Zum Hauptinhalt springen
ANZEIGE
Ein Partnerunternehmen der Bildschirmzeitung
ANZEIGE
Vollbesetzter Saal im Torfstecher

Es gab viel Neues beim Heimspiel der Oberschwäbischen Dorfmusikanten

ANZEIGE
Ein Partnerunternehmen der Bildschirmzeitung
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
Ein Partnerunternehmen der Bildschirmzeitung
ANZEIGE
Foto: Ulrich Gresser
Peter Schad(re.) zieht es immer wieder ans Dirigentenpult der OSDM. Links Simon Föhr, sein Nachfolger.
veröffentlicht am: 27.03.2026
Autor:
Lesedauer: ca. 4 Minuten

Bad Wurzach – Die Oberschwäbischen Dorfmusikanten (OSDM) feierten am Sonntag mit ihrem Auftritt vor dem vollbesetzten Saal des Torfstechers in Bad Wurzach eine gelungene Saisonpremiere.

Die Sängerin der OSDM, Carina, heißt jetzt Ordon (geborene Kienle). Sie freute sich über den traditionellen Saisonstart in Bad Wurzach, zu dem die Musiker in diesem Jahr sogar eine halbe Stunde früher als gewohnt starteten. Musikalisch ging es mit der Polka Frühlingsträume, natürlich von Peter Schad, los.

Dass Simon Föhr ebenfalls ein guter Komponist ist, bewies er mit seiner brandneuen Schwarzachtal-Polka, bei deren Premiere das Publikum darüber entschied, ob sie gelungen ist. Die Bravo-Rufe bewiesen das eindeutig….Den direkten Vergleich bekam das Publikum danach mit der Jawoi-Polka von seinem Vorgänger, bei der es sich mit dem zweimaligen Jawoi-Rufen aktiv beteiligen durfte.

Weil die Situation in der Welt sich im vergangenen Jahr, ja sogar in den letzten Monaten immer mehr verschlechtert hat, setzten Sängerin Carina und Simon Föhr ihr berührendes Duett „Ein bisschen Frieden“ gleich an prominenter Stelle ein. Danach setzten die Musiker mit der Michael-Kuhn-Polka „Ein Denkmal für die Blasmusik“ selbiger ein kleines musikalisches Denkmal. Dass die Musiker um Simon Föhr auch Klassik können, zeigten sie danach beim Kaiserwalzer von Johann Strauß Sohn.

Aktuelle CD der OSDM

„Mit Herz und Leidenschaft“ so lautet der Titel der aktuellen CD der OSDM. Simon Föhr legte dafür einen kleinen Werbeblock ein, mit dem Hinweis, dass vom Kaufpreis 5 € für den guten Zweck seien (für die Weihnachtsfeier der Musiker, haha!). Bei seinen Plaudereien aus dem Schulalltag als Lehrer bekamen seine Schüler zwar keine guten Noten, das Publikum allerdings konnte sich köstlich amüsieren. Aber er war nicht der einzige Wortakrobat an diesem Abend.

ANZEIGE

Gedichte von und mit Hugo Breitschmid

Hugo Breitschmid, der oberschwäbische Mundart-Dichter, ist schon lange fester Bestandteil bei den Auftritten der OSDM. Über den Fünfzeiler vom Tanzen und Wanzen gelangte er rasch zum Thema das aktuell viele Menschen auf der Welt bewegt: dass wieder Frieden herrschen möge auf dem Blauen Planeten, Titel „I hon an Draum!“ Aber man kann auch hirnlos glücklich sein, bewies er in einem anderen Gedicht. Aber auch sein Klassiker stand wieder einmal auf dem Programm: die Wortspielerei vom „Babbadeckl Bebba“. Für das nächste musikalische Meisterwerk, mit dem die Musiker danach ihr Konzert fortsetzten, dem Lied vom alten Schäfer, hatte er ebenfalls noch das passende Gedicht parat.

Dass sich auch Ersatzmusiker wie Flötist Nicolas Köb bei den „Dornenvögel“ oder Trompeter Michael Bischof, übrigens der Lehrer von OSDM Solo-Trompeter Markus Elser, beim „Alten Dessauer“ nahtlos in das Orchester einfügten, zeigt die Homogenität des in 40 Jahren von Peter Schad geformten Klangkörpers.

Gastauftritt von Peter Schad

Apropos Peter Schad: Natürlich saß dieser beim „Heimspiel“ seiner Musiker im Publikum, und natürlich hatte er auch wieder seinen Gastauftritt. Nachdem Simon Föhr mit der Laubener Schnellpolka, dem Ernst-Mosch Walzer-Duett Böhmischer Wind, nach der Pause in Teil zwei gestartet war, übergab Simon Föhr die musikalische Leitung an seinen Mentor. „Dass ich das noch erleben darf,“ ist inzwischen zu seinem Markenzeichen geworden, wenn er die Bühne entert. Ein anderer seiner Sprüche, ein wenig von Loriot abgeleitet, lautet: „Ich höre auf, solange man mir noch eine Träne nachweint.“ Passend zum Wochentag gab es dann auch den Konzertmarsch aus der Schad´schen Feder „Sonntagslaune“, denn das wissen eingefleischte Blasmusikfreunde wie auch der Vater von Simon Föhr: „Zu einem guta Konzert g´hört oifach an rätr Marsch.“ Und auch nicht fehlen durfte natürlich die Wortspiel-Polka „Ewig Schad“ unter dem Dirigat des Altmeisters.

Ein Song, der bei einem OSDM-Konzert auch nie fehlen darf, ist „Gabrielas Song“ aus dem Film „Wie im Himmel“. Zeigt das Stück neben dem sehr ernsten Hintergrundvaber auch die faszinierenden stimmlichen Qualitäten von Sängerin Carina als Solistin.

Eigentlich sollte „Wir Musikanten“ von Kurt Gäble nach den Gablonzer Perlen das Ende des Programms markieren. Was natürlich bei dem begeisterten Publikum gar nicht ging, das die Musiker mit stehenden Ovationen feierte. Als Zugabe gab es danach den Lieblingsmarsch von Simon Föhr, den „Florentiner Marsch“ als Abschluss dieses denkwürdigen Starts in die Konzertsaison der Oberschwäbischen Dorfmusikanten.
Bericht und Bilder: Uli Gresser

Viele Bilder in der Galerie

ANZEIGE
veröffentlicht am
27.03.2026
Lesedauer: ca. 4 Minuten
Beitrag teilen
Bildergalerie
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
Ein Partnerunternehmen der Bildschirmzeitung
ANZEIGE
Neueste Beiträge
Ein Partnerunternehmen der Bildschirmzeitung
ANZEIGE
Diese Anzeige kann aufgrund Ihrer Netzwerkeinstellungen nicht angezeigt werden.