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Bericht von der Sitzung am 14. Oktober

Ortschaftsrat Ziegelbach tagte mit Bürgermeister Florian Schiller

Foto: Uli Gresser
Bürgermeister Florian Schiller bei seinem Antrittsbesuch im Ortschaftsrat Ziegelbach. Rechts im Bild Sybille Schleweck.
veröffentlicht am: 01.11.2026
Autor: Uli Gresser
Lesedauer: ca. 5 Minuten

Ziegelbach – Bürgermeister Florian Schiller hat am 14. Oktober den Ortschaftsrat in Ziegelbach besucht. Im Rahmen der Ortschaftsratssitzung wurde die langjährige Sekretärin der Ortsverwaltung, Doris Grimm, verabschiedet (darüber hat die Bildschirmzeitung „Der Wurzacher“ bereits berichtet).

Bericht des Bürgermeisters

Bürgermeister Florian Schiller berichtete, woraus in den letzten drei Monaten seine Hauptbeschäftigung bestanden habe: Besuche in den Ortschaften, öffentliche Gebäude anschauen, Schulen und Kindergärten besuchen. Wobei er bei letzteren wegen der Schulferien noch nicht ganz „durchgekommen“ sei. Zudem habe er auch schon einige Gewerbebetriebe besucht. Daneben habe er sich mit benachbarten Bürgermeistern getroffen, um einen Kontakt aufzubauen, auch zum Landratsamt. Für Anfang November sei  ein ausführliches Treffen mit der Ersten Landesbeamtin und dem Landrat geplant.

Themen, die in den nächsten Monaten ihn, die Verwaltung und den Gemeinderat beschäftigen werden, sind Tempo 30 in den Ortschaften oder das Spielplatzkonzept. Er versprach, dass die Stadt mehr in die IT der Stadt bei Schulen, Kindergärten, Verwaltung investieren werde, wobei dafür auch mehr Personal eingestellt werden soll. Ausgebaut werden sollen die Ganztagesbetreuung in Schulen, auch in Kindergärten. Die Verwaltung mache sich auch Gedanken, wie junge Familien leichter bauen können, wenn beide Elternteile arbeiten.

Ein weiteres Thema werde die Sanierung der Infrastruktur – etwa die Sanierung der Hallen. Die nächsten werden die an der Grundschule in Bad Wurzach und die in Eintürnen sein. Aber auch der Dorfstadel in Ziegelbach sei mit seinen 50 Jahren bald dran.

Aktuell würden Baugebiete in Eintürnen, Ziegelbach, Unterschwarzach und Haidgau erschlossen oder die Bauplätze vergeben. Dort sollen, weil wir die Grundschule und den Kindergarten vor Ort behalten wollen, junge Familien bauen.

Beim Thema FeelMOOR/Kurbetrieb sieht er die Talsohle erreicht. Beim neuen Geschäftsführer Daniel Huck, auf den er große Stücke halte, habe ihn beeindruckt, wie dieser in seiner früheren Tätigkeit ein Altersheim saniert habe. Der Betrieb ist jetzt eine GmbH. Der Vorteil sei, dass man nun privatwirtschaftlich unterwegs sei und flexibler reagieren könne. Dem Argument „Jeder Euro könnte woanders gut gebraucht werde“, begegnet der Bürgermeister mit: „Alternativen sind teuer.“ Eine Schließung des Kurbetriebes ginge mit Kosten von neun bis zwölf Millionen Euro einher.

In der Fragerunde zeigte sich Ortschaftsrat Martin Häfele skeptisch, ob in Sachen IT gutes Personal gefunden werden könne. „Warum werden Dienstleistungen nicht extern vergeben?“ Schiller antwortete ihm, wegen der kritischen Infrastruktur vergebe man manches nicht gerne nach außen. Man kaufe natürlich schon Dienstleistungen in anderen Bereichen zu. Aber auch diese kosteten viel Geld, vor allem dann, „wenn es mal kracht“. Ortschaftsrat Andreas Glaser sieht das Problem darin, überhaupt Personal zu finden. Da zeigte sich Schiller zuversichtlich, dass über Zulagen etwas zu machen sei, aber auch dank KI könne vieles reduziert werden.

