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Kißlegg – Am Sonntag, 27. September, durfte die Kirchengemeinde St. Gallus und Ulrich S.E. Weihbischof Matthäus Karrer in Kißlegg willkommen heißen. Der gebürtige Deuchelrieder wollte es sich nicht nehmen lassen, in der Nachbarschaft seines Heimatortes das neue Verwaltungszentrum des Dekanats Oberschwaben persönlich einzuweihen und Gott um seinen Segen für das Haus, die Arbeit, die dort fortan geleistet wird und für die Menschen, die diese Arbeit verrichten, zu bitten.

Schon in seiner Predigt beim Pontifikalamt stellte Weibischof Karrer heraus, wie die Verwaltung der Diözese sowie des Dekanats und die Seelsorge vor Ort dieses Projekt der Renovation des ehemaligen Gemeindehauses gemeinsam angingen und meisterten. Dabei betonte er die Wichtigkeit dieses Fundaments der gemeinsamen Arbeit und des Miteinanders, das hier auch in Zukunft wirken soll.

Im Anschluss an den feierlichen Gottesdienst sprach der Weihbischof auf dem Kirchhof das Segensgebet und ging dann gemeinsam mit Ortspfarrer Gunnar Sohl durch das Haus, um die Segnung mit Weihwasser, als sichtbarem Zeichen für den Schutz vor Bösen, für Haus, Inventar und Mensch im kommenden Arbeitsalltag vorzunehmen (Bild).

Beim anschließend Festakt, der den an der Sanierung beteiligten Handwerkerfirmen, dem Leitungsteam des Verwaltungszentrums, Kirchengemeinderäten sowie Vertretern des Dekanats wie der Diözese und weiteren geladenen Gästen vorbehalten war, erläuterte Walter Kuon (Bild), der ehemalige Gewählte Vorsitzende des Kißlegger Kirchengemeinderates, den weiten Weg von ersten Überlegung zu einer möglichen Sanierung über die Idee zur Umwandlung in ein Verwaltungsgebäude bis hin zur Verwirklichung der Maßnahmen. Sehr plastisch und pointiert blickte er zurück auf die ersten Hinweise auf Schäden an Fundament und Mauerwerk, die damals noch von Vielen belächelt wurden. Allerdings wurden die Schäden an dem denkmalgeschützten Gebäude mit der Zeit deutlicher zu erkennen und zeigten sich schließlich tatsächlich so umfangreich, dass eine Sanierung unausweichlich wurde. In engem Austausch mit der Diözese fand sich letztlich die heutige Lösung, die sich für alle Beteiligten als Glücksfall erwies, so Kuon weiter.
Der Diözesanbaumeister würdigte die Leistung der Kißlegger

Dem pflichteten die nachfolgenden Redner bei. Diözesanbaumeister Dr. Thomas Schwieren (Bild) würdigte die Leistung von Walter Kuon, der die Baumaßnahmen über seine Amtszeit hinaus begleitete, und dankte dem jetzigen Gewählten Vorsitzenden des Kirchengemeinderats, Herrn Reinhold Evers, für die Fortführung und Vollendung des Projekts. Schwieren habe Kißlegg in den letzten Jahren als eine äußerst attraktive und eine der mutigsten Kirchengemeinden kennengelernt. Er betonte die Singularität Kißlegger Leuchtturm-Projekte wie zum Beispiel die Sanierung des Klosterhofs oder auch schon zuvor das Großprojekt „Kinderhaus Regenbogen“. Als Diözesanprojekte wie „Kirche der Zukunft“ und „Räume der Zukunft“ noch Zukunftsmusik gewesen wären, sei man in Kißlegg mutig und ambitioniert vorangegangenen und habe das, was heute an Reformen und Verschlankungsmaßnahmen in aller Munde ist, bereits Jahre zuvor angegangen.
Weitere Grußworte
Weiteren Grußworte und Redebeiträge von Reinhold Evers (Gewählter Vorsitzender des KGR), Dekan Ekkehard Schmid, Pfarrer Friedemann Glaser (Pfarrer der Evangelischen Gemeinde in Kißlegg) und nicht zu vergessen des Kißlegger Bürgermeister Dieter Krattenmacher folgten.
Pfarrer Glaser verwies in kurzen Worten auf die Besonderheit, dass in diesem Haus nun Verwaltung, Seelsorge und, dank des weiterhin für die Gemeinde nutzbaren Saals, Gemeindeleben unter einem Dach stattfänden. Augenzwinkernd fügte Glaser hinzu, dass dies sicher ein guter und weitsichtiger Ansätze sei, aber auch eine spannende Zukunft verspreche.
Abschließend freute sich Kißleggs Bürgermeister Dieter Krattenmacher über die gelungene Sanierung eines geschichtsträchtigen Gebäudes, das über die Jahrhunderte Kloster, Rathaus, Schule, Kindergarten, Gemeindehaus, Wohnung und vieles mehr war.
Nach einem gemeinsamen Mittagessen klang der Tag mit Rundgängen durchs Haus und persönlichen Begegnungen und Gesprächen aus.
Text: Mario Paoli / Fotos: Alfred Uhl


































