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    Kommentar

    Ein guter Tag für das Ried

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    veröffentlicht am: 13.09.2025
    Autor: Gerhard Reischmann
    Lesedauer: ca. 2 Minuten

    Die bei Humberg im Hummelluckenwald geplanten Windkraftanlagen werden nicht gebaut. Darauf verständigten sich die Projektierer – die LAOCO GmbH aus Kirchdorf an der Iller und die Energiequelle GmbH (Zossen bei Berlin) – mit der Genehmigungsbehörde, dem Landratsamt. Ein guter Tag für das Wurzacher Ried.

    Die Windkraft-Projektierer um Christian Böhm, Geschäftsführer von LAOCO, hätten es erzwingen können. Sie hätten vor Gericht wohl gute Karten gehabt. Frühzeitig hatten sie den Standort Humberg beplant, hatten Untersuchungen vorgenommen, hatten die Öffentlichkeit informiert. Sie haben Zeit und Geld und Kraft in ein Projekt investiert, das sich nun in Luft aufgelöst hat.

    Der Gegenwind beim Projekt „WKA im Hummelluckenwald“, nur etwa vier Kilometer vom Wurzacher Ried entfernt, war stark. Sehr stark. Stadt, Kreis und Regionalverband sprachen sich aus Sorge um das Europadiplom gegen das Projekt aus. Lokale Bürgerinitiativen, allen voran die Landschaftsschützer um Reinhold Mall, wurden nicht müde, vor diesem Projekt zu warnen.

    Böhm und Co. hätten die Brechstange ansetzen können. Nachdem der neue Regionalplan, der die Windkraftentwicklung in unserem Raum steuert und der Humberg ausdrücklich NICHT als Windkraftstandort vorsieht, noch nicht in Kraft gesetzt ist, hätten die Projektierer eine Regelungslücke nutzen können.

    Sie haben es nicht getan und das verdient Respekt. Es ist gewiss nicht der pure Altruismus, der die Projektierer verzichten ließ. Wieviele Gespräche und Appelle im Hintergrund gelaufen sein mögen, lässt sich nur vermuten. Am Ende stand die Einsicht, dass der Verzicht ein Gewinn sein könnte.

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    Christian Böhm und auch das Fürstliche Haus Waldburg-Wolfegg-Waldsee als Besitzer der Grundstücke im Hummelluckenwald, sie fürchteten wohl den enormen Imageschaden, wäre dem Wurzacher Ried das Europadiplom aberkannt worden.

    Der Gewinn aus dem Verzicht lässt sich nicht bemessen. Eine direkte Kompensation für die in den Wind geschriebenen Investitionen gibt es nicht.

    Der Gewinn besteht im vertrauensvollen Miteinander. Projektierer und Genehmiger müssen miteinander können, im Rahmen der gesetzlichen Vorgaben. Die Spielräume sind gering, aber man kann sie so oder so auslegen.

    Das Landratsamt befürwortet die Energiewende. Das wurde bei der Information über das Hummellucken-Aus mehrfach betont. Man habe staatliche Vorgaben umzusetzen. Hierbei braucht es Projektierer wie LAOCO.
    Gerhard Reischmann

    Transparenzhinweis: Der Kommentator ist Mitglied bei den Landschaftsschützern.

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    Gerhard Reischmann
    veröffentlicht am
    13.09.2025
    Lesedauer: ca. 2 Minuten
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