Für Ortsvorsteherin Sybille Schleweck steht auf jeden Fall fest, dass es dringend mehr Personal braucht, denn: Die Infrastruktur wurde überall in Deutschland vernachlässigt.

Bei Tempo 30 in den Ortschaften können Fußgängerüberwege möglich werden, so hofft die Ortsvorsteherin. Sie bat auch darum, dass das Defizit nicht die Ortschaften belasten solle.

Der Bericht der Ortsvorsteherin

In ihrem Bericht stellte Ortsvorsteherin Sybille Schleweck fest, dass der Erfolg des A-cappella-Abends des Kirchenchores ungebrochen ist. Ein Megaerfolg sei auch der Mosttag des Kindergartens gewesen. „Es ist immer toll, wenn das Angebot aus den Reihen der Bürgerschaft kommt.“ Der Feier des 50-Jahr-Jubiläums des Bauerntheater Ziegelbach sprach sie ein großes Kompliment aus.  „Es war ein gut organisierter, netter familiärer Abend.“

Gut bewährt habe sich der neue Prozessionsweg, den man seit zwei Jahren gehe – wie zuletzt am 11.10. beim Kirchenpatrozinium. Die Deckenerneuerung in der Oberziegelbacher Straße werde, sofern das Wetter mitspiele, etwa zweieinhalb Wochen dauern. Die Heizung im Rathaus funktioniere nach Anlaufschwierigkeiten jetzt.

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Andreas Glaser sieht in den Räumen der Schützen bei der Heizung ein Steuerungsproblem: „Weil wir ja nicht die ganze Woche da sind.“ Die beiden Bushaltestellenhäuschen beim Rathaus wären jetzt, da es Herbst wird, dringend erforderlich. Ein Ärgernis sei auch, dass die Parkplätze beim Dorfstadel immer mehr als Parkfläche für Anhänger missbraucht werden.

Immer wieder gebe es auch Probleme bei der Abnahme des Dorfstadels nach einer Veranstaltung. „Beim Vereinstreffen sollten wir besprechen, was alles in das Abnahmeprotokoll hineinkommen soll.“

Bürgerfragen

Ein Bürger fragte, welche Maßnahmen man für die Erhöhung der Einnahmen ergreifen wolle und wie diese priorisiert werden sollen. Wie die Stadt zukünftig kommunizieren wolle, da sehr viele Bürger vieles nicht mitbekämen. Bürgermeister Schiller antwortete ihm zum Thema Geld: „Die Einnahmen erhöhen und die Kosten senken. In den letzten zehn, zwölf Jahren wurde die Verschuldung von 12 Millionen Euro auf rund 2,5 Millionen gesenkt.“ Doch müsse die Stadt in der nächsten Zeit, vielleicht bereits im kommenden Haushaltsjahr, die Schulden über einen Kredit wieder erhöhen. Die Priorisierung der Ausgaben werde bei der Klausurtagung des Gemeinderates festgelegt.

Mehr Informationen soll es für die Bürger über eine App geben, deutete er an. Denn die Zustellung des Amtsblattes, das die Bürger- und Gästeinformation darstellt, funktioniere nicht.

Ein Bürger fragte, ob die Stadt am Projekt „Adler“-Areal beteiligt sei, was der Bürgermeister verneinte. Wie es um die Erweiterung von Gewerbeflächen bestellt sei, lautete eine andere Frage. Es gebe hier Gespräche und Überlegungen in verschiedene Richtungen. 
Uli Gresser

Zur Verabschiedung von Doris Grimm, langjährige Mitarbeiterin der Ortsverwaltung, siehe nachstehend den Bericht unter „Lesen Sie hierzu auch“

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