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Zur deutschen Energiepolitik
Zum wiederholten Mal zeigt sich die von Anfang an „verwirrte Energiepolitik“: Man produziert teilweise nicht zu wenig, sondern zu viel Strom. Statt zu berücksichtigen, dass es im Norden viel Wind und im Süden viel Sonne gibt, wird in einem unsinnigen Gesetz für ganz Deutschland durchgesetzt, dass 1,8 % der Fläche für Windkraft geplant werden soll. Weil es im Süden zu viel Sonne gibt, muss der Energieüberschuss als „Strommüll“ nach Vorarlberg oder Frankreich verramscht werden, damit das Stromnetz nicht zusammenbricht.
Diese Länder profitieren doppelt: Für den Strom, der abgeschoben wird, zahlt der deutsche Steuerzahler, und dasselbe gilt, wenn bei der Sonnenflaute Strom von dort bezogen werden muss. So zahlt also auch der Verbraucher doppelt, was Milliarden kostet.
„Die Steuerzahler müssen sich deshalb immer mehr vor der Sonne fürchten.“ Dabei behauptet die Politik ständig: „Die Sonne stellt keine Rechnung“, und man wolle „vom Ausland unabhängig werden“.
Die doppelte Rechnung gibt es übrigens auch bei zu viel oder zu wenig Wind. Das Wetter der letzten Tage mit verhältnismäßig viel Wind hat gezeigt, dass auch aus diesem Grund Windräder hätten abgeschaltet und nicht gelieferter Strom hätte bezahlt werden müssen. Somit würde sich die Rechnung für den Verbraucher zusätzlich erhöhen.
Das ganze Dilemma zeigt sich am Beispiel von Argenbühl. Hier wird doppelt so viel Strom erzeugt wie für Argenbühl benötigt, aber trotzdem sollen hier drei Windräder aufgestellt werden, obwohl nachgewiesen ist, dass der Wind zu schwach ist und die Region zu den sonnenreichsten Gegenden Deutschlands gehört.
Berthold Büchele, Ratzenried
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