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Nachtrag zur Gemeinderatssitzung am 13. Oktober

Freiflächen-PV-Anlage in Gospoldshofen-Gereut kommt

veröffentlicht am: 24.10.2025
Autor: Uli Gresser / rei
Lesedauer: ca. 2 Minuten

Bad Wurzach – Die umstrittene Freiflächen-PV-Anlage in Gospoldshofen-Gereut hat die letzte Hürde genommen. Bei 1 Enthaltung hat der Gemeinderat in seiner Sitzung am 13. Oktober zugestimmt. Der zuständige Ortschaftsrat Gospoldshofen hatte das Vorhaben abgelehnt. Es ist auch nicht im Regionalplan vorgesehen. Landratsamt Ravensburg und RP Tübingen dagegen hatten zugestimmt. Die gemeinnützige Bürgerinitiative Landschaftsschützer e. V. wiederum hatte das Vorhaben mit Blick auf die ökologisch und geomorphologisch sensible Umgebung scharf kritisiert; das FF-PV-Gebiet liegt unmittelbar neben dem Landschaftsschutzgebiet Butzenmühle und ist vom Aussichtspunkt Wachbühl gut zu sehen.

Das Landratsamt schreibt, das Plangebiet sei aktuell die einzige Fläche im Raum Bad Wurzach, die nicht in Konflikt zu den Vorgaben des Europadiploms Wurzacher Ried steht, wonach FF-PV im Wurzacher Becken nicht zulässig sei. Ausgleichsmaßnahmen seien sowie der Netzanschluss seien gegeben, man habe kaum noch Alternativen.

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Die nun genehmigte Freiflächen-Photovoltaikanlage liegt südöstlich des Wohnplatzes Bergjock. Östlich grenzt das Landschaftsschutgebuet (LSG) „Butzenmühle“ an. Quelle: Stadt Bad Wurzach

Eine Agri-PV

Der für Bauordnung Zuständige kommissarische Stadtbaumeister Andreas Haufler fasste die wichtigsten Ergebnisse der Stellungnahmen von Behörden, Träger öffentlicher Belange und Bürger zusammen. Obwohl der Ortschaftsrat Gospoldshofen die Errichtung der Anlage abgelehnt hatte, sieht die Verwaltung keine Alternative zu dem Projekt, weil andere beantragte PV-Freianlagen innerhalb des Wurzacher Beckens lägen, was bei Gereut nicht der Fall sei. Die Anlage wird als Agri-Anlage mit beweglichen Modulen ausgeführt, so dass sich ihr Schattenwurf verändert. Die landwirtschaftliche Nutzung unterhalb der aufgeständerten Module ist also möglich. Hecken sollen die Sichtbarkeit der Anlage vom Aussichtspunkt Wachbühl wirksam einschränken.
Uli Gresser / rei

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