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57 Aussteller waren mit dabei

Bad Wurzacher Markt der Berufe hat das richtige Format für eine Bildungsmesse

Foto: Uli Gresser
veröffentlicht am: 03.10.2026
Autor: Uli Gresser
Lesedauer: ca. 4 Minuten

Bad Wurzach – Der vor mehr als 20 Jahren aus der Taufe gehobene Markt der Berufe des Schulzentrums Bad Wurzach zeigte in seiner inzwischen 16. Auflage deutlich, dass er genau das richtige Format hat.

In den zwei Stunden am Dienstagabend, 29. September, hatten die Schüler aller weiterführenden Bad Wurzacher Schulen, die gemeinsam mit ihren Eltern gekommen waren, sehr viele Gelegenheiten, sich über Ausbildungsmöglichkeiten bei Firmen, Schulen und Institutionen zu informieren.

Seit 2017 wird der Markt der Berufe jährlich veranstaltet

Das, was Stefanie Breitinger als Nachfolgerin von der Karrierebegleiterin Hildegard Mühler gemeinsam mit den Schulleitern von Werkrealschule, Realschule und SBBZ, Julia Kiebler, Dietmar Schiller und Karolin Prinz in Zusammenarbeit mit dem HGV an diesem Dienstagabend auf die Beine gestellt haben, hatte echtes Messeformat. 57 Aussteller verteilten sich auf sechs Locations, neben dem Schulhof, dem Flur der Realschule, dem Foyer der Werkrealschule, dem Foyer des SBBZ waren die Mensa des Schulzentrums sowie die Turnhalle Vier picke packe voll mit Ausstellern aus den verschiedensten Branchen.

Ein wichtiger Faktor dabei: Dadurch, dass die Eltern ihre Sprösslinge begleiteten, wurden die Angebote besser angenommen, man kam leichter ins Gespräch und die Kids sammelten nicht nur Werbematerial und -Geschenke ein. Interessant auch: An vielen Ständen der Wurzacher Handwerker steht inzwischen die nächste Generation.

Auf dem Schulhof war wieder das Außengelände der Bildungsmesse: Das Versandhaus Walz hatte einen Messe-Stand aufgebaut, die Firma Riess hatte einen Mercedes Geländewagen dabei, die BAG einen ihrer großen Deutz-Fahr Traktoren dort platziert. Beinahe noch eine Nummer größer ist der DeHoGa-Bus, in dessen Schatten das FeelMoor-Gesundresort á lá Kino bei Popcorn den Superhelden suchte.

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Ebenfalls zeigte das DRK-Rettungswesen des Landkreises Präsenz und machte mit blinkendem Blaulicht an seinem Rettungswagen fleißig auf sich aufmerksam. Das andere Mitglied der Blaulichtfamilie, die Polizei, war mit einem Stand in der Mensa vertreten, um den Kindern und Jugendlichen eine Karriere bei den Freunden und Helfern des Polizeipräsidium Ravensburg schmackhaft zu machen.

Der Bad Wurzacher Markt der Berufe zieht dabei aber nicht nur einheimische Firmen und Institutionen an. So waren neben den Bad Wurzacher „Schwergewichten“ wie Verallia, Baugrund Süd, Lissmac, BAG, Sigg-Fahrzeugbau, Weizenegger GmbH und Engeser Fensterwelt auch weitere große Firmen da: Aus Leutkirch die Firmen Pfleiderer, Elobau, Mauthe und Milei, aus Kisslegg die Firma Rinninger, aus Wolfegg die Firma Bott, Hymer und Saluvet aus Bad Waldsee waren aus der Region vertreten. Mit der Kreissparkasse und der Volksbank Allgäu Oberschwaben machten sich auch die Wurzacher Banken auf die Suche nach Nachwuchs bzw. die Kunden von morgen.

Neben den vielen Firmen nutzten auch zahlreiche Institutionen wie etwa die Stadt Bad Wurzach, das Institut für soziale Berufe, die Agentur für Arbeit oder die AOK und die Sozialstation Gute Beth die Gelegenheit, für sich zu werben. Auch Schulen wie die Berufsschulzentren Biberach und Wangen und die Geschwister Scholl Schule Leutkirch machten auf sich aufmerksam.

Erster Schritt in Richtung Beruf

Für viele Schüler ist diese Berufs-Informationsmesse ein erster Schritt in Richtung des Berufslebens. Denn mit der Messe bietet sich den Jugendlichen und ihren Eltern die Möglichkeit, in persönlichen Kontakt mit Ausbildungsbetrieben des HGV, den Bildungspartnern der Schulen sowie regionalen Unternehmen zu kommen. Bei diesen Gesprächen eröffnet sich oft für die Jugendlichen die Möglichkeit, in den jeweiligen Berufszweig über ein Praktikum hineinzuschnuppern. Für die Firmen wiederum, die oft händeringend Fachkräfte suchen, hat diese Nachwuchsrekrutierung daher einen hohen Stellenwert.

Fakt ist, dass die Messe den Schülern samt ihren Eltern auch an diesem Abend wieder auf relativ kleinem Raum einen großen Überblick geboten hat. Der Konrektor der Werkrealschule, Klaus Patzner, kam nicht umhin, den Schülern und ihren Eltern ein großes Lob auszusprechen: Denn als um 20.00 Uhr das eigentliche Ende der Messe eingeläutet wurde, waren noch viele Schüler unterwegs. Ein gutes Zeichen – damit wird diese Bildungsmesse als Informationsquelle sehr ernst genommen.
Bericht und Bilder: Uli Gresser

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