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Leutkirch – Dienstagabend, 16. Juni, ab 18.00 Uhr. Im Saal des Verwaltungsgebäudes am Gänsbühl tagt der Jugendgemeinderat Leutkirch. Er stimmt dafür, 500 Euro für die „Christopher-Street-Day“-Kundgebung am 27. Juni in der Stadtmitte und im Jugendhaus und 250 Euro für den „Vereinstag“ am 25. Juli im Neuen Stadtion aus dem Jugendfonds freizugeben. Nächstes Jugendkino: Film „Michael“ (über Michael Jackson) am Mittwoch, 24. Juni im Cine-Club in der Bachstraße um 18.30 Uhr.

Elf Stimmberechtigte im Saal. „Wir sind heute wenige. Wir sind gerade noch beschlussfähig“, stellt Sitzungsleiter Constantin Künst fest. Die gewählte Runde entscheidet sich dann mehrheitlich dafür, den Jugendkino-Film „Michael“ (über Michael Jackson) am Mittwochabend, 24. Juni, um 18.30 Uhr original englisch mit deutschen Untertiteln vorzuführen. Zwei Enthaltungen dazu.

OB Henle hat an der JGR-Sitzung am Dienstag teilgenommen. Rechts neben ihm JGR-Sitzungsleiter Constantin Künst.
Nächster Tagesordnungspunkt: Bericht aus dem „normalen“ (Erwachsenen-)Gemeinderat. Die Jugendgemeinderätinnen Emilia Haas und Anita Huber besuchten ihn. Dort habe man sich unter anderem mit der Erweiterung der Kläranlage und der „Verschmutzung in Leutkirch“ befasst. Oberbürgermeister Hans-Jörg Henle weist auf „100-000-Einwohner-Gleichwerte“ hin, die bei der Leistung von Kläranlagen zugrundegelegt werden.
„Es kommt ja jetzt auch ein neues Gewerbegebiet an der Wangener Straße“, sagt Henle. „Es siedelt sich ja demnächst vielleicht ein neues Unternehmen in Leutkirch an“, sagt der OB.
In diesem Zusammenhang tauschen sich vor allem Jugendgemeinderats-Sitzungsleiter Constantin Künst und Oberbürgermeister Henle zur Frage aus, ob Mitglieder des Jugendgemeinderats an nicht-öffentlichen Sitzungen des (Erwachsenen-)Gemeinderats teilnehmen dürfen. Dabei berichtet Henle davon, dass derzeit geprüft werde, „ob das überhaupt rechtlich möglich ist“. Diese Prüfung werde von Maria Hönig und von Bürgermeister Dr. Daniel Gallasch vorgenommen.
Weiterer Tagesordnungspunkt: Förderanträge an den Jugendfonds. Beide gestellt vom Jugendhaus. Beide mit je 500 Euro beziffert. Da Sitzungsleiter Künst als Mit-Aktiver des Jugendhauses für befangen gilt, leitet Oberbürgermeister Henle die Beratung über diese Anträge. Beim ersten Anliegen – dem „Christopher-Street-Day“ am 27. Juni in der Innenstadt und im Jugendhaus – gehe es darum, „für gleiche Rechte aller Menschen“ einzustehen. So liest’s der OB aus dem Antrag des Jugendhauses vor. Das biete dann auch „Menschen, die keine Möglichkeit haben, in eine größere Stadt zu fahren“, Gelegenheit, ihre Forderungen öffentlich zu äußern, heißt es in dem Antrag.

