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Isny – Weil das Regionale Energieforum Isny (REFI) gern dahin geht, wo Energie entsteht, überzeugte sich eine kleine Gruppe bei einem Besuch im Müllheizkraftwerk Kempten des Zweckverbands für Abfallwirtschaft (ZAK) vom mehrfachen Nutzen dieser Anlage. Hier wird Restmüll aus Kempten, sowie den Landkreisen Oberallgäu, Lindau und Ravensburg nicht nur mit einer Kapazität von 10 Tonnen pro Stunde verbrannt, sondern thermisch in Strom und Wärme verwertet. Damit kommt der Restmüll im Umfang von 26.000 Tonnen pro Jahr von über 300.000 Einwohnern und der jährlich 12 Mio. Übernachtungen (was ca. 33.000 Einwohnern entspricht), in den Ofen.
Thomas Settele vom ZAK führte ins Thema ein und nach einem Infofilm ging es zur Besichtigung ins MHKW. Die Ausmaße und die Effizienz der Anlage beeindruckten die Besuchergruppe. Sie war vor 30 Jahren technisch so vorausschauend geplant worden, dass in der Abluft alle Schadstoffgrenzwerte um bis zu 95 Prozent unterschritten werden. Aus der Verbrennung werden rund 47 GWh elektrische Energie und 180 GWh thermische Energie im Jahr für das 47 km lange Fernwärmenetz bereitgestellt. Außerdem gibt es noch eine 30.000 Quadratmeter große PV-Anlage. Insgesamt werden so jährlich 36 Mio. Liter Heizöl ersetzt.
Parallel zum Bau des MHKW setzte der Zweckverband ein Konzept aus Müllvermeidung, -Wiederverwertung und -Vermarktung um, wofür die strenge Mülltrennung, sowie bislang 555 Wertstoffinseln und 39 Wertstoffhöfe entscheidend sind. Beeindruckt waren die Besucherinnen und Besucher auch davon, dass dem Recycling und der Wiederverwertung, beispielsweise mit der Vermarktung in den Gebrauchtkaufhäusern, und der ZAK-Box für kleinere, noch verwendbare Gebrauchsgüter, so viel Gewicht beigemessen wird. Hier sahen sie noch viel Potential im Landkreis Ravensburg.



























