Was die Nonnen vom früheren Kloster „Maria Rosengarten“ mit ihrem soliden, gummibereiften Handwagen alles transportiert haben, kann man sich gut vorstellen. Heute dient das eindrucksvolle Gefährt, auf dem stolz der Name des Klosters prangt, im Gebäude des ehemaligen Klosters der Stadtbücherei als attraktiver Blickfang und als ungewöhnlicher Büchertisch. Derzeit werden dort überwiegend Bücher über die Stadt und mit Wurzach-Bezug ausgestellt – alles selbstverständlich auch zum Ausleihen. Da findet man natürlich die ganzen „Klassiker“, etwa Otto Frischs immer hilfreiche Publikation „Bad Wurzach. Geschichte und Entwicklung einer oberschwäbischen Bäderstadt“ aus dem Jahr 1975. Daneben liegen auch viele Ausstellungskataloge aus zur sicher bedeutendsten Künstlerpersönlichkeit der Stadt, dem Maler und Literaten Sepp Mahler. Und wer den Blick auch über die Stadt hinaus in die Region lenken will und Freude an gut gemachten, zum Teil berührenden Reportagen hat, dem seien die ebenfalls ausliegenden „Menschenskinder“ ans Herz gelegt. Unter diesem Titel hat der Journalist Gerhard Reischmann (ja, der von der Bildschirmzeitung) in einem auch eindrücklich bebilderten Band lesenswerte Artikel zusammengestellt. Das Buch stammt zwar von 2007 / 2008, aber die Texte sind zeitlos. Etliche der bewusst in Schwarz-Weiß gehaltenen Fotos stammen vom Bad Wurzacher Fotografen Uli Gresser.
Text und Fotos: Herbert Eichhorn

Wurzach-Bücher auf Wurzacher Gefährt: eine liebevolle Präsentation. Foto: Herbert Eichhorn






