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Die spirituelle Initiative „Frei:Raum“ war zu Gast in der Gärtnerei Grad

Klangvolle Momente in aufblühender Umgebung

Foto: Hans Reichert
Pastoralreferent Matthias Winstel (mit rotem Schal) leitete die spirituelle Stunde in der Gärtnerei Grad.
veröffentlicht am: 01.04.2026
Autor: Hans Reichert
Lesedauer: ca. 3 Minuten

Arnach – Die spirituelle Initiative „Frei:Raum“ ist am Palmsonntag (29.3.) in der Gärtnerei Grad in Arnach zu Gast gewesen. Bei Musik und Impulsen konnten sich die Besucher/innen von der aufblühenden Pflanzenwelt inspirieren lassen.

Die Musikerin Judith Kuhn untermalte den Abend mit stimmungsvollen Klängen, die den Raum zwischen den Pflanzen mit Wärme füllten. Ein besonderer Gänsehaut-Moment entstand, als alle Anwesenden gemeinsam in den Lous-Armstrong-Klassiker „What a wonderful world“ einstimmten: „I see trees of green, red roses, too, I see them bloom for me and you … and I think to myself: What a wonderful world.“ (Ich sehen grüne Bäume und auch rote Rosen. Ich sehe sie blühen für mich und dich. Und ich denke für mich: Was für eine wundervolle Welt.) Dieses Lied bildete die perfekte Brücke zwischen der sichtbaren Pracht der Gärtnerei und der inneren Dankbarkeit der Gäste.

Geleitet von Matthias Winstel

Auch die spirituellen Worte des Abends, geleitet von Pastoralreferent Matthias Winstel, waren geprägt von der Nähe zur Schöpfung. In einem berührenden Gebet wurde die Verbindung zum Göttlichen ganz unmittelbar formuliert: „Du im Himmel, dein Name ist heilig, deine Wunderwelt komme. Sei bei uns, wenn wir uns verlieren und erlöse uns, denn du bist Ein und Alles, Kraft und Herrlichkeit und Ewigkeit.“

Besinnung zwischen den Beeten

Ein zentraler Teil des Abends war der Rundgang durch die Gewächshäuser. In der Stille konnten die Besucher die Wunder der Schöpfung aus nächster Nähe betrachten: das zarte Grün, das aus der Erde bricht, und die Kraft, die in jedem Samen steckt. Es war ein Moment des Staunens und der Besinnung darauf, was alles entstehen kann, wenn man der Natur – und sich selbst – Raum gibt.

Nachdenkliche Worte vom alten Gärtner

Matthias Grad senior (Bild), mittlerweile über 90, sprach ein wahres Wort:

„Von früh bis spät
die Arbeit geht,
jeder sieht das Blumenbeet,
keiner den Spaten!“

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Ein Ausklang, der nachwirkt

Nach dem gemeinsamen Teilen von Brot und (alkoholfreiem) Wein war die besondere Verbundenheit im Raum deutlich spürbar. Bereichert durch die Musik, die Stille und die Eindrücke der aufbrechenden Natur traten die Gäste den Heimweg an, tief berührt und beseelt, mit dem Vertrauen darauf, dass auch in ihrem eigenen Leben in diesem Frühling Neues aufblühen darf.

Die Bildschirmzeitung „Der Wurzacher“ hat den 90-jährigen Matthias Grad interviewt. In seinem Leben spiegelt sich viel Dorfgeschichte wider. Der ausführliche Artikel wird nach Ostern erscheinen.

Die Gärtnerei Grad wurde 1928 von Heinrich Grad, dem Vater des jetzigen Seniorchefs, gegründet. Die vierte Generation, Gabriel, lernt – Gärtner.

Natürlich waren in der Gärtnerei viele Accessoires mit Bezug zum Osterbrauchtum zu sehen.

Text und Fotos: Hans Reichert

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