäude erfüllt heute den energieeffizienten KfW-55-Standard und reduziert damit den Energieverbrauch sowie die CO2-Emissionen deutlich gegenüber dem früheren Zustand.

Gleichzeitig wurde keine zusätzliche Fläche versiegelt. Stattdessen erfolgte eine Nachverdichtung auf bereits bebauten Flächen – ein Ansatz, der den aktuellen Nachhaltigkeits- und Klimaschutzzielen des Landes Baden-Württemberg entspricht und einen verantwortungsvollen Umgang mit Ressourcen und Flächen ermöglicht.

Regionale Unternehmen beteiligt

Der Weg bis zur Umsetzung war nicht immer einfach. Die Projektierungsphase erstreckte sich über einen längeren Zeitraum, da verschiedene rechtliche und baurechtliche Fragestellungen geklärt werden mussten. Große Unterstützung erfuhren die Bauherren hierbei von Herrn Braun von der Stadt Leutkirch, der das Vorhaben begleitet und stets mit praxisorientierten Lösungen unterstützt hat.

Bei der Umsetzung wurde großem Wert darauf gelegt, möglichst viele Unternehmen aus der Region einzubinden. Zahlreiche Handwerks- und Dienstleistungsbetriebe aus dem Allgäu wirkten an der Sanierung und Modernisierung mit. Dadurch blieb ein großer Teil der Investitionen in der Region und stärkte gleichzeitig die lokale Wirtschaft.

„Ein Mann für schwere Aufgaben!“

Aber auch europäische Firmen waren vor Ort im Einsatz. „Ohne die stressresistente Art von Arjon Demaj hätte das nicht funktionieren können. Er war immer vor Ort, immer erreichbar und koordinativ. Dennoch hätten wir nicht gedacht, dass wir diese Punktlandung schaffen“, sagt Kai Oesterle, der als erfahrener Gutachter so manche Überraschung auf dem Bau erlebt hat. „Ein Mann für schwere Aufgaben!“ fügt Jens Oesterle hinzu. Denn in der Tat waren ein paar spektakuläre Aktionen auf der Baustelle zu beobachten. Allen voran der vierte Stock, der als Fertigbau aus dem Kosovo angeliefert, über die Dächer der Nachbarhäuser gehievt und millimetergenau aufgestockt wurde.

Aus dem Dornröschenschkaf erwacht: Das Objekt Obere Vorstadtstr. 7/1. Foto: AB

Artikel auf der Basis einer Pressemitteilung von Seiten der Investoren / Projektierer

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AD Bauvision, „Wir vier von hier“
veröffentlicht am
03.08.2026
Lesedauer: ca. 4 Minuten
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