Ravensburg/Weingarten – Er ist nicht als Rebell geboren, wenngleich sein Vorname eine germanische Kampfansage ist. Einerseits. Andererseits ist 1960 Wolfgang der beliebteste Jungenname und damit ein Synonym für ein Nachkriegskind, das im Wachstums-wunderland auf die Welt gekommen ist. Das gilt auch für Wolfgang Ertel, der 1959 in der Schweiz geboren und in Leutkirch aufgewachsen ist, wo sein Vater als Lkw-Fahrer am Wohlstand mitbaute. Erfolgreich, denn als Professor ist sein Sohn ein typisches Beispiel für ein Aufsteigerkind, das sich mit 65 Jahren im neuen Jahr in den Ruhestand verabschiedet. Der keiner sein wird, denn der Professor hat sich zum Revoluzzer fortgebildet. Von einem, der auf Bäume steigt.