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Enkenhofener Sommertheater feierte gelungenes Comeback

Fast 1.500 Besucher sorgten für ein volles Festzelt und beste Stimmung

Foto: Fotos © Karina Rast
veröffentlicht am: 12.08.2026
Autor: Karina Rast
Lesedauer: ca. 5 Minuten

Enkenhofen – Acht Jahre lang blieb der Vorhang geschlossen – am vergangenen Wochenende (7.-9.8.) feierte das Enkenhofener Sommertheater sein Comeback. Mit der Komödie „Alles nur Bauerntheater“ von Erich Koch lockte die Theatergruppe an drei Aufführungsterminen zahlreiche Besucher ins Festzelt. Bei genialem Sommerwetter, bester Bewirtung und einer Bombenstimmung im Zelt wurde das Theaterwochenende zum vollen Erfolg.

Bereits bei der ersten Aufführung am Freitagabend war deutlich zu spüren, wie groß die Vorfreude nach der langen Pause gewesen war. Auch am Samstagnachmittag und Samstagabend waren die Plätze bestens gefüllt. Die Zuschauer ließen sich von den Darstellern mitnehmen und quittierten das turbulente Geschehen auf der Bühne immer wieder mit lautem Lachen und viel Applaus. Und auch wenn das Sitzfleisch ordentlich gefordert war, durften sich die 8 Spieler auf der Bühne bis zum Schluss einer enormen Aufmerksamkeit der Besucher sicher sein. Für zusätzliche Lacher sorgte auch der eine oder andere kleine Patzer auf der Bühne.

Alfons (Erwin Dentler), der trinkfeste und arbeitsscheue Bauer, wollte mit Hilfe eines Theaterstücks mit der neuen Kellnerin seiner Stammgaststätte anbändeln. Seine Frau Agnes (Anita Dentler) kam aber schnell dahinter und schmiedete zusammen mit ihrer ledigen Schwester Hilde (Karina Rast), die mit im Haushalt wohnte, einen anderen Plan. Heinz Bohnensack (Manuel Heim), der verwitwete Freund des Bauers, der in seiner Freizeit gerne dichtet und mit seinen langsamen aber beharrlichen Trinksprüchen das Zelt fast zum Beben brachte, sollte sich für seinen besten Freund Alfons drum kümmern, dass der „Uhu“ Hilde aus dem Haus kommt. Was aber ordentlich schief ging. Denn der vermeintliche Einbrecher, der sich später als Alteisenhändler Franz (Franz Maier) entpuppte, weckte durch so manchen Stöhner die Leidenschaft in Hilde für ihr „Bohnensäckle“. Weil auch in der Pfarrköchin (Bianca Rast) eine Einbrecherin vermutet wurde, landete sie schließlich auch bewusstlos geschlagen mit Alteisenhändler Franz im Schrank. Die Tochter des Hauses Eva (Theresa Stohr) hatte unterdessen fast nur Augen für den Hilfskellner Hans Grundübel (David Dentler), der sich während der drei Akten für seine große Liebe vom Müttersöhnchen in langer Unterhose zu Zorro mit Lederhose und Nasenring entwickelte.

Bereits 2007 war „Alles nur Bauerntheater“, damals noch im Stadel, in Enkenhofen aufgeführt worden. Vier der heutigen Darsteller waren da bereits dabei, drei schlüpften nun nach fast zwei Jahrzehnten erneut in ihre alte Rollen. Während die kleinen Faustschläge gegen Beuren immer für beste Stimmung bei den Theaterspielern sorgen, mussten sie in diesem Jahr durch den „Fast-Beurener“ Theaterspieler Franz Mayer auch einige „Schläge“ gegen das eigene Dorf Enkenhofen einstecken – was natürlich auch für zusätzliche Lacher im Festzelt sorgte.

Das positive Feedback, dass alle Spieler nach den Aufführungen bekommen haben, war enorm. „Ich kann mich gar nicht mehr dran erinnern, dass das früher auch so war. Auch dass ich am nächsten Morgen so viele lobende Nachrichten auch auf dem Handy hatte“ überlegt „der Theater-Uhu (Hilde)“ Karina Rast. „Dass ihr noch nicht im Fernsehen seid…“, „Das war das beste Theater, dass ich je gesehen habe…“ waren Zitate, die bei den Spielern gelandet sind. Hans Dentler hatte unter den Gästen Urlauber kennengelernt, die nach der Aufführung am Freitag sogar ihre Familie zuhause aktiviert haben, sie sollen am Samstag unbedingt auch noch anreisen, um sich das Enkenhofener Theaterstück anzuschauen.

Eine Idee wird zum gemeinsamen Fest

Dass es zu diesem Comeback kommen konnte, daran sind vor allem Anita und Hans Dentler sowie Karina Rast Schuld. Die drei hatten die Idee, das Enkenhofener Sommertheater nach acht Jahren wieder auf die Beine zu stellen, gestreut. Schnell stand hinter dem Trio eine rund 30 Mann starke Truppe, die mit viel Engagement und Herzblut dafür sorgte, dass aus der Idee ein mega Fest wurde.

Besonders beeindruckend war auch: Der Auf- und Abbau des Festzeltes erfolgte in Rekordzeit, weil das ganze Dorf und auch einige Helfer aus der Umgebung gemeinsam anpackten. „Wenn alle zusammenhelfen, geht unglaublich viel“, so die Organisatoren.

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Auch der Sonntag war was Besonderes

Nach dem Theater ging es am Sonntag mit dem Kirchenpatrozinium weiter. Ein besonderer Höhepunkt war die erstmals angebotene Hobby-Horse- und Kinderfahrzeug-Segnung. Zahlreiche Kinder und Familien folgten der Einladung und brachten ihre Hobby-Horses und Kinderfahrzeuge mit zur Segnung mit Pfarrer Wunibald Reutlinger.

Beim anschließenden Frühschoppen im Festzelt sorgte die Musikkapelle Christazhofen für die passende musikalische Stimmung. Mit Hüpfburg sowie Hobby-Horse- und Kinderfahrzeugparcours war auch für die jüngsten Besucher einiges geboten.

„Die Frage ist eigentlich schon beantwortet“

„Das Fest hätte fast nicht besser sein können. Die Frage, ob wir das künftig wieder alle zwei Jahre machen, ist eigentlich schon beantwortet, bevor wir sie überhaupt stellen können“, schmunzeln die Organisatoren. Und vielleicht zieht der Erfolg ja sogar weitere Kreise: „Vielleicht belebt Beuren ja dann auch seinen Musikball wieder“, lautet der augenzwinkernde Hinweis aus Enkenhofen. Denn der war jahrelang die Bühne der Beurener für den gegenseitigen Schlagabtausch beider Orte.

Zum gelungenen Neustart beigetragen haben neben der engagierten Helferschar auch die Bürger- und Sozialstiftung Argenbühl sowie allen Sponsoren und Unterstützer des Festes. Ihnen allen gilt deshalb ein besonderer Dank!

„Fast 1.500 Besucher, tolles Wetter, eine unglaubliche Stimmung und ein Theater, das so gut angenommen wurde – besser hätte unser Comeback kaum laufen können“, lautet das Fazit der Organisatoren.

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veröffentlicht am
12.08.2026
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