Am 27. Juni wird in Leutkirch ein Christopher-Street-Day veranstaltet.
Der zweite Antrag des Jugendhauses zum „Vereinstag“ am 25. Juli im Neuen Stadion werde „vor allem von den Jugendlichen selbst“ belebt, erklärt Oberbürgermeister Henle. Dabei wirke diese Veranstaltung „verbindend“ zwischen verschiedenen Gruppierungen und Leuten.
Zwei Anträge auf Förderung aus dem Jugendfonds zu je 500 Euro. Also zu insgesamt 1000 Euro. Über wieviel Geld verfügt der Jugendfonds aktuell? „1200 Euro haben wir noch“, berichtet die städtische Familien-, Kinder- und Jugendbeauftragte Maria Hönig. Würden die 1000 Euro gewährt, „dann wäre ein Großteil weg“. Hönig regt an, auch nur einen Teil der beantragten Mittel jetzt freizugeben. Dem folgt die Mehrheit des Jugendgemeinderats. Der „Vereinstag“, der ja auch der „Wertschöpfung der Vereine“ diene (wie’s Constantin Künst sagt), bekommt 250 Euro. Der CSD („Christopher-Street-Day“) 500 Euro.

Weiterer Tagesordnungspunkt beim Jugendgemeinderat am Dienstagabend: die Umfrage unter jungen Leuten. Jugendbeauftragte Maria Hönig erklärt, dabei solle unter anderem erfasst werden, „wie sich Jugendliche in Leutkirch fühlen“. Jugendgemeinderätin Patricia Burciu (Bild) regt an, „dass wir das digital machen“. Constantin Künst hält dagegen: „So erreichen wir ja nur die Jugendlichen, die schon in unseren Kanälen sind.“ Besser sei da wohl eine Erhebung mit und in den Schulen. Dazu halte die Stadtverwaltung ein „Tool“ bereit, ergänzt Maria Hönig – und fragt: „Wäre das noch vor den Sommerfreien möglich?“. Kaum, glaubt Constantin Künst, weil „die Schulleitungen da eher träge“ seien. Künst: „Ich frage bei den Schulen an.“ Dann lasse sich das Ganze „nach den Ferien umsetzen“.
Werbung für den „Grille“
Digital geübt zeigt sich der Jugendgemeinderat, wenn es um Werbung für den Freiland-Treffpunkt-Platz „Grille“ hinter den Tennisplätzen an der Kemptener Straße (beim Freibad-Stadtweiher-Eingang) geht. Anita Huber hat dazu ein einladendes Filmchen fürs Netz erarbeitet. „Bringt Eure Freunde mit“, ermuntert sie das Filmpublikum bei der Vorführung des Streifens am Dienstagabend. Dafür bekommt sie Applaus im Jugendgemeinderat.
Digital modern wirkt die Jugendgemeinderatssitzung dann auch bei Beratung „unserer Social-Media-Strukturen“. Was damit gemeint ist, sehen die Rätinnen und Räte auf ihren Handy-Bildschirmen. „Ich fänd’s cool, wenn wir da noch mehr drin wären“, begrüßt Patrica Burciu das Ganze.
Maria Hönig berichtet von einer Voranfrage der städtischen Integrationsbeauftragten Maria Söllner. Betrifft: Passender Film im Jugendkino während der Interkulturelle Woche im Herbst. „Je jünger, desto internationaler ist Deutschland“, sagt Hönig dazu. Constantin Künst kündigt an, „dass wir zwei Filme in die Gruppe schicken“ – also in den Kanal der Jugendgemeinderatsmitglieder. So könne dann darüber abgestimmt werden, welcher Titel auf die Kinoleinand kommt.
Am 24. Juni Jugendkino
Nächstes Jugendkino: „Michael“. Mittwoch, 24. Juni, 18.30 Uhr, im Kino des Cineclubs an der Bachstraße. Türöffnung: 1800 Uhr, Eintritt: 5 Euro. Im Film über das Leben von Michael Jackson spielt ein Neffe des Stars seinen Onkel Michael.
14. Juli
Die nächste Sitzung des Jugendgemeinderatssitzung findet am Dienstag, 14. Juli, 18.00 Uhr, statt (im Verwaltungsgebäude am Gänsbühl9.
Text und Fotos: Julian Aicher



































