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    Leserbrief

    Wissenschaftlich fragwürdig

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    veröffentlicht am: 17.03.2025
    Autor: Katrin Kietschky
    Lesedauer: ca. 3 Minuten

    Zum Leserbrief “Gesundheitsgefährdung durch Windräder” (DBSZ vom 16. März)

    In einem kürzlich veröffentlichten Leserbrief zur Windkraft wurde ein alarmierendes Bild gezeichnet: Windkraftanlagen würden gefährliche Luftdruckpulse erzeugen, die sich gesundheitsschädlich auf Anwohner*innen auswirken könnten. Diese Behauptungen sind nicht nur wissenschaftlich fragwürdig, sondern bedienen sich auch einer populistischen Angstmacherei, die den dringend notwendigen Ausbau erneuerbarer Energien behindert.

    Zudem wird oft fälschlicherweise der Eindruck erweckt, dass Infraschall und Luftdruckpulse das gleiche Phänomen seien. Infraschall ist für Menschen nicht hörbar und seine Auswirkungen sind gut erforscht – unter anderem durch das Umweltbundesamt. Es gibt klare Belege, dass Infraschall von Windkraftanlagen weit unterhalb gesundheitlich relevanter Schwellenwerte liegt. Druckpulse hingegen sind nicht Gegenstand wissenschaftlicher Untersuchungen, weshalb es keine fundierte Basis gibt, sie als Gefahr darzustellen.

    Wenn es belastbare Studien gibt, die belegen, dass Druckpulse ein ernsthaftes Problem für die menschliche Gesundheit darstellen, bin ich gerne bereit, diese zu lesen. Bis dahin bleibt dieses Argument eine unbelegte Spekulation.

    Vergleich mit Fledermäusen – irreführend und falsch 

    Der Verweis auf Fledermäuse, denen angeblich durch Luftdruckveränderungen die Lungen platzen, wird oft als Argument gegen Windkraftanlagen genutzt. Dabei wird jedoch übersehen, dass Fledermäuse extrem empfindlich auf Druckveränderungen reagieren, während beim Menschen solche Effekte nicht nachgewiesen sind. Zudem können technische Maßnahmen, wie Fledermausdetektoren, den Einfluss von Windkraft auf diese Tiere stark reduzieren.

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    Die wahre Gesundheitsgefahr: Fossile Energien und Klimakrise 

    Während sich Windkraftgegner*innen auf unbewiesene oder widerlegte Behauptungen stützen, sind die realen gesundheitlichen Auswirkungen fossiler Energieträger eindeutig: Luftverschmutzung durch Kohle und Gas führt nachweislich zu schweren Atemwegserkrankungen, Herz-Kreislauf-Problemen und tausenden vorzeitigen Todesfällen pro Jahr. Der Ausbau erneuerbarer Energien ist daher nicht nur ein Umweltanliegen, sondern eine gesundheitspolitische Notwendigkeit.

    Windkraftgegner*innen und die Strategie der Angst 

    Die Argumentation in dem erwähnten Leserbrief folgt einem bekannten Muster: Anstatt mit wissenschaftlichen Fakten zu argumentieren, wird Angst geschürt. Durch das Streuen von Unsicherheiten soll eine dringend notwendige Entwicklung verzögert oder verhindert werden.

    Fazit: Die Energiewende ist essenziell für den Klimaschutz, die Unabhängigkeit von fossilen Rohstoffen und den Schutz unserer Gesundheit. Windkraft ist dabei eine tragende Säule und gehört zu den sichersten und effizientesten Formen der Stromerzeugung. Statt auf unbelegte Ängste zu setzen, sollten wir die wissenschaftlichen Fakten anerkennen und den Ausbau der Erneuerbaren mit klaren, rationalen Argumenten voranbringen.
    Katrin Kietschky, Bad Wurzach-Haidgau

    Quellen (von der Autorin angegeben): 
    1. Bundesministerium für Umwelt: https://www.bmu.de 
    2. Umweltbundesamt: https://www.umweltbundesamt.de 
    3. Deutsche Gesellschaft für Akustik: https://www.dega-akustik.de 
    4. Studie zur gesundheitlichen Wirkung von Infraschall: https://www.rki.de 

    Leserbriefe sind Meinungsäußerungen. Die Redaktion der Bildschirmzeitung akzeptiert ein breites Spektrum an Meinungen. Nicht veröffentlich werden extremistische, persönlichkeitsverletzende oder offensichtlich wahrheitswidrige Äußerungen.

    Bevorzugt veröffentlichen wir Leserbriefe zu lokalen und regionalen Themen. Aber auch Äußerungen zu allgemeinen Themen, die die hiesige Leserschaft bewegen, werden gerne entgegengenommen
    Einsendungen bitte per E-Mail an: redaktion@diebildschirmzeitung.de
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    Katrin Kietschky
    veröffentlicht am
    17.03.2025
    Lesedauer: ca. 3 Minuten